#12von12 im Februar

#12von12 im Februar

Nun habe ich heute gerade meinen langen Drei-Wochen-Rückblick fertig gestellt, aber ich mache trotzdem mit beim #12von12, um zwischendurch einen ganz normalen Tag festzuhalten. In dem Fall ein Montag, an dem ich bürofrei habe und zuhause Haushalt und eigene Projekte mische.

Am jeweils 12. des Monats teilen viele Bloger:innen im #12von12 ihren Tag in 12 Bildern. Hier sind meine Bilder des Tages als schnelle Handy-Schnappschüsse, die meinen Ansprüchen an Bildqualität ja eigentlich nicht entsprechen. 😅

Berlinaaaale!!!

Heute ist Verkaufsstart der Berlinale! Ich bin gut vorbereitet und sitze um Punkt 10 am Rechner. Bereits einige Minuten vor zehn die Fehlermeldung: “Server überlastet!” Oh, nooo!!

Es ist immer wieder spannend, wie der Körper bei der Ticketjagd mit Adrenalin reagiert. Am Ende klappt dann alles. Die meisten Tickets, auf die ich geschielt hatte, waren sogar noch Stunden später verfügbar. Nur “In Liebe, Eure Hilde” war schnell weg. Den muss man eigentlich nicht auf der Berlinale schauen, der kommt ja im Herbst ins Kino. Aber ich wollte ihn JETZT sehen und im wunderschönen Zoopalast. Für diesen Film habe ich mich auch gleich telefonisch mit einer Freundin verabredet. Für die anderen Filme suche ich noch Begleitung.

Beim Berlinale-Palast war ich übrigens übermotiviert und habe einen strategischen Fehler gemacht: Ich wollte nicht wieder auf dem 5. Rang sitzen und habe mir die Tickets daher gleich als Erstes gesichert. Konsequenz: Reihe 3, Platz 5 und 6. Ohoh. :-/ Ich bin gespannt. Und habe wieder was gelernt fürs nächste Jahr.

Zuhause

Danach war erstmal Aufräumen und Putzen angesagt. Ich bin sehr zufrieden, dass das endlich erledigt ist!

Dann hatte ich einen Handwerkertermin. Ging ganz schnell: Nach fünf Minuten war die Gasflamme repariert und lief wieder ordentlich!

Der Himmel war grau. Zwischendurch kam auch mal sehr kurz die Sonne raus.

Das graue Licht ist eigentlich perfekt am Schreibtisch. Ich habe meinen überlangen Drei-Wochen-Rückblick endlich fertiggestellt.

Der Versuch, mich dabei am Rechner abzulichten, ist aber grandios gescheitert. 😉 Danach noch schnell eine Berlinale-Rundmail an meine Freunde, um nette Begleitung für die ergatterten Tickets zu finden. Und dann musste ich auch schon los.

Unterwegs

Am Montag Abend habe ich derzeit einen festen Termin im Walzerlinksgestrickt.

Ich darf beim Swingkurs assistieren. Das sind Open Classes, man kann also jeden Termin einzeln buchen und sieht vorab das Kursthema. Diesmal hatten wir sogar beim Fortgeschrittenenkurs volles Haus. Toll!! Das zeige ich im Bild nur nicht wegen der Personenrechte. Das Kursthema war Tandem Charleston. Die Figur gibt es nächste Woche auch nochmal in einer anderen Variation.

Danach ging es dann mit der U-Bahn zurück nach Hause. Beim Warten habe ich mir die Deckenleuchten mal genauer angeschaut. Der Bahnhof ist sonst aber grad eher unangenehm mit einer lange andauernden Baustelle. Die zeige ich hier nicht.

Zuhause habe ich noch meine Berlinale-Bestellung für morgen vorbereitet, dann ging es ab ins Bett.

Das war mein #12von12 im Februar.
Und wie war Dein Tag so?

Herzliche Grüße aus Berlin

Alltagswochen

Alltagswochen

Über die Schaffensfreude

Wenn Du meinen Blog öfter liest, denkst Du vielleicht, bei den schönen Momenten der Woche ginge es vor allem um Freizeitvergnügen. Aber hey, die meiste Zeit verbringen wir ja doch mit Arbeit und damit kommt das Thema Schaffensfreude ins Spiel. Was braucht es eigentlich, um Spaß an der Arbeit zu haben? Vor Kurzem habe ich dazu ja bereits einen ZEIT-Artikel zitiert. Demnach sollten wir mehr die Freude am Tun in den Mittelpunkt stellen, statt immer auf die To-Do-Liste und das Ergebnis zu schielen. Das kennt man ja von fernöstlichen Philosophien, Mönchstraditionen oder auch Beppo, dem Straßenfeger. Im besten Falle kann sich dann ein Flow-Erlebnis einstellen, wo wir ganz im Tun aufgehen und Zeit und Raum vergessen.

Was also ist es bei mir? Welche Aufgaben haben mir in den letzten Wochen Freude gemacht und warum? Was brauche ich, um Spaß am Tun zu haben? Das ist ja ganz individuell. Da ich sehr vielfältig unterwegs bin, sind es für mich verschiedene Aspekte. Ich mag zum Beispiel sehr gerne Aufgaben, in denen Gestaltung und technische Herausforderung zusammenkommen wie bei Webseiten oder auch beim Einrichten der Archivsoftware. Wo also neben der Kreativität auch mein mathematisches Denken gefragt ist. So war ich dieser Tage sehr stolz auf eine neue Unterseite der Bürowebsite, für die ich ziemlich überlegen musste, wie ich meine Gestaltungsidee technisch umsetzen kann. Großen Spaß hatte ich auch beim Brainstorming mit meiner Lieblingskundin, von der ich im Januar berichtet hatte. Wirf mir ein Problem hin und mein Kreativhirn fängt an zu feuern!

Ich gehe total auf beim Fotografieren. Bei schönem Licht springen mich die Motive regelrecht an und wollen abgelichtet werden. Ich liebe Fotos. Und ich liebe es, Seiten zu gestalten mit Text und Bild. Also nicht nur die reine Bildauswahl oder der reine Text, sondern eben das Zusammenspiel beider und am Ende das schöne Ergebnis. – Neben meiner kreativ-chaotischen Seite habe ich auch eine seeehr perfektionistisch-pedantische Seite, die mich geduldig Kalender aktualisieren lässt oder das Bildarchiv aufräumen. Oder Bilder bis ins Detail bearbeiten und Texte korrigieren. Ich bin stolz wie Bolle, wenn ich etwas von mir Gestaltetes gedruckt sehe! Wie jetzt meine fertigen neuen Kalenderhefte und Postkarten.

