Hier gibt es den Strauch, von dem ich bei meiner Ankunft so fasziniert war, nochmal in seiner vollen Pracht. Und wie die Blüten duften! Herrlich!! Meine Tante vermutet Schlehe, aber ich glaube, es ist etwas anderes.
Die größte Freude meiner Tante ist es, die Vögel und Eichhörnchen zu füttern und zu beobachten:
Was für ein Frechdachs! Das würde ich auch gerne können!!! 😉
Im Dorf gibt es ein Wildgehege. Schau mal, das zweite Bild: Was für eine elegante Drehung!
Nachtfrost und Duschglück
Am Montag hatte es Nachtfrost gegeben und herrlichen Sonnenschein am Morgen. Da meine Tante mich gebeten hatte, sie gleich früh zu duschen, bin ich schon vorher kurz spazieren gegangen. Wie herrlich!
Das Duschen war dann der berührendste Moment der Woche! Ihr helfen zu können, sie zu halten. Das Vertrauen, sie nackt zu sehen in ihrer Zerbrechlichkeit. Die Schönheit dieses Körpers mit all den wunderschönen Falten, gelebtes Leben. Und vor allem das Blitzen in ihren Augen und ihre große Dankbarkeit, wie pudelwohl sie sich fühlt, so frisch geduscht. Das sind so schöne intime Momente, die ich im Herzen behalte!
Noch mehr Bilder vom Dorf
Die Zierjohannisbeere fängt an zu blühen, Heidekraut und noch mehr rosa-weiße Blüten:
Das müsste Kornelkirsche sein. Ist mir vorher nie aufgefallen. Ich finde, die Blüten haben Ähnlichkeit mit Ahornblüten.
Entlang des Weges:
Ostern steht vor der Tür.
Rückfahrt mit Umwegen
Am Dienstag ging es dann zurück nach Berlin. Ich liebe es ja, mit der Bahn zu fahren! Obwohl ich inzwischen wirklich eher erstaunt bin, wenn mal alles klappt und ich pünktlich ankomme, wie auf der Hinfahrt. 😉
Die Rückfahrt war so gar nicht pünktlich, hat mir aber sogar Entspannung geschenkt: Der erste Zug war schon verspätet. Da der Anschluss in Hannover dann aber sogar fast eine ganze Stunde zu spät war (Personal unpünktlich aus der vorangegangenen Fahrt), hatte ich keine Eile beim Umsteigen und konnte am Bahnhof Hannover noch die herrlichen Kirschblüten entdecken.
Durch eine Streckensperrung und Suizidandrohung fuhr der Zug dann ausnahmsweise über Magdeburg. Ich habe spannende Diskussionen meiner Sitznachbarn über Sozialismus und Kapitalismus mitverfolgen können und erstaunt erfahren, dass sie gerade mit großen Taschen per Bahn umziehen von Amsterdam nach Berlin.
Kurz nach dem Halt in Magdeburg sprach uns ein etwa 15-jähriges Mädchen an: Sie war in den falschen Zug eingestiegen, da der auf ihrem üblichen Gleis stand. Eigentlich wollte sie nur ein paar Orte weiterfahren Richtung Burg. Nun war sie ohne Handy (kaputt) und ohne Geld nach Berlin unterwegs. Und wer weiß heute schon noch Telefonnummern auswendig? Dank Internet und Facebook konnten wir einen Kontakt zu ihren Eltern herstellen. Ihre Mutter hat ihr ratzfatz Geld überwiesen. Und ich habe sie in Berlin auf ihrem Abfahrtsgleis extra nochmal gesucht, um ihr das auch mitzuteilen, so dass sie sich in letzter Minute noch ein Ticket aus dem Automaten ziehen konnte. Hui! Ich glaube, am Ende waren alle froh, dass sie wohlbehalten zuhause angekommen ist.
Zurück in Berlin: Ein erstes Treffen live und in Farbe im Chén Chè
Kennst Du das, wenn man jemanden aus einer anderen Stadt nur per Zoom kennt und sich dann zum ersten Mal persönlich trifft? Diese Freude hatte ich Mittwoch in einer verlängerten Mittagspause im Chén Chè mit der bezaubernden Lavinia Lazar aus München, die ich letztes Jahr bei Sigruns Kickstart-Kurs kennengelernt habe. Wir haben uns in echt sogar noch besser verstanden als online, gemeinsam vietnamesische Reistafel genossen, und am Ende gab es sogar noch Geschenke! Ein echtes Highlight!!
Mittagspause im Park, Ahornblüte und Tanzen
Passend zum Gründonnerstag ist die faszinierend grün-gelbe Ahornblüte in vollem Gange. Ich habe spontan Swing getanzt zur Straßenmusik und abends ziemlich wild mit Freunden auf der Schlagerparty. 😉
Noch mehr kleine Freuden
Passend zu Ostern: Hast Du schonmal so ein Muster auf einem Ei gesehen? Ich finde, das sieht aus wie ein Engel!
Meine Schachbrettblume blüht.
Ich habe mir Glückstulpen gekauft für 8,88 €.
Mir fällt zum ersten Mal auf, dass die kleine Scilla Ähnlichkeit mit Hyazinthen hat. Und Wikipedia verrät mir, dass sie tatsächlich auch Sternhyazinthe genannt wird und beides zu den Spargelgewächsen zählt. Volltreffer! 😉 Das mit dem Spargel hätte ich allerdings nicht gedacht.