Und während das eher Aufgaben sind, in die ich mich allein vertiefe und mit möglichst viel Zeit ungestört vor mich hin puzzeln möchte, habe ich auch großen Spaß an “Socializing-Aufgaben”. So arbeite ich gerne am Empfang oder bei Veranstaltungen und habe großen Spaß, wenn ich im Walzerlinksgestrickt am Tresen stehe, dort zenmäßig Gläser spüle, mit den Gästen plaudere und die schöne Musik und Atmosphäre genieße. Oder bei handwerklichen Aufgaben, beim Anpacken wie beim Veranstaltungsaufbau. Wo wieder auch der gestalterische Aspekt, das “Schönmachen” mit reinspielt. Und natürlich auch, wenn ich im Tanzkurs aushelfen darf.

Und wie ist es bei Dir? Welche Art von Aufgaben magst Du besonders?

Mein Warum

Kommen wir neben dem Was zum Warum. Ulrike fragte mich im Walzerlinksgestrickt neulich: “Du tanzt ja auf vielen Hochzeiten! Lohnt sich das überhaupt?” – ” Nein!” – “Warum machst Du das eigentlich mit dem Journal? Was bezweckst Du damit und was für eine Veränderung beobachtest Du bei Dir?” Ich gerate ein wenig ins Stocken. Die Antwort ist vielschichtig.

Es gibt die persönliche Ebene des künstlerischen Ausdrucks. Was ich eben schon beschrieben habe: Ich liebe es, schöne Seiten zu gestalten, ob im Web oder gedruckt auf Papier. Text und Bild zu kombinieren. Meine Fotos zu zeigen. Und meine Gedanken zu sortieren. Das alles wollte ich schon lange. Und nun mache ich es einfach, auch wenn es sich erstmal noch nicht rentiert im finanziellen Sinne.

Es gibt eine gesellschaftliche Ebene: Gerade in schwierigen Zeiten finde ich es wichtig, den Blick für das Schöne zu behalten. Um nicht wahnsinnig zu werden angesichts der Nachrichten. Weil wir nur dann die Kraft haben, uns für andere einzusetzen, wenn wir uns gut um uns selbst kümmern. Aber auch, um uns bewusst zu machen, wie schön unsere Natur, unsere Welt eigentlich ist. Damit wir uns für den Erhalt dieser zauberhaften Welt stark machen. Und weil ich mich oft frage: Wäre unser aller Leben nicht besser, wenn es mehr um das Glück und weniger um den Profit ginge? Wenn wir an die Stelle des Bruttonationaleinkommens das Bruttonationalglück setzten? Glückliche Menschen führen keine Kriege … – Oder liege ich da falsch?

Und es gibt die Ebene der Selbstreflexion. Für mich selbst und für die, die mein Journal nutzen. Ich möchte inspirieren, mehr von dem zu tun, was uns glücklich macht: “Lebe Deine Freude!” – Und ich glaube, dass wir das durch Rückschau und Vorschau verstärken können. Weil wir die schönen Erlebnisse damit noch tiefer bewusst machen und im Gedächtnis verankern können. Und darauf achten, uns mehr davon einzuplanen und unsere Ziele nach und nach zu realisieren. Ich glaube, was wir schriftlich festhalten, hat eine größere Chance, verwirklicht zu werden.

Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.

Soren Aabye Kierkegaard

Medientipps diesmal politisch

Wo wir gerade bei den gesellschaftlichen Themen sind: Die Voraussetzung ist natürlich, dass unsere Grundbedürfnisse befriedigt sind. Wer Krieg, Verfolgung, Hunger oder Naturkatastrophen erlebt, hat erstmal andere Sorgen. (Wobei auch da die Verbindung mit der inneren Vorstellungskraft und der eigenen Freude überlebenswichtig sein kann, wie Dr. Edith Eger in ihrem sehr lesenswerten Buch “Ich bin hier und alles ist jetzt” eindrücklich beschreibt.) Umso wichtiger ist es, für Frieden und Freiheit einzustehen. Die Demonstrationen gegen Rechts werfen die Frage auf, was die Politik und was jede:r Einzelne tun kann für die Stärkung der Demokratie.

Nachdem Die Anstalt bereits im November eindrücklich dargestellt hat, wie die AfD das Bundesverfassungsgericht aushebeln kann, bin ich froh, dass inzwischen konkret diskutiert wird, das Verfassungsgericht von innen zu stärken. Die Petition “Prüft ein AfD-Verbot” wurde inzwischen überreicht. Das Für und Wider haben Sascha und Jule Lobo bereits im August im Podcast Feel the News ausführlich diskutiert. (In der Folge vom Januar geht es dann um “Remigration”.) Daneben gab es auch andere Petitionen, die ähnliche Vor- und Nachteile haben: Grundrechtseinschränkung für Björn Höcke, Streichung der Gelder für die AfD, … Und gerichtlich wurde bestätigt, dass die AfD-Jugendorganisation rechtsextremistisch eingestuft werden darf.

Überraschenderweise hat mich ausgerechnet Friedrich Merz zum Nachdenken gebracht mit seiner Aussage, wer die Demokratie stärken wolle, solle einer Partei beitreten. Das wird im Lokalmagazin Weddingweiser nochmal schön dargelegt. Ein Interview mit Claudine Nierth im Podcast Hotel Matze betont die Chancen der Bürgerbeteiligung. Sehr spannend! Sie verweist am Schluss auch auf die innere Arbeit, was mich natürlich freut. Und um die Hintergründe der Correctiv-Recherche genauer zu verstehen, fand ich das Podcast-Interview von Holger Klein mit Anette Dowideit, stellvertretende Chefredakteurin von Correctiv, sehr erhellend.

Dazu passt auch der Film “Kästner und der kleine Dienstag”, den es jetzt leider nicht mehr in der ARD-Mediathek gibt. Kästner hat Deutschland im Dritten Reich nicht verlassen und hat die Verbrennung seiner Bücher persönlich miterlebt. Ich fand recht eindrücklich dargestellt, wie der “Moralist” Kästner immer wieder in den Zwiespalt geriet zwischen seinen Überzeugungen und der Übermacht der Nazis, der er hilflos gegenüber stand. Eine Schlüsselszene: “Ich hätte ihm helfen müssen!” – Kästner: “Ja, so hilfst du niemandem! Die schlagen dich zusammen!!” – “‘An allem Unfug, der passiert, sind nicht nur die Schuld, die ihn tun, sondern auch diejenigen, die ihn nicht verhindern.’ Wer hat das nochmal geschrieben? Fliegendes Klassenzimmer, Kapitel 7. – Das ist doch genau das, was Sie in Ihren Büchern immer an Erwachsenen gehasst haben!” – “Ja, Hans, es gibt klugen Widerstand und es gibt dummen. Und sich selber in Gefahr zu bringen, um irgendjemandem zu helfen, das ist nicht heldenhaft. Das ist einfach nur dämlich.” Dazu auch noch ein Buchtipp, den ich gestern aufgeschnappt habe. Ich habe das selbst noch nicht gelesen, aber der Titel ist schon sehr aussagekräftig: “Je länger wir schweigen, desto mehr Mut werden wir brauchen Wie gefährlich die AfD wirklich ist” von Hendrik Cremer.

Immer wieder vermelden die Nachrichten weitere Demonstrationen, auch aus kleineren Städten. Besonders berührend waren am 11.2. die Bilder aus München vom Lichtermeer für Demokratie. Bleibt zu hoffen, dass sich das auch an der Wahlurne niederschlägt! Bei der Wiederholungswahl in Berlin sah es ja erstmal nicht danach aus.

Apropos Wahlurne: Auch die Nachrichten zu Donald Trump verfolge ich bangend. Wird es doch noch gelingen, Trumps Wiederwahl zu stoppen? Hoffungsvoll lese ich, dass Milliardär Koch Trumps Gegenkandidatin Nikki Haley unterstützt. Hat sie noch eine Chance? An Bidens Gesundheitszustand wird gezweifelt, aber auch Trump scheint nicht besser dazustehen. Und dann noch die diversen Gerichtsverfahren und Versuche, ihn von den Vorwahlen auszuschließen. Die ARD-Sendung titel, thesen, temperamente stellt das am 13.2. erscheinende Buch “Die Brandstifter Wie Extremisten die Republikanische Partei übernahmen” vor. Die Autorin Annika Brockschmidt legt im Interview dar: “‘Das ist der Feind, die sind Anti-Familie, Anti-Kind. Und wir sind die Partei der Ehrenhaften, der echten Amerikaner.’ Das macht natürlich was mit einer politischen Kultur. Das zerstört bei der Basis jegliche Erwartung eines Kompromisses und macht den Kompromiss unmöglich.” – Wie weit sind wir noch davon entfernt? Weiter wird gesagt: “Ein rechter Thinktank hat das Project 2025 entworfen, eine Handlungsanleitung für autoritäre Herrschaft. Das Project 2025 sieht einen massiven Ausbau der Exekutivgewalt vor. Das heißt, der Präsident wäre weder von Gerichten, noch vom Kongress zu stoppen.”

 

In der Culture-Clash-Komödie “Kiss me kosher” geht es um das deutsch-israelische Verhältnis heute. Der Film ist noch bis 26.4. in der ARD-Mediathek verfügbar: “Um was geht es? Um die Liebe zwischen zwei Frauen, zwischen zwei Kulturen, zwischen einer Jüdin und einer Deutschen. … Shiras Oma ist alles andere als begeistert, dass ihre geliebte Enkelin eine Deutsche heiraten will. Sie hat den Holocaust als einzige in ihrer Familie überlebt. Schwere Kost für eine Komödie, daneben auch noch der Nahostkonflikt – es ist ein kleines Wunder, dass der Spielfilm dennoch so leicht daherkommt”, schreibt SWR-Kultur. Dem kann ich mich nur anschließen.

Außerdem ging jetzt durch die Nachrichten, dass wir 12 Monate in Folge mehr als 1,5° über dem Durchschnitt lagen. “Forscher warnen vor »verheerendem Kipppunkt« bei Strömungen im Atlantik”, vermeldet der SPIEGEL. Da wird einem schlecht, wenn man das liest! ARTE stellt in der Reihe “42 – Die Antwort auf alles” die verschiedenen Klimawandelereignisse im Laufe der Erdgeschichte dar und die jeweiligen Auswirkungen auf das Leben (Spoiler: Massenaussterben, aber auch Entstehung neuer Lebensformen). Ich mag ja lösungsorientierte Ansätze. Die Dokumentation Blue Carbon legt zu diesem Thema den Fokus auf die CO2-Speichermöglichkeiten am und im Wasser. Noch bis 10.4. in der Mediathek.

Ansonsten gefreut habe ich mich über gleich zwei Dokumentationen über den Schlittschuhwart am österreichischen Weißensee, wo ich als Kind mal in den Sommerferien war. Und über den Wortwitz eines Buchs zum Thema Putzen.

Kleine Freuden

Zwischen den grauen Tagen gab es hier und da auch sehr schöne Sonne und einen tollen Sonnenaufgang. Ich konnte schon ein paar Stunden auf meiner Terrasse sitzen. Und habe in den letzten Tagen erste Schneeglöckchen und Krokusse entdeckt. Es fühlt sich draußen bisweilen schon richtig frühlingshaft an. Dabei habe ich mit dem Winter noch nicht so recht abgeschlossen und würde mich über ein paar Schneetage durchaus noch freuen.

Was noch?