In diesem Sinne wünsche ich Dir ein schönes Osterwochenende!
Kennst Du das? Eine schöne Einladung, wirklich so richtig Lust darauf – und dann meldet sich das Kopfkino: “Das wird mir zu viel! Ich habe viel zu viel zu tun. Vielleicht sollte ich doch lieber zuhause bleiben?” Gelöst habe ich dieses Dilemma am Wochenende durch ein salomonisches Sowohl-als-auch: Statt der geplanten Übernachtung habe ich mir einfach noch einen Erledigungssamstag zuhause gegönnt und bin ganz entspannt und ohne Gepäck nur am Sonntag in die Uckermark gefahren – und das war wirklich ein ganz besonderes Highlight, das ich nicht hätte missen wollen!
Das Umsteigen in Britz ist immer so herrlich entspannt: Eingleisig, da kann wirklich nichts schiefgehen. In Joachimsthal wurde ich am Bahnhof abgeholt und dann ging es ins “schönste Dorf der Welt”, wo ich erstmal ein Frühstück mit Osterzopf und Blick in den Garten genießen und in Erinnerungen an den Sommer schwelgen durfte. Hach! Diese Nadeln und Zapfen fassen sich übrigens toll an! Und was sind das für Blüten? Kornelkirsche?!
Nachmittags ging es dann zum Swingtanz ins Café Sonnendeck! Ich habe erfreut gesehen, dass es direkt nebenan einen Badesee gibt. Das sind ja herrliche Optionen für den Sommer! Und während ich morgens noch gefroren habe, konnten wir jetzt das Sonnendeck wirklich genießen und schön drinnen tanzen und draußen in der Sonne sitzen. Zauberhaft!!
Schneezauber
In der Nacht zum Dienstag hat es dann in Berlin überraschend nochmal geschneit. Ich habe das ganz früh schon gesehen – und nach diesem fulminanten Sonnenaufgang hat mich nichts mehr im Bett gehalten!
So bin ich schon “vor dem Aufstehen” eine Runde durch den Park geradelt, um die weiße Pracht zu genießen, ehe sie wieder verschwunden ist.
Im November habe ich den ersten Schnee auf den letzten Blättern erlebt – und nun den letzten Schnee auf den ersten Blättern. 😉 Wie fein!
Und schon von Weitem leuchtet mir eine Forsythie entgegen.
Und weil’s so schön war, hier nochmal im Detail die Forsythienblüten im Schnee:
Ich liebe ja das Fotografieren, weil es auch ein Moment des Innehaltens und genauer Hinschauens ist. Hier war ich fasziniert von dem ersten hellen Grün vor dem Schnee! Was für ein toller Kontrast! Und wie schön das Licht durch die Blätter scheint.
Und auch der Kirschbaum auf dem Friedhof sah so herrlich aus vor dem Schnee. Und wie wunderbar, wenn so weiße und rosafarbene Blüten direkt nebeneinander stehen.- Ach, ja! An den Frühlingsblüten kann ich mich echt nicht sattsehen!
Nach dem kleinen Schneeausflug war ich echt ganz beglückt und bezaubert! Zeitaufwand: gut eine Stunde. Schöne Erinnerungen: ewig! 🙂
Reise aufs Land
Am Donnerstagabend stand dann eine Reise zu meiner Tante auf dem Programm, 350 km entfernt in der Lüneburger Heide. Davon berichte ich im nächsten Wochenrückblick. Dank der Zeitumstellung konnte ich auch abends noch im Hellen vom Bahnhof zu ihr aufs Dorf radeln und habe den schöneren Weg durch den Wald gewählt. Auch in der Dämmerung war ich total überwältigt von der Blütenpracht beim Nachbarn. – Und was für ein schönes Gefühl, meine Tante endlich wieder umarmen zu können! Ich war lange nicht mehr dort. Und auch ihre aktuelle Pflegekraft ist mir gleich sympathisch und umarmt mich zur Begrüßung.
Der Samstag, 11. März, war besonders voll mit schönen Momenten! In der Nacht zuvor hatte es angefangen zu schneien – ein seltenes Ereignis in Berlin und für diesen Winter wahrscheinlich zum letzten Mal. Immerhin 3,5 cm Schnee maß ich auf meiner Terrasse ❄️ – nach meiner Erfahrung gerade so genug für eine kleine Langlaufrunde im Rehbergepark! 🥰 – Im Gegensatz zum letzten Schnee Ende Februar, hatte ich allerdings Bedenken: “Das ist bestimmt nur Pappschnee und klebt am Ski!” 😔 Daher bin ich erstmal ohne Skier losgeradelt – nur, um auf dem Weg mehr und mehr buchstäblich in den Beinen zu spüren, wie sehr ich die Langlaufbewegung ersehne …
Also den ganzen Weg nochmal zurück, Skier geholt und siehe da: Das ging besser als erwartet! Note to myself: 2° Plus sind auch noch okay auf der großen Wiese! 😉❄️🎿😍
Die herrliche Sonne am Sonntag habe ich genutzt für einen Ausflug zur Krokuswiese. Die ersten Krokusse im letzten Schnee – und auch die Sträucher werden plötzlich grün:
Entlang der Panke ging es zurück:
Am Donnerstag früh war die Krokuswiese dann in voller Pracht aufgeblüht und ich bin in meiner Mittagspause extra nochmal hingefahren, um das Naturschauspiel zu bewundern. Herrlich!! Ich bin bin immer wieder fasziniert davon, wie plötzlich der Frühling ausbricht und die Natur in Blüten badet!