  • Tanzen mit Justin im Mambita
  • vor und nach einer Mini-OP gut umsorgt von lieben Freunden
  • Erinnerungen an früher beim Anblick des alten Gummierstifts im Laden
  • in Jugendfotos der Großmutter gestöbert
  • bunte Flecken am Himmel beobachtet
  • die Pariser Bürger:innen stimmen für erhöhte Parkgebühre für SUVs
  • Alleinstehende sollen Verantwortungsgemeinschaften bilden können
  • schicke neue einheitliche Bügel für mehr Platz im Schrank und ein paar Neuerungen für Saunerkeit und Ordnung im Bad
  • nett pakistanisch Essen mit dem Lieblingsnachbarn

 

Das war jetzt sehr viel. Und was beschäftigt Dich momentan?
In den nächsten Wochen berichte ich dann von der Berlinale. Da wird es wieder weniger politisch. 😉

Herzliche Grüße

Schneeee!!

Schneeee!!

Langlauf im Park ❄️

In der Nacht zu Dienstag hat es rund 2-2,5 Zentimeter geschneit. Wie schööön!! – Ich werde dann ja immer ganz hibbelig und will raus! “Reicht es schon für die Langlaufski oder mache ich besser einen Schneespaziergang?”, überlege ich. In den letzten Wintern habe ich gelernt, dass rund 3cm Schnee auf der Wiese im Park mit Gras und Laub darunter für die Langlaufski schon ausreichend sind. Hmhmhm, etwas knapp. Daher habe ich am Dienstag früh vor der Arbeit erstmal nur den nahen Schillerpark angesteuert. Grenzwertig, aber ging. ❄️ Und das schöne Gefühl: “YESSS, I did it!”

 

 

Nachmittags kamen dann noch ein paar Millimeterchen dazu, so dass ich mich am Mittwoch und Donnerstag morgens in den etwas weiter entfernten Rehbergepark aufgemacht habe. Der ist wirklich toll zum Skilaufen!!

 

Spannend fand ich auch, dass ich den grauen Donnerstag, an dem ich erst etwas unmotiviert war, so früh loszufahren, dann ganz besonders genossen habe! So eine Ruhe im Park, Vogelzwitschern, gedämpftes Licht, … Einfach nur wow!

Mittagspausen in Mitte

In den Mittagspausen konnte ich herrliche Schneespaziergänge in Mitte machen. Wie schön das aussieht! Wie zauberhaft die Sonne vom Schnee reflektiert wird. Alles ist gleich so viel heller. Licht, Licht Licht! Und der Schnee knirscht so schön beim Gehen!! Davon kann ich gar nicht genug kriegen. Daher bin ich abends im Dunkeln auch immer noch extra kurz im Park durch den Schnee gelaufen und habe das Knirschen genossen. Hach! Toll!!

Schnee und See

Am Freitag war ich dann zeitlich flexibel und es war richtiges Kaiserwetter! ❄️☀️ Das habe ich für eine lange Skitour durch den Rehbergepark genutzt und war erstaunt, dass man in diesem Jahr auch gut über die plattgetretenen Wege gleiten konnte.

Der Plötzensee war schon weitestgehend zugefroren.

Selbst bei den Kleingärten ging es gut mit den Skiern, so dass ich einen Blick auf den Kanal gewagt habe.

Spannend, dass der schon halb zugefroren ist und nur noch eine Fahrrinne in der Mitte bleibt! Das hat mich inspiriert, die Skier wieder ans Rad zu schnallen, zuhause schnell meine Sachen zu packen und den geplanten Besuch in Tegel mit einer Radtour am Kanal entlang Richtung Tegeler See zu verbinden.

Puh, ich hatte nicht damit gerechnet, wie schwer es sich durch den Schnee radelt, der sich schön auf die Räder und Bremsen gesetzt hat.

Das hat länger gedauert als gedacht, und ich kam erst zum Sonnenuntergang am See an. Die große Überraschung: Der Tegeler See war nur in Saatwinkel in der kleinen Bucht zwischen den Inseln zugefroren. Der Rest war komplett offen!

An einer Stelle haben sich kleine Eisschollen gesammelt und leise klirrende Geräusche gemacht. Und auf dem See viel Wind und Wellen. Wahrscheinlich war er deshalb eisfrei.

Zum Abschluss der Tour habe ich zufällig noch Silvia und Martin, Freunde aus Grundschulzeiten, auf der Straße getroffen. Wir haben gequatscht, bis uns kalt war. Das war schön! Danach erstmal eine heiße Dusche.

NochMall

Am Wochenende habe ich mich mit meiner Schwester getroffen. Wir waren fleißig, haben uns einen Überblick verschafft über die anstehenden Familienaufgaben und einen ersten Schwung Aussortiertes zur NochMall gebracht. Die NochMall ist das Gebrauchtwaren-Kaufhaus der Berliner Stadtreinigung BSR. Man kann dort alles mögliche abgeben aus der Kategorie “das ist doch noch gut, das kann ich doch nicht wegschmeißen”. Und damit zuhause wieder Platz schaffen. Die Sachen werden dort schön präsentiert, sehen aus wie frisch gereinigt und finden für kleines Geld ein neues Zuhause. Ein paar ausgewählte Neuwaren und ein Café gibt es auch, außerdem jede Menge Workshops: nähen, stopfen, Upcycling, … Toll!

Demos gegen Rechts

Die gute Nachricht der Woche: Überall in Deutschland gab es spontane Demonstrationen gegen Rechts. Die Demos in Hamburg und München mussten wegen Überfüllung abgebrochen werden. Und laut Medienberichten gab es in den kleineren Städten sogar mehr Teilnehmer pro Kopf als in den Großstädten. Das macht doch Mut! Ich konnte leider nicht, war aber im Herzen dabei.

Medientipps

Mathias Frick, ein lieber Freund von mir aus dem Architekturstudium, hat einen tollen Film über Lionel Feininger gemacht, der noch bis 12.4. auf arte zu sehen ist. Hach, das erinnert mich daran, dass ich schon ewig mal ins Feiniger-Museum in Quedlinburg wollte! Das kommt auf die Liste für dieses Jahr. – Mathias empfiehlt übrigens sehr die einzigartige Feininger-Retrospektive in der Schirn in Frankfurt. Die läuft nur noch bis zum 18.2., das werde ich nicht mehr schaffen. Aber ich gebe das mal als Anregung hier rein.

Von ihm gibt es noch einen zweiten Film auf arte, diesmal über Mondrian. Den schau ich mir dann nächste Woche an.

Und in der Mediathek habe ich diese Woche den Film “Sufragetten” geschaut.