Kultur & Begegnung
Nach der Skitour am Samstag war ich ganz spontan mit einem Freund in der Akademie der Künste zur Nan-Goldin-Ausstellung, mit guten Gesprächen und leckerem Kaffee und Milchreis im Anschluss.
Unsere spannendste Erkenntnis der Ausstellung: Die unscharfen Bilder sind die stimmungsvollsten! Die sprechen direkt das Gefühl an. Wow! Das macht mir Mut, noch künstlerisch-kreativer mit meiner Bildauswahl umzugehen! (Das erste hier ist aber von mir nochmal extra verwackelt und im zweiten spiegeln sich die Bilder der Ausstellung.)
Der Theaterbesuch in einer Strafanstalt am Mittwoch war ein ganz besonderes Ereignis, das mich auf verschiedensten Ebenen berührt hat. Nachdem ich im Dezember schon eine Aufführung in der JVA Plötzensee sehen durfte, hatten wir dieses Mal Karten für die Jugendstrafanstalt. Das Stück war nicht immer leicht zu verstehen, zumal zum Teil auch die Darsteller gewechselt haben, aber ich war sehr beeindruckt von der wahnsinnig toll gespielten Szene mit den alten Männern, den Gesangseinlagen und der Freude, hier noch Zugaben geben zu dürfen (“Er gehört zu mir …”), dem Saal und überhaupt der Möglichkeit, mal einen kleinen Blick in die JSA zu bekommen. Empfehlenswert!
Schaffensfreude
Ab Mittwoch hatte ich das große Glück, gleich zwei schöne Freelancer-Aufträge bearbeiten zu dürfen. In Mitte war ich wieder als Fotografin für Jelbi unterwegs. Und der Verlag Schreibstimme hat mich zum Korrekturlesen für 200 Seiten eines neues Buches engagiert. Spannend!
Hast Du Lust, mich etwas näher kennenzulernen? Hier eine Sammlung spannender und lustiger Details und Geschichten aus meinem Leben:
Ich bin in Berlin (West) geboren und aufgewachsen – ausgerechnet das spannendste Jahr habe ich aber verpasst, da ich kurz nach Mauerfall ab Mitte November ’89 als Au-Pair in Brüssel und Paris war und erst pünktlich zur Wiedervereinigung am 3. Oktober 1990 zurückgekommen bin.
Das Aufwachsen mit der Mauer, Transit und langen Staus am Grenzübergang hatte Folgen: Auf der Tramper-Ticket-Tour 1987 sind wir zu Fuß von Kehl nach Straßburg gegangen und haben beim Grenzübergang freiwillig unsere Personalausweise dem Beamten auf den Tisch gelegt. Danach hatten wir das Gefühl, der hat sie nur uns zuliebe geprüft, und sind laut fluchend über die Grenze gegangen: “Was ist denn das für eine lasche Grenzkontrolle?! Das geht so nicht!!”
Wie alle West-Berliner:innen hatte ich nur einen “behelfsmäßigen Personalausweis”.
Im Studium ab 1990 habe ich dann erstmal über typische Ostbegriffe gestaunt, wie zum Beispiel “urst”. Das hat seeehr lange gedauert, bis ich den Wortursprung und die Schreibweise verstanden habe, für mich klang es immer wie “uuhhst”.
Ich bin in der Hauptstraße aufwachsen, im ersten Stock, und in meiner Kindheit gab es noch eine Autobrücke über die nahegelegene Kreuzung an der Ecke Dominikusstraße. Die Autos waren also fast auf Fensterhöhe. Der positive Effekt: Ich bin ziemlich geräuschunempfindlich beim Schlafen. Seltsamerweise gibt es so gut wie keine Fotos von dieser Brücke.
Ich habe mit 12 oder so beschlossen, das mit dem Rauchen gar nicht erst auszuprobieren. – Beste Entscheidung ever!
Ich meide auch Alkohol und Drogen weitgehend, bis auf vielleicht mal Eierlikör auf Eis oder ähnliches. Das Zeug wirkt einfach sofort, wenn man es nicht gewöhnt ist!
Das heißt nicht, dass ich keine Süchte kenne: Mit dem Kaffee habe ich auch erst spät angefangen und hatte anfangs zitternde Hände davon. Inzwischen trinke ich problemlos auch noch spät abends Kaffee.
Ich bin definitiv fotosüchtig! Ich will alles Schöne festhalten. Manchmal schaue ich die Bilder hinterher gar nicht mehr an. 😉 Wenn Freunde fragen, ob ich sie weiterleiten kann, sage ich ehrlicherweise: “Ich versuch’s! Aber ich verspreche es nicht.” Ehe ich da die Auswahl geschafft habe, hab ich nämlich schon wieder zig Fotos gemacht, die ich (z. T. auch beruflich) auswählen und bearbeiten muss.
Meine erste Spiegelreflexkamera habe ich übrigens mit 12 bei einem Preisausschreiben gewonnen. Das war ein sehr guter Deal für Canon, denn ich bin der Marke bis heute treu.
Handysucht muss ich auch konstatieren. Ich liebe Süßes. Eine angefangene Chipstüte kann ich nur schwer beiseite legen. Und ich bin absolut tanzsüchtig!!
Ich glaube an die heilende Kraft der Endorphine!
Ich liebe alles, was Paartanz ist! Insbesondere Foxtrott, Walzer, Swing, aber auch Tango/ConTango, ChaCha & Co. Die meisten Tänze kann ich auch führen – was ich inzwischen auch weitaus häufiger mache als folgen.
Ich habe allerdings auch eine kleine “Liste unnütze Tänze”, auf der u.a. Slowfox, Samba und Balboa stehen. Einfach Tänze, die ich nicht mag und durch anderes ersetzen kann.
Wild improvisieren, Tänze mischen und Führungswechsel sind mein größter Spaß. An der Technik feilen und Turniertanz sind dagegen nicht so meins.
Am liebsten gleite ich ultraschnell über die Tanzfläche und versuche, auch in langsame Tänze noch schnellere Sequenzen einzubauen. Typischer Spruch: “So langsam kann ich nicht führen.”
Eine Tanzfreundin sagte mal: “Mit Elke kannst Du durch ein volles Einkaufszentrum Foxtrott tanzen und bist immer noch schneller als alle anderen!” – Eine andere fragte ungläubig: “Bist Du sicher, dass Du nur zwei Füße da unter Deinem Rock hast?!”
Außerdem mache ich wahnsinnig gerne Geräusche mit den Schuhen und habe mir aus ein bisschen Step und ein wenig Flamenco meine eigenen Moves entwickelt, so dass man meistens hört, wo ich bin. Klackerdiklack! 👢
Das Lustige daran ist, dass ich Sport eigentlich gar nicht mag! Ich sage immer: “Ich habe eine Schulsportphobie” und habe erst mit Mitte Zwanzig begriffen, dass ich mich aber total gerne bewege!
Nur mit Bällen kann ich leider nicht umgehen und habe im Tischtenniskurs in der schlechtesten Kategorie sämtliche Spiele verloren! 🏓 Tischtennis finde ich trotzdem lustig. Ich kann’s halt nur nicht.
Dafür liebe ich Radfahren! 🚴♀️ Also auch nicht sportlich, aber mein Fahrrad ist quasi am Arsch festgewachsen und fast immer dabei. 😉
Da mein Tagesgepäck immer so aussieht wie für ne Wochenendreise, brauche ich das aber auch als Gepäckesel! 😂 Bedingt sich gegenseitig, denn die Hälfte des Tascheninhalts sind wärmere Klamotten und Regensachen fürs abendliche Heimradeln.
Ansonsten ist natürlich mein Journal 📙🖋️ immer in der Tasche, Tanzschuhe, ein Fotoapparat, ggf. Badesachen und eine Decke zum Draufsitzen, etwas zu Essen,… Ehrlich gesagt weiß ich oft selber nicht, was ich da alles in der Tasche habe. 😂
Ganz sicher dabei ist auch immer was zu trinken! Ich habe immer Durst und werde sehr unruhig, wenn ich kein Wasser mehr habe. (Entsprechend muss ich leider auch immer aufs Klo.)
Ach ja, und wie die Queen und Paddington Bear habe ich auch eigentlich immer was zu Essen in der Tasche. “Just in case” und damit ich unabhängig bin.
Am liebsten bin ich nämlich draußen. ☀️ Und mit dem Lunchpaket in der Tasche kann ich meine Mittagspause schön im Park verbringen statt im Lokal. (Oder umgekehrt in der Regenpause einfach mal im Büro bleiben.)
Der wichtigste Ort meiner Wohnung ist entsprechend meine Terrasse. ☀️🌻 Südseite. Da saß ich auch schon mal bei -10°C mit Rechner draußen – bis der Kaffee eine Eisschicht hatte. ❄️ Bin dann nur rein gegangen, um den Rechner zu schonen.
Ich liebe es, mir immer wieder ein paar Verrücktheiten in den Alltag einzuplanen. So war ich zum Beispiel auch schon mit Langlaufskiern im Büro. 🎿 Ist schließlich selten genug in Berlin, dass genug Schnee dafür liegt!
🏊♀️ … und im Sommer verbringe ich meine Mittagspause am liebsten im Kinderbad. 😎 Eine Stunde Urlaub!! ⛱️
Mein Lieblingsspruch ist: “Feierabend heißt Feierabend, weil man da feiern soll!”
Im Advent mutiere ich regelmäßig zur Backfee und mache ein regelrechtes Projekt daraus mit großer Einkaufsliste, Zeitplanung & Co.: Wann muss ich was backen, damit ich entspannt da durch komme und am Ende rund 10 Sorten habe? 🤔
Das Ziel dabei ist, am Ende so volle Keksdosen zu haben, dass ich aus dem Vollen schöpfen kann und wirklich gerne und ohne Mangelgefühl Plätzchen verschenke. Eine Übung für das Füllebewusstsein und die Projektplanung!