Kleine Freuden

  • leckere Kürbissuppe von meiner Mutter
  • Mit meiner Schwester in alten Familienfotos geschwelgt: mein Vater als Kind und Jugendlicher, die Urgroßmutter, die ich noch gar nicht kannte, die Großeltern und Großtante Liesel in ihrer Jugend beim Feiern. Schade, dass meist keine Daten und Namen draufstehen. Wer sind wohl die Freunde? Wie ist es ihnen ergangen? Berührt hat mich auch ein Foto von Tante Christa lachend beim Schneeballwerfen. Wer ist wohl der Mann in der Wehrmachtsuniform?

 

Das war jetzt viel Schnee! Hast Du das auch so genossen?

Daher ist diesmal meine Journaling-Anregung der Woche:
“Was liebe ich am Winter? Wie möchte ich das noch genießen?”

Ganz herzliche Grüße und eine schöne Woche!

Zauber der Natur

Zauber der Natur

Eiszauber

Der graue Donnerstag hat mich bereits morgens beim Blick aus dem Fenster erahnen lassen, welch verzauberte Eislandschaft mich draußen erwartet. Nach einer kleinen Orga-Aufgabe habe ich mich vormittags aufs Rad geschwungen, um nach Tegel zu fahren. Eigentlich wollte ich lieber die Bahn nehmen. Da ich noch etwas bei Aldi besorgen sollte, fiel die Wahl dann doch aufs Rad. Was für ein Glück!! Was hätte ich sonst verpasst! Schon im nahen Schillerpark hat mich die weiß glitzernde Eislandschaft verzaubert. Am Flughafensee dann umso mehr. Und da ich alleine unterwegs war, hatte ich auch etwas Zeit zum Fotografieren und Genießen. – Für mich mal wieder die perfekte Kombi: “Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.” Und nebenbei habe ich auch noch entdeckt, dass der Aldi gar nicht so schlecht ist. Abends musste ich das Rad dann allerdings stehen lassen, weil es zu glatt wurde.

Neuordnung

In dieser Woche hatte ich in meinem Bürojob noch Urlaub und habe die Zeit vor allem genutzt, um zuhause einige Ecken neu zu organisieren, die immer wieder rümpelig sind. Geholfen hat mir dabei das herrlich kalte Sonnenwetter als Motivationsschub. Tatsächlich kann ich bei Sonnenschein besser aufräumen. Bin ich nun fertig und alles blitzt und glänzt? Leider bei Weitem nicht. Mindestens die Hälfte der Aufgaben von meiner Liste sind noch nicht geschafft, die Kiste mit aussortierten Sachen steht blöd im Weg und will weiter befüllt werden und es ist immer noch viel zu viel Zeug. Aber das war ein guter Auftakt für mein Jahresmotto: “aufräumen und neu ausrichten” und ich hoffe sehr, dass ich nun motiviert damit weitermache. Diverse Ikea-Taschen voller Papier sind in den Müll gewandert, das Partygeschirr in den Keller, einige Küchenschränke sind neu sortiert. Die Kammer habe ich schon zwischen den Jahren in Angriff genommen. Insofern darf ich stolz sein! Auch wenn es sich grad noch nicht so anfühlt …

Besonders überrascht hat mich, wie viele Erinnerungen in der alten Kassettensammlung stecken! Keine Ahnung, ob die überhaupt noch funktionieren. Aber allein schon die Hüllen: “Das ist doch die Schrift von …! 😍” – “Die Kassette hat mir xy aufgenommen. 💝” – “Die hatte ich in Brüssel dabei und habe sie rauf und runter gehört!” Wahnsinn!! – Die Kassetten mussten raus, um die Schubkästen besser zu nutzen. Nun stehen sie herum und warten, dass ich weiter aussortiere. Fotos machen von den Hüllen und nur die behalten, die mich noch emotional berühren und voll schöner Erinnerungen stecken, ist der Plan.

Außerdem freue ich mich über die schöne Truhe, die jetzt aus der Küche ins Schlafzimmer gewandert ist. Die kann ich ratzfatz im Sommer vors Dachfenster schieben und habe damit einen gemütlichen Sitzplatz gezaubert. Bisher habe ich es mir dort meist auf dem Boden gemütlich gemacht. Das geht jetzt auch anders.

Am Samstag war ich extra zu Ikea gefahren, um für die Ecke ein kleines Kallax-Regal zu besorgen. Mit Bus und Bahn und einem halb kaputten Transportrolli. (Das habe ich leider erst zu spät bemerkt und dann bei Ikea rasch noch mit etwas Schnur gefixt.) Aber zuhause hat mir das dann gar nicht gefallen. Viel zu ungemütlich. Insofern freue ich mich jetzt doppelt über die Idee, die Truhe ins Schlafzimmer zu holen und den Kallax vorerst in der Küche zu nutzen.

Kultur: Munchs Lebenslandschaft

Am Sonntag war ich dann mit einem lieben Freund aus Nürnberg im Museum Barberini in Potsdam verabredet, um den zweiten Teil der Munch-Ausstellungen zu sehen. Ich war begeistert! Die Präsentation im Barberini ist wirklich toll!! Auf den farbigen Wänden kommen die Bilder besonders gut zur Geltung und sie haben sehr geschickt ähnliche Motive nebeneinandergestellt. Munch hat oft verschiedene Varianten des gleichen Motivs geschaffen, teils als Druck und als Gemälde. Es ist spannend zu sehen, wie der spiegelbildliche (Schwarz-Weiß-)Druck die Wirkung verändert. Oder auch, dass der berühmte Schrei im Druck NICHT spiegelverkehrt ist (da war ihm die Richtung anscheinend besonders wichtig) und in der Druckgrafik “Das Geschrei” heißt. Dazu schrieb er auf deutsch: “Ich fühlte das grosse Geschrei durch die Natur”. Jetzt erst verstehe ich, dass es ein besonders flammender Sonnenuntergang am Fjord war, den er dort im Bild als “Geschrei der Natur” interpretiert hat.

Auch spannend war der Hinweis im Begleittext des Bildes “Gewitterlandschaft” von 1902/03:

“In Munchs Zeit wurden Extremwetterereignisse zunehmend mit Klimaveränderungen in Verbindung gebracht.”