Ein weiteres Großprojekt war jahrelang meine Berlinale-Planung. Ich habe irgendwann beschlossen, dass es einfacher und lustiger ist, wenn ich für die meisten Filme, die mich interessieren, gleich zwei Tickets besorge und dann schaue, wer von meinen Freunden mich begleiten möchte. So habe ich jedes Jahr bis zu 20 Filme geschafft – neben der Arbeit! Das braucht dann aber auch tagelange Planung, Programm lesen, auswählen, Alternativen überlegen, anstehen oder pünktlich um 10h Online-Tickets erjagen mit Adrenalinschub & Co.
Besonders gerne schaue ich auf der Berlinale Dokumentarfilme, zum Beispiel aus den Sektionen Kulinarisches Kino und Natives. Und der absolute Hit sind die Kinderfilme im Haus der Kulturen der Welt!! Die Stimmung ist einfach toll! Für die jüngeren Kinder wird die Übersetzung live eingesprochen. Alleine das ist ein Erlebnis!
Mein Vorhaben, dann auch noch einen eigenen Berlinale-Blog zu schreiben, habe ich dann leider kaum geschafft. Aber zumindest für ein paar Filme gibt es einen Text auf berlinaaale.wordpress.com.
Apropos Kinderfilme/Kinderbad: Ich selber habe keine Kinder, habe aber vorm und im Studium meine Au-Pair-Kinder, eine Kleinkindergruppe und auch Feriengruppen mit Kindern und Erwachsenen mit geistiger und körperlicher Behinderung betreut.
Zuvor war ich lange in der Jugendgruppe meiner (evangelischen) Gemeinde, habe den Jugendgruppenleiterausweis gemacht und war auch als “Teamerin” bei Kinderfreizeiten dabei.
Meine Mediennutzung ist – ähm, ein wenig “antiquiert”. Im Wesentlichen schaue ich ARD, ob auf dem Fernseher oder über die Mediathek. Manchmal switche ich auf ARTE oder ZDF. Aber auch das eher selten.
Abgesehen davon habe ich beim Fernsehen meist auch den Rechner auf den Knien und arbeite parallel irgendwas.
Radio höre ich am liebsten mit dem alten Küchenradio meiner Oma, ein Radiorekorder aus den 80ern. Gerne verstärkt durch das wasserfeste Badradio.
Selbstverständlich ändere dann auch nicht freiwillig den Sender. Bei mir dauereingestellt ist seit tausend Jahren Radio Fritz, der Jugendsender des rbb. Für Radio Eins, den Nachfolgesender “nur für Erwachsene” fühle ich mich noch nicht alt genug. 😉
Und statt Spotify & Co. kaufe ich immer noch Musik – ggf. auch digital – und habe einen Haufen CDs zuhause. Und eine Anlage aus den 90ern.
Ähnlich ist es mit dem Essen: Ich esse gerne phasenweise immer das gleiche, im Sommer zum Beispiel fast täglich Wassermelone mit Schafskäse.
Als Kind hatte ich glatte Haare, ab der Pubertät dann richtig krasse Korkenzieherlocken, durch die kaum noch mit dem Kamm gekommen bin. Inzwischen sind sie eher wellig – wenn sie denn mal lang genug sind.
Ja, ich hatte auch mal lange Haare. Kurze sind aber praktischer.
Ich fühle mich leicht geblendet, mag aber keine Sonnenbrillen. Daher trage ich fast immer eine Schirmmütze.
Den Fahrradhelm trage ich auch nur deshalb, weil er mir als Schirmmütze dient, aber besser auf dem Kopf hält.
Und im Winter schwöre ich auf Snowboardhelm zum Fahrradfahren!
Eigentlich bin ich eine echte Nachteule und sage immer: “Ich bin keine Langschläferin, ich bin eine Spätschläferin.” Momentan werde ich allerdings schon ab elf abends müde und schlafe richtig lange…
Ich würde mich als kreative Chaotin bezeichnen, Scannerin, Sammlerin, …
Entsprechend sieht es oft in meiner Wohnung aus. Daher sorgt der Spruch an meiner Badezimmertür bei Besuch regelmäßig für Lacher: “Normalerweise ist es IMMER aufgeräumt!”
🐿️ Kosename in der letzten Beziehung: alles mit Endung -hörnchen (Tanzhörnchen, Freudehörnchen,…)
Sommerzeit – Urlaubszeit. Vielleicht hast Du Deinen Urlaub noch vor Dir. Meiner ist gerade vorbei. Ich war zum wiederholten Male auf einem ConTango- und Bewegungs-Workshop in Tschechien mit Javier Cura, habe eine mini-kleine Radtour angeschlossen und anderthalb Tage die wunderschöne Stadt Brno/Brünn im Südosten Tschechiens erkundet. Glücklich und zufrieden, sehr erfüllt und gut erholt frage ich mich nun, was eigentlich dieses herrliche Urlaubsgefühl ausmacht und wie ich mir möglichst viel davon in den Alltag herüberretten kann. Denn schließlich ist das Ziel doch, ein Leben zu führen, von dem ich keinen Urlaub mehr brauche. 😉
Und so gehe ich in Gedanken noch einmal alles durch und schaue zur philosophischen Vertiefung bei immer noch 29°C spät nachts auf meiner Berliner Terrasse aus der Reihe “Streetphilosophy” von Ronja von Rönne die Folge “Reisen – mach mal Urlaub!”, die es inzwischen leider nicht mehr in der Mediathek, aber vielleicht auch bald auf YouTube gibt. “Woher kommt unsere Sehnsucht, ferne Länder zu bereisen?”, fragt sie darin. “Sind wir von Natur aus Nomaden, die eben immer weiter ziehen müssen? Und warum haben wir überhaupt das Bedürfnis, aus unserem Alltag auszubrechen und Urlaub zu machen? Ist das Paradies ein Ort, den wir finden können? Oder müssen wir es in uns selbst suchen?”
Reduktion und Einfachheit
Auch, wenn ich doch immer wieder den Fehler mache, zu viel Gepäck mitzunehmen: Der Urlaub ist eine willkommene Reduktion auf das Wesentliche. Weniger Dinge und weniger Aufgaben. Ich spüre, wie wohltuend es ist, mal nicht noch tausend ToDos im Kopf zu haben und nur wenige Entscheidungen treffen zu müssen. Und selbst die wenigen Fragen, die noch übrig bleiben – “Nehme ich am Programm teil oder gönne ich mir eine Pause?” –, sind fast schon zu viel.
Die Langsamkeit des Programms tut mir gut. Mehrere Stunden auf der Wiese sitzen und eine kleine Bewegungsfolge üben. Mit nackten Füßen durch feuchten Schlamm waten. Libellen beobachten. In Ruhe den Fluss entlang schwimmen. Spüren, dass die langsamsten Tänze die intensivsten sind.
Abstand und “das Außeralltägliche”
Ronja von Rönne behauptet in Streetphilosophy: “Das Reisen ist eine Chance, um mein Leben von außen zu betrachten – und zu erkennen, was man daran ändern sollte. Im Alltag fehlt mir oft der Abstand.”
Aber brauche ich dafür tatsächlich eine weite Reise?
Gerade jetzt nach dem Urlaub entdecke ich, wie wichtig auch immer mal “der kleine Abstand zwischendurch” ist. Im Büro habe ich Abstand von der Hausarbeit. In der Pause im Park und auf dem Wochenendausflug habe ich Abstand von beidem. Manchmal genügt sogar schon ein ganz kleiner Ortswechsel, einmal kurz aufstehen, ein anderer Raum, der Blick in die andere Richtung, um das Denken zu befreien und mich neu zu öffnen oder zu fokussieren. Und beim Schreiben und Journaling gehe ich innerlich auf Reisen und verarbeite ich meine Gefühle und Gedanken. Ganz analog, mit dem Stift in der Hand.
Lieblingsorte genießen und Neues entdecken
Was die Wahl meiner Urlaubsziele angeht, aber auch meiner Freizeitaktivitäten, habe ich zwei wichtige Motivatoren: die Freude des Wiederentdeckens und die Freude des Neuentdeckens. Und besonders schön ist es, wenn sich beides die Waage hält.
Meine Lieblingsorte möchte ich immer und immer wieder genießen. Damit verbunden ist ein wohliges Gefühl von Heimat in der Ferne, ein Ankommen im zweiten Zuhause, alte Freunde wiedertreffen und neue Leute kennenlernen. Es entsteht mit der Zeit eine große Verbundenheit. Und letztlich auch eine große Entspannung, weil ich vor Ort nicht alles neu erkunden muss und mich auf meine liebsten Aktivitäten konzentrieren kann.
Die Neugier ist andererseits eine starke Triebfeder des Menschen. Und manchmal habe ich das Bedürfnis, meine inneren Bildspeicher neu zu füllen, mit frischen Eindrücken zu füttern. Abwechselnd Bekanntes und Neues zu genießen, ist für mich daher ideal. Oder auch, an eine Reise zum Lieblingsort noch eine Tour zu neuen Ufern anzuschließen.
Die Philosophin Johanna Juni erklärt das in “Streetphilosophy” mit Alain de Botton, der gesagt habe, dass der Mensch zugleich Bauer und Nomade sei. So kommt es, dass wir gleichzeitig sesshaft sind und gerne auf Reisen. Wir haben zum einen das Bedürfnis nach Sicherheit und einem Ort, an dem wir zuhause sind. Auf der anderen Seite aber auch immer die Sehnsucht nach etwas Neuem, nach Aufbruch, nach Freiheit.
Eine Stadt wie Berlin ist natürlich perfekt geeignet, auch im Alltag immer wieder neue Ecken zu checken, andere Wege zu testen und sich kulturelle Anregungen zu verschaffen – und zugleich die Lieblingsorte regelmäßig zu genießen.
Umgang mit Zeit
Ein Workshop mit einem Argentinier sorgt für ein sehr entspanntes Verhältnis zur Zeit. Statt fester Uhrzeiten sprechen wir von “sixish” oder “tenishhh” und meinen damit irgendwas ab sechs oder zehn, eher eine halbe/dreiviertel Stunde später, halt dann, wenn es passt und alle bereit sind. Strikter wird es nur, wenn “the outer world” anklopft. Ansonsten gilt das Motto: “Go with the flow!” Ein Teilnehmer wirft ein: “Hier regiert Kairos statt Chronos,” also der Gott des günstigen Augenblicks. Das kann im Gruppenprozess auch mal anstrengend sein, sorgt aber insgesamt dafür, die Dinge in Ruhe zu Ende bringen zu können.
Feste Termine sind jeweils da wichtig, wo es um Verabredungen mit anderen geht. Das Flow-Erlebnis entsteht eher dort, wo Zeit keine Rolle spielt.