What!?!! Damals schon??? – Ich nehme mir vor, da mal genauer nachzuforschen. Zum Glück habe ich den wirklich tollen Katalog geschenkt bekommen. Vielleicht steht da mehr darüber drin.

Für den Besuch der Ausstellung haben wir diesmal übrigens auf den Audioguide verzichtet und uns ganz klassisch auf Bild und Text konzentriert. Die Audios können wir immer noch entspannt über die Barberini-App nachhören.

Protest

Ich finde es wichtig, auch kurz mit zu dokumentieren, was mich in der Welt bewegt. Auch wenn das keine guten Nachrichten sind. Diese Woche war eine pralle Protestwoche: Drei Tage Bahnstreik und die Bauernproteste legen den Straßenverkehr lahm. Heute, am Montag, höre ich die Bauern selbst bei mir immer wieder in der Ferne.

Am Mittwoch hat Correctiv ein rechtsextremistisches Geheimtreffen in Potsdam enthüllt, an dem auch Mitglieder der AfD teilgenommen haben:

“Geheimplan gegen Deutschland
Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland”

Es wird heiß diskuiert über die Möglichkeit (und Risiken) eines AfD-Verbotsverfahrens. Hier geht’s zur Volksverpetzer-Petition “Prüft ein AfD-Verbot”.

Nach dem Ausstellungsbesuch in Potsdam sind wir direkt in die dortige Demo “gefallen”, die – wie praktisch – beim Barberini vor der Tür stattfand. Wir wollten eh zur Demo und haben uns dann dort angeschlossen statt in Berlin. Scholz haben wir verpasst, der ist direkt an uns vorbeigelaufen. (Ich habe ich ihn leider nicht gesehen, ich bin zu klein.) – Aber was noch kann man eigentlich tun, um zu verhindern, dass die AfD an die Macht kommt? Die Medien schreiben: “Es ist an der Zeit, dass die schweigende Masse sich dagegen erhebt.” Ja, richtig – aber wie??

Was war noch in den Nachrichten?

  • Franz Beckenbauer ist am Sonntag, 7.1. verstorben
  • Vulkanausbruch auf Island
  • Huthi-Attacken auf den Frachtverkehr
  • Kann sich die Republikanische Gegenkandidatin gegen Trump durchsetzen?

Medientipps

In der Zeit habe ich einen spannenden Beitrag von Hartmut Rosa gelesen über “Soziale Energie”:

“Jeder kennt das: Eben noch total erschöpft, wird man plötzlich im Miteinander gestärkt. Diese Kraft zu verstehen, ist überlebenswichtig für uns alle.

Tatsächlich habe ich das schon oft beim Tanzen beobachtet: Ich gehe müde dort hin und komme energetisiert und glücklich nach Hause, obwohl ich ja viel Energie dort “hineingesteckt” habe (in Form von Muskelkraft). Und selbst ohne Tanzen, wenn ich einfach nur am Tresen arbeite im Walzerlinksgestrickt, geht es mir so. Da ich mich schon tiefer mit der chinesischen Philosophie der 5 Elemente befasst habe, kann ich mit dem Konzept der Resonanzen sehr viel anfangen. Rosa schreibt:

“Soziale Energie ist keine individuelle Ressource, sondern eine kollektive Kraft. … sie existiert nur in der Bewegung, sie ist zirkulierende Energie. … Wenn wir uns nach der Verausgabung … energiereicher fühlen als vorher, so haben wir uns … in einer ruhenden Bewegung für einen zirkulierenden Energiestrom geöffnet.”

Er argumentiert weiter, dass das westliche Input-Output-Denken über Energie in Burnout und Populismus mündet und plädiert für eine andere Sichtweise:

“Meine kurz gefasste, provokative These lautet: Anstrengung führt zu Energiegewinn, wenn ihr subjektiver Fokus auf der Tätigkeit selbst liegt, und sie führt zu Erschöpfung, wenn er auf der Input-Output-Beziehung ruht.”

Spannend daran ist, dass er das durchaus politisch und kapitalismuskritisch versteht: “In meinem Buch Resonanz habe ich die Soziologie gelingender Weltverhältnisse formuliert. …” Das schau ich mir mal an!

Weitere Tipps:

 

Kleine Freuden

  • Gut gelaunt im Walzerlinksgestrickt hinter der Bar und zum ersten Mal als Assitenz im Swing-Kurs.
  • Ich habe trotz eines schlechten Tages mitgemacht beim #12von12.
  • Nach dem Barberini noch den ganzen Tag mit dem Besuch unterwegs, unter anderem in der Paris Bar.
  • Erstaunt gelernt, dass es bei Glätte mit dem Rad fast einfacher ist als zu Fuß.
#12von12 im Januar

#12von12 im Januar

Eigentlich wollte ich nicht mitmachen beim #12von12. So ein grauer Tag und von Anfang an der Wurm drin. Daher habe ich auch gar nicht viel fotografiert. Erst abends hat es mich gepackt, als ich bei Kerstin Salvador gelesen habe: “Manchmal ist es auch schön, die Banalitäten im Alltag zu betrachten und festzuhalten.” – Also gut. Dann zwischen den Glückswochenberichten mit dem Fokus auf das Schöne mal ein #12von12 der normalen Elke-Struggles.

Am jeweils 12. des Monats teilen viele Bloger:innen im #12von12 ihren Tag in 12 Bildern. Hier sind meine Bilder des Tages – in dem Fall alles schnelle Handy-Schnappschüsse, die meinen Ansprüchen an Bildqualität ja eigentlich nicht entsprechen. 😅

#1

In meinem Bürojob habe ich immer noch Urlaub, um zuhause mal gründlich auszumisten und einige Dinge umzusortieren, damit ich es das Jahr über einfacher habe. – Ich weiß nicht, wie es bei Dir ist: Wenn ich ausmiste, dann sieht es zwischendurch immer erstmal noch schlimmer aus. Überall Kisten und Taschen mit Dingen, die aus der Wohnung sollen, in den Keller, zur Kleiderstiftung, … Und ich frage mich dann schon, was ich da eigentlich mache die ganze Zeit??