Wichtig ist auch das Thema “gefühlte Zeit” und die Frage, ob ich mir meine Zeit selbstbestimmt einteilen kann. Habe ich gefühlt genügend Zeitfreiräume für das, was mir wichtig ist und Freude macht? Ohne im Nacken schon den nächsten Termin zu spüren? – Und ja, auch in so einem Workshop mit vielen tollen Angeboten kann schnell der innere Druck entstehen, alles mitnehmen zu wollen und damit gefühlt auch wieder “zu wenig Zeit” zu haben für eigene Pausen und Entspannung. Ich lerne, dass mir das am Ende gar nichts ausmacht, wenn das Programm selbst mich mitnimmt in den Flow, wenn ich ganz aufgehe in dem, was ich tue. Egal, was es ist.
Wenn ich im Kopf schon wieder beim nächsten Programmpunkt bin, kann ich mich nicht wirklich einlassen auf das, was ist. In den Flow komme ich erst, wenn ich ganz eins bin mit meinem Tun. Andererseits braucht auch das schönste Erlebnis einen Anfang und ein Ende, damit Raum für etwas Neues entsteht.
Muße und Digital Detox
Der Urlaub als arbeitsfreie Zeit ist oft auch gleichbedeutend mit weniger Zeit am Rechner – auch eine Reduktion! Ja, durchaus, ich hatte das Smartphone dabei, sogar auch ein Tablet, aber verglichen mit einer üblichen Woche ist die Urlaubszeit fast schon eine Digital-Detox-Kur. Es tut mir gut, dass mal weniger Nachrichten auf mich einströmen und statt Social Media echte Begegnungen im “Real Life mit Anfassen” im Mittelpunkt stehen!
Eng damit verbunden ist das Thema “Muße”. Wann sonst gönnen wir es uns wirklich, einfach mal Löcher in die Luft zu starren? Dabei ist Muße wichtig für Kreativität und neue Ideen. Laura Ritthaler schreibt in “Emotional Detox”: “Der Mensch braucht Entspannung. Unser Gehirn und unsere Gefühle sehnen sich nach Aus- und Mußezeiten, in denen keine neuen Informationen hinzukommen und genügend Energie gesammelt werden kann, um Erlebtes zu verdauen.”
Gerade der Sommer bietet sich an, einfach raus zu gehen und das echte Erleben zu genießen! Oder in der Hängematte die Wolken zu beobachten.
Draußen in der Natur
Wenn ich meine Zeit größtenteils draußen verbringen darf, bin ich glücklich. In meinem Urlaub suche und genieße ich daher vor allem den Kontakt zur Natur. Im Zelt oder bei weit geöffnetem Fenster schlafen, per Rad statt im Auto, im grünen Gras liegen, viel schwimmen gehen, Sauerstoff tanken fast rund um die Uhr. Das Grün beruhigt die Augen und bringt erfrischende Kühle in die Sommerhitze.
Mehr Zeit in der Natur lässt sich selbst im städtischen Alltag realisieren. Mit dem Rad zur Arbeit, die Mittagspause im Park, der Ausflug am Wochenende – oder vielleicht kann ich meine Arbeit auch auf der Terrasse oder im Grünen erledigen? Ein paar Stunden frische Luft wirken oft Wunder!
Bewegung
Bewegung ist Leben, Erleben und setzt Emotionen frei. E-motion. In Beruf und Alltag aber sitzen wir meist zu viel. Im Urlaub mal wieder andere Bewegungen zu integrieren, schafft einen Ausgleich. Nach einer Woche Tanz und “Spiraldrehung im Park” fühle ich mich weicher, beweglicher. Die Paddeltour stecke ich gut weg. Aber die Hügel von Brno lassen mich auf dem Fahrrad spüren, wie untrainiert ich doch bin. 😉
Javier motiviert uns im Workshop, mit Bewegung zu spielen, immer wieder Neues zu probieren und in den Alltag so viele unterschiedliche Bewegungsmuster einzubauen wie möglich, um nicht noch extra trainieren zu müssen. Zum Beispiel, indem wir die Kaffeedose absichtlich so weit oben positionieren, dass wir uns täglich danach strecken müssen. Auch mal im Stehen oder in der Hocke arbeiten. Barfuß gehen. Die Treppe zur Abwechslung mal hoch und runter krabbeln oder hüpfen. Mit Kindern oder Freunden im Park im Vierfüßler Fangen spielen. Und natürlich Tanzen. 😉
Javiers tägliche Frage: “How do you feel – physically and emotionally?” wird mich noch lange begleiten, auch im Journaling.
“Ich fühle mich so glücklich um die Füße.” sagte er, wenn er zusah, wie der Lehmmatsch zwischen den Zehen hervorquoll. “Überhaupt bin ich glücklich am ganzen Körper.”
– Astrid Lindgren in: “Rasmus und der Landstreicher” –
Spüren und Genießen
“Dancing without sensing is non-sense,” erinnert uns Javier immer wieder in meinem Urlaub: “Tanzen ohne das Spüren, ohne die Sinne ist Un-Sinn!”
Im Urlaub gönnen wir uns tatsächlich mehr Zeit zum Spüren und Genießen. Einfach, weil wir die Zeit haben. Oder weil etwas Neues unsere Sinne anregt, neue Geräusche, Gewürze und Gerüche. So nehme ich zum Beispiel nach zwei Wochen im Zelt die herrliche Matratze in meiner Unterkunft in Brno und das tolle Gefühl der glatten Bettwäsche auf meiner Haut als ganz besonders angenehm wahr und das schöne Morgenlicht in meinem Schlafzimmer.
Das Spüren wird im Urlaub zur Hauptbeschäftigung und nicht überlagert von emsigem Tun. Dieses Gefühl möchte ich mitnehmen und immer wieder hineinspüren in Alltägliches.
Zeit für mich / Zeit mit Freunden
Der Urlaub ist die Zeit des Jahres, in der es ganz um die eigenen Bedürfnisse geht. Die “Zeit für mich” kommt im Alltag ja oft zu kurz. Aber auch Zeit mit anderen kann bewusst im Mittelpunkt stehen, gerade bei einem Workshop oder einer Gruppenreise und natürlich auch als Paar, mit Freunden oder der Familie. Für mich besonders angenehm ist die Haltung “alles kann, nichts muss”, die ich an Javiers Workshop sehr schätze. Alles sind Angebote ohne Verpflichtung, ich kann jederzeit frei entscheiden, ob es gerade passend für mich ist oder nicht, ob ich Zeit mit den anderen verbringen möchte oder alleine. Und es ist schön, ein paar bekannte Gesichter vom vergangenen Jahr dort wiederzutreffen.
Ganz ähnlich kenne ich es auch von anderen Tanzveranstaltungen: In meinen Alltag baue ich mir bewusst viele Aktivitäten ein, bei denen ich sicher Freunde treffe, ohne mich extra fest dafür verabreden zu müssen.
Mikrourlaube
Ganz passend zu meinen Gedanken beschreiben auch Anette Frankenberger und Antonia Fuchs ihr Konzept der Mikrourlaube im Podcast “15 Minuten fürs Glück”. Sie betonen, es ginge auch darum, Urlaubsmomente im Alltag zu erkennen und zu benennen, um sie auch als entsprechende Auszeit zu nutzen und wertzuschätzen. “Wenn wir etwas als Urlaub deklarieren, ist das wie ein Spiel und wird dazu.”
Tatsächlich mache ich das schon sehr lange. Ich arbeite in einer sehr touristischten Gegend und nehme dieses Urlaubsfeeling sofort an, sobald ich das Büro verlasse. Und meine oft zitierte Mittagspause im Kinder-Freibad habe ich schon häufig scherzhaft als “eine Stunde Urlaub” bezeichnet.
Die Kunst ist also vor allem, die Urlaubsstimmung und die kleinen Dinge, die wir im Urlaub anders machen, in den Alltag zu übertragen. Einfach mal Tourist in der eigenen Stadt sein und die Umgebung und die Nachbarn mit offenen Augen neu entdecken. Kleine, selbstbestimmte Zeitinseln schaffen und genießen. Und sich in der Natur erholen.
Mein erstes 12 von 12 vom ConTango-Workshop im tschechischen Bechyne sieht für mich ein bisschen seltsam aus: Der Workshop lebt natürlich von dem Gruppenerlebnis. Wir sind über 30 Teilnehmer:innen aus Deutschland, Tschechien, Österreich, Italien und Georgien plus Kinder – aber um es nicht zu kompliziert zu machen, möchte ich lieber keine Fotos mit Personen zeigen.
Ich bin inzwischen bereits zum vierten Mal hier in diesem schönen alten Kloster am Fluss, südlich von Prag. ConTango ist die Kombination von Contact Improvisation und argentinischem Tango. Es geht also eigentlich um Tanz. Javier Cura, selbst Argentinier und seit Jahren in Berlin, der den Workshop ganz zauberhaft in einer Mischung aus Englisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch leitet, kombiniert das außerdem noch mit Bewegungen aus dem Kampfsport und allgemeinen Inspirationen zum Thema Beweglichkeit, die man auch im Alltag nutzen kann. “It’s all about movement.” Darüber will ich nochmal länger schreiben. Daher das nur als kurze Information.
Mein Zelt steht morgens wunderbar im Schatten.Nach einem kleinen Ausflug zum Coop gibt es ein rasches Frühstück auf der Wiese.Sieht lazy aus – aber ich übe aufstehen mit Spiraldrehung. 😉 Auf dieser großartigen Wiese machen wir bei gutem Wetter unsere Gruppenübungen. Anschließend haben wir unter dem Zeltdach getanzt.Stefan hat morgens bereits leckeres Thai-Curry für die ganze Gruppe gekocht. Super!!Nach dem Essen bietet Otakar eine Teezeremonie an.Danach mache ich mich auf den Weg zum Fluss, …… die große Treppe hinunter.Von der Brücke aus hat man einen großartigen Blick auf unser Kloster.Am liebsten schwimme ich ausgiebig den Fluss entlang am Kloster vorbei. Aber heute ist es noch zu kalt und Wasser seeeehr frisch! Daher heute nur ein kurzes Bad auf der anderen Seite der Brücke.Danach gibt es einen kleinen Thai-Massage-Kurs im Klostergarten.Nach der nächsten Workshop-Runde von Javier zum Thema Führen und Folgen spielt uns Nicola abends auf der Jam-Session sogar eine Live-Pianoimprovisation! Danach legt Volker für uns auf.… und parallel dazu gibt es draußen fast jeden Abend Lagerfeuer.
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