Heute jedenfalls habe ich erstmal verschlafen. Als ich gerade unter der Dusche war, rief der Handwerker an, der meine Heizung prüfen sollte: Ob er er auch früher kommen könne? – “äh, ja, es ist furchtbar unordentlich und ich muss mich noch anziehen. Also frühestens in 20 Minuten.” – Er wird sich etwas gewundert haben, da war es immerhin schon 10h, aber okay … Damit er an die Heizkörper rankommt, muss ich allerdings alles, was davor steht, erstmal beiseite räumen. Und damit: noch mehr Chaos!!! – Immerhin war der Termin nicht umsonst: Er hat tatsächlich einen Fehler gefunden.

#2

Was ich mit Struggles meine: Nun war also bereits alles freigeräumt, um mal die hinteren Ecken neu zu sortieren. Die Wohnung schrie förmlich: “Weitermachen!!” Und es half ja auch nix: Ich musste ja jetzt eh alles wieder an seinen Platz räumen. Aber eigentlich, eigentlich hätte ich heute lieber mal was am Schreibtisch gemacht. Zähneknirschend lasse ich das beiseite und füge mich der Realität. Und dann ist auch noch eine der neuen Ordnungskisten kaputt. Nicht mein Tag …

#3

Damit Du mal eine Vorstellung hast: Hier ein Bild von abends mit den zwischengelagerten Dingen … Und das ist fast noch eine der besseren Ecken! In der Küche kam ich für ein paar Stunden schon nicht mehr durch zum Kühlschrank, weil ich ja die Heizung freigeräumt hatte, wo sonst der Tisch davor steht.

#4

Zwischendurch habe ich dann trotzdem was am Rechner gemacht. Nicht unbedingt die wichtigen Aufgaben. Aber immerhin heute sogar drei Posts auf Instagram!

#5

Mir ist Mode ja eher egal, ich möchte es einfach und unkompliziert haben. Wenn die Lieblingsjeans fast durchgeradelt ist, also am liebsten das gleiche Modell einfach neu bestellen und gut. Das ist leider nicht so einfach … Die Modeindustrie glaubt ja, wir wollen immer was anderes. Also Lieblingsjeans nachbestellt, aber leider gibt es sie nur noch mit eingewaschenen Streifen. Grmpf! Wer findet sowas eigentlich gut? Sieht voll künstlich aus! Ganz einfach dunkelblau wäre mir lieber.

Spannend fand ich übrigens die neue Taktik des DHL-Boten: Er hat im Haus alle zusammengeklingelt und runtergebeten. “Ich habe zu viele Pakete, bitte kommen Sie runter.” Im Hof war das dann ein lustiges Nachbarschaftstreffen. Eigentlich ganz schön!

#6/7/8

Gegen Abend muss ich dann nochmal raus zur Bibliothek und freue mich über die frische, klare Luft! Hui, es ist glatt!!! Sieht aber schön aus. – Interessanterweise ist es mit dem Fahrrad einfacher als zu Fuß!

#9/10

Bunte Lichter im Wedding – so heißt der Bezirk, in dem ich wohne.

#11

Hier ist jetzt der Punkt, an dem ich beschließe, doch mitzumachen beim #12von12. Beim Aufräumen suche ich nach Fotomotiven und denke: “Wie schön doch der Aufblasflamingo zum Kalenderbild passt. Und die Bilder links zum Tag.”

#12

Momentan mein abendliches Lieblingsszenario: Mit dem Rechner am Sofa vorm Fernseher. Nicht gerade gut für den Rücken. 😉 Und oft genug schlafe ich darüber ein. Im Hintergrund läuft Aspekte zum Thema: “Analoge Medien neu entdeckt”. Mal wieder sehr empfehlenswert!

 

Das war mein #12von12 im Januar.
Und wie war Dein Tag so?

Winterliche Grüße

Neues Jahr, neues Glück

Neues Jahr, neues Glück

Die Zeit zwischen den Jahren und den Jahresstart nutze ich traditionell, um das alte Jahr abzuschließen und das neue vorzubereiten. Das ist bei mir oft ganz klassisch aufräumen, ausmisten, Grund reinbringen. Alte Aufgaben, Liegengebliebenes abarbeiten. Neue Rechnungen vorbereiten. Das passt in diesem Jahr auch sehr gut zu meinem neuen Jahresmotto: “aufräumen und neu ausrichten”. Das alles sind eigentlich nicht gerade meine Lieblingsaufgaben, daher rutscht das übers Jahr oft hinten runter. Aber wenn ich Zeit habe und mich darauf einlassen kann, dann tut es gut. Und weil ich noch längst nicht fertig damit bin, gönne ich mir in der kommenden Woche eine Fortsetzung – auch, wenn mich das Urlaubstage kostet (ich bin ja nur in Teilzeit selbstständig und drei Tage pro Woche im Büro) und es sich ein wenig anfühlt wie “Schule schwänzen”, erst Mitte Januar wieder im Büro einzusteigen.

Erste Vorsätze

Während ich mit meiner großen Jahresreflexion immer noch so gar nicht richtig angefangen habe, gibt es schon ein paar erste Ideen, die ich bereits fleißig umsetze. Neben dem Neustart des Wochenrückblicks hier, habe ich mir nun vorgenommen, täglich (mindestens) ein Bild des Tages auf Instagram zu posten. Instagram und ich – das ist NICHT die große Liebe. Was mich als Fotofreak ja eher wundert. Der Designanspruch ans Grid blockiert mich, die fehlende Flexibilität, später noch was zu ändern. Vielleicht wird es einfacher als tägliche Gewohnheit. Hat zumindest den Vorteil, dass ich meine Fotos auch schon täglich durchschauen muss. Die kleinen Gewohnheiten sind’s …

Auf Instagram habe ich auch meinen Neujahrswunsch formuliert:

Diese Wunderkerzen erinnern mich ein wenig an eine Pusteblume. Und also wünsche ich mir was dabei: ein Jahr, in dem die Welt zur Ruhe kommt und sich darauf besinnt, dass es um das Miteinander geht, um Freude, Liebe, Lachen und das Schöne am Leben. Ein Jahr, in dem sich Konflikte auflösen und die Sprache wieder weicher wird. Ein Jahr, das wir gemeinsam ein Stück besser machen, so dass wir am Ende endlich wieder sagen können: Das war ein gutes Jahr! 🍀

In diesem Sinne: Auf ein frohes, friedliches neues Jahr 2024! (Möge es weitaus besser werden, als die Weltlage befürchten lässt.)

Auch erste Urlaubsplanungen gibt es schon. Im großen Aufräumen habe ich eine neue “engpassorientierte” Strategie und endlich (!) ein Tabula-Rasa-Gefühl: “Was nervt mich am meisten? Wo wird es schnell wieder unordentlich? Warum? Und was braucht es, damit es besser klappt?” – Das neu Ausrichten betrifft vor allem (aber nicht nur) mein selbstständiges Angebot. Was mich ausmacht, ist die Kombination von Fotografie, Text und Gestaltung mit einem Fokus auf das Schöne und die Freude und Spaß an der Technik im Hintergrund. Das ist aber so noch gar nicht formuliert. Hättest Du’s gewusst? Daran will und muss ich in diesem Jahr arbeiten!

 

Ein fröhliches Arbeitstreffen im Café

Und so ging, zum Glück, das Jahr auch gleich los mit einem Gestaltungsauftrag so ganz nach meinem Geschmack. Während ich bis Neujahr noch komplett im Energietief war und an Büro nicht zu denken, hat mir das erste “Arbeitstreffen” im Café gleich am 2. Januar ganz neuen Schwung gegeben: Eine liebe Bekannte hat mich gebeten, mit ihr gemeinsam ihre Website zu entwickeln und zu gestalten. Wahnsinn, wie viel Spaß es macht, über ihre Positionierung zu brainstormen und uns über Beispielseiten auszutauschen. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit. Kategorie Lieblingskundin!

Swing im Walzer

Und auch eine andere große Leidenschaft findet neuerdings eine neue Ebene: Seit fast 30 Jahren tanze ich begeistert. Ich liebe alles, was Paartanz ist, besonders gerne die schnelleren Tänze Foxtrott, Swing und Walzer. So kommt es, dass ich nebenbei in meiner Lieblingstanzschule Walzerlinksgestrickt jobbe, weil mir der Ort schon gute Laune macht. Ein toller Ausgleich zu den Rechnerjobs! Bisher war ich vor allem hinterm Tresen, beim Tag der offen Tür am Sonntag durfte ich zum ersten Mal auch beim Swing-Teaser assistieren. Was kann es besseres geben als einen Arbeitsplatz, an dem es pur um die Freude geht, wo alle Spaß haben zu toller Musik und das Tanzen und das Miteinander im Mittelpunkt stehen?

Munch und Freunde

In Berlin und Potsdam gibt es zur Zeit zwei Munch-Ausstellungen. Am Donnerstag war ich mit einem sehr guten Freund in der Berlinischen Galerie. Ich mag ja nicht alle Gemälde von Munch, manches ist mir auch zu “unfertig hingerotzt”, wofür er ja bereits zu seiner Zeit kritisiert wurde. Andere Gemälde und Drucke dagegen sind sehr detailliert und virtuos. Vor allem die Porträts haben mich beeindruckt, aber auch manche Landschaften. Spannend fand ich das breite Spektrum seiner künstlerischen Ausdrucksweise. In jedem Fall habe ich sehr viel über Munch gelernt, auch dank der kostenfreien Audioguide-Begleitung. Mir war zum Beispiel nicht klar, wie viele Jahre Munch in Berlin gelebt und gearbeitet hat. Nun bin ich sehr gespannt, welchen Aspekt die Ausstellung im Barberini Potsdam beleuchten wird.

Vor allem aber war der Ausstellungsbesuch auch ein toller Anlass, mich mal wieder mit einem meiner besten Freunde zu treffen, den ich sehr lange nicht gesehen hatte. Im Café Einstein hinterher haben wir uns ausgiebig ausgetauscht. Direkt vor der Ausstellung habe ich noch einen anderen Freund besucht. Und auch Mittwoch konnte ich auf dem Weg von den Eltern kurz noch zwei kurze Treffen mit Freunden einbauen. Freundewoche!

Ein Hauch von Schnee

Am Freitag früh gab es in Berlin ein wenig Schnee. Winterzauber! Zwar leider, wie so oft, nur knapp zwei Zentimeter und auch nur für wenige Stunden, aber immerhin. Für eine Runde mit den Skiern hat es nicht gereicht. Aber der Spaziergang über den Friedhof und durch den Park war auch schön.

Was mich in der Welt bewegt

Es ist nicht alles gut, im Gegenteil. Momentan hat man ja eher das Gefühl, eine große Krise jagt die andere. Was bewegt mich zur Zeit (zusätzlich zu Klima, Ukraine und Israel/Gaza) in der Welt?

  • Hochwasser in Deutschland, vor allem in Niedersachsen
  • Habeck und die Eskalation am Fähranleger
  • Trump wird hier und da von den Vorwahlen ausgeschlossen – kann das klappen?

Außerdem nehme ich traurig Abschied von meinem geliebten Karstadt in der Müllerstraße, das nun leider geschlossen wird. In den letzten Monaten ist das durch den Ausverkauf mehr und mehr zum unschönen Raschladen verkommen. Ich fand das würdelos und frustrierend! So mochte ich gar nicht mehr schauen und einkaufen. Nun ist es fast schon leergeräumt. Ein paar schöne Dinge habe ich am Ende dort doch noch gefunden zur Erinnerung. – Karstadt, Du wirst mir fehlen! Hoffentlich wirkt sich das nicht allzu negativ auf den Kiez aus, wenn der große Anker geschlossen ist.

Kleine Freuden

  • mein neues Teelicht-Raclette, das ich zu Silvester eingeweiht habe – herrlich unkompliziert mit Kerzenlicht als Wärmequelle
  • Neujahrskonzert der Wiener Symphoniker im ZDF
  • wie toll ich in dieser Woche wichtige Termine kombinieren konnte mit Treffen mit Freunden und wie gut ich vor allem am Donnerstag meine Termine kombinieren konnte
  • mich um meine Gesundheit gekümmert
  • hier und da Ordnung gemacht
  • viel Sofazeit, unter anderem mit dem bewegenden Film “Lion – Der lange Weg nach Hause” und Freude über Hirschausens Selbstbeschreibungen als kreativer Chaot – Ich bin nicht allein! 😉