Mobilität

Mobilität

Mit dem Cabrio die U-Bahn neu erleben

Am Freitag hatte ich eine ganz besondere Einladung: Ich durfte auf einem Netzwerktreffen von WIM Women in Mobility fotografieren und an der U-Bahn-Cabriotour teilnehmen. Was für ein Erlebnis! Rund zwei Stunden sind wir mit einem offenen Wagen durch die Berliner U-Bahn gefahren, haben dabei verschiedene Tunnelquerschnitte kennengelernt und in den tollen Erklärungen des Moderators viel über die Geschichte, Technik und Gestaltung der Berliner U-Bahn gelernt. Für mich ganz besonders und neu war, hierbei zu erleben, wie “alles mit allem verbunden” ist und dass man eine richtige Rundtour über verschiedene U-Bahn-Strecken machen kann. Diese Tour kann man bei der BVG buchen. Sehr empfehlenswert!

Gefreut hat mich auch, dass das so gut zu der Veranstaltung des Vorabends gepasst hat: Da war ich in der Urania zu einer Diskussion “Verkehr(t) planen – Verkehrswende und Bauwende nur gemeinsam!” – Leider bot die Veranstaltung weniger spannende Zukunftsvisionen als erwartet. Dafür habe ich einiges über Planungsfehler gelernt, zum Beispiel wie wir uns mit Lärmschutzwänden den Bezug zum Stadtraum verbauen und dass der S-Bahnhof Köpenick nach seinem Umbau kein Glanzstück der Gestaltung zu werden verspricht. Und dass es tolle Beispiele gibt in Kopenhagen, Utrecht oder auch Hamburg.

Mir sind ein paar Aussagen von Hille Bekic besonders aufgefallen, eine Freundin von mir, die als Vizepräsidentin der Architektenkammer Berlin auf dem Podium saß. Sie hat das Bauen an den Nagel gehängt und ist aktuell eine der Geschäftsführerinnen der Velokonzept GmbH, die unter anderem die VELO Berlin organisiert. Davon hatte ich ja hier berichtet. Sie sagte (frei zitiert): “Ich habe irgendwann festgestellt: Aus Klimaschutzgründen sollte man jetzt eigentlich nicht mehr bauen. Nun kann ich als Architektin und als Vorstand der Architektenkammer ja schlecht sagen: ‘Hört auf zu bauen.’ Aber für mich selber habe ich das sehr wohl gesagt und habe den Schritt dann raus in die Stadt gemacht: ‘Mobilität ist eigentlich das, worum wir uns jetzt kümmern können.’ – Und ich nenne mal als Beispiel für die Bauwende, dass man auch weniger bauen kann, also zumindest nicht neu bauen, sondern im jeweiligen Bestand bleiben und da umnutzen, umbauen. Und so planen, dass die Wege kürzer werden in der Stadt.”

Sie gibt den Tipp, in der Verwaltung mitzuhelfen, um die Verkehrswende schneller voranzubringen: “Ich glaube, in der Verwaltung ist noch Platz für Menschen, die da arbeiten wollen … Und die Verwaltung sollte vielleicht auch mal darüber nachdenken, wenn man quer einsteigt, dass man dann nicht mit seinem Gehalt unten anfangen muss, sondern dass man seine Berufserfahrungen mitbringen kann, die man in der Privatwirtschaft gesammelt hat, auch in der Gehaltsstufe.” Genau das gleiche habe ich in dieser Woche auch von einer anderen Freundin gehört, die genau davon betroffen ist.
Antje Kapek, Sprecherin für Verkehrspolitik Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, verwies dann auf das intrinsische Motiv: die Freude am Fahren, am Radfahren – und wie das durch schöne, sichere Fahrradwege gefördert werden kann. Damit kommen wir direkt zum nächsten Highlight der Woche:

ADFC-Sternfahrt – “Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn!”

Nach einigen Jahren Corona-Pause bin ich in diesem Jahr endlich wieder mitgeradelt bei der ADFC-Sternfahrt auf meiner Lieblingsstrecke ab Werder. Die Werder-Tour lohnt sich natürlich auch sonst – nur kann man dann nicht anschließend noch mit dem Fahrrad über die Stadtautobahn rauschen. 😉 Werder ist ein wirklich sehenswertes kleines Städtchen bei Potsdam mit viel Wasser und es lohnt sich auf jeden Fall dort auch ein Ausflug in die Altstadt. Dafür war natürlich auf der Fahrraddemo keine Zeit. Allerdings sind wir auch auf der Demo mit der süßen kleinen Fähre nach Caputh übergesetzt. Das liebe ich ja immer sehr.

Dazu gab es dann auch noch die tolle ADFC-Playlist mit fröhlichen Fahrradsongs, ganz unten auf der Seite zur Sternfahrt. 🙂 Die ADFC-Sternfahrt findet schon seit vielen Jahren immer am ersten Sonntag im Juni statt. Das ist DIE große Fahrraddemo in Berlin mit Startpunkten überall in der Stadt und auch außerhalb. Die verschiedenen Routen treffen sich dann alle – wie passen! – am Großen Stern. Zwei Routen führen auch über die Autobahn. Wir sind über die AVUS geradelt mit Blick auf den Funkturm bis zum ICC. Die andere Strecke am Südring führt durch einen Autobahntunnel. Das ist auch immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn alle im Tunnel anfangen, laut zu johlen und zu klingeln und das Echo genießen. Und die herrliche Kühle im Tunnel. Ich sage nur: Fahrspaß!

Haus der Kulturen der Welt

Nach der langen Tour waren wir gehörig platt, haben erstmal im Tiergarten gechillt und sind dann zum Haus der Kulturen der Welt geradelt. Im Café dort unter dem Zeltschatten haben wir den herrlichen Ausblick auf die Spree und das Kanzleramt genossen und dann innen die frisch eröffnete Ausstellung entdeckt. Oben auf dem Dach gibt es hin und wieder Konzerte und leckeres afrikanisches Essen. Das alles kommt mit auf die Liste der Sommervorhaben!

Architektour

Über den BDA Bund Deutscher Architekt:innen konnte ich vor der U-Bahn-Tour noch eine Baustellenführung mitmachen: Das Haus Lebensort Vielfalt am Südkreuz ist ein Neubau der Schwulenberatung Berlin mit 69 Mietwohnungen, Gemeinschaftsräumen, Pflegewohngemeinschaften, Kindertagesstätte, Büro und Gastronomie. Die Architekten Roedig Schop sind Tanzfreunde von mir, und ich habe mich sehr gefreut, sie wiederzusehen. Ich fand spannend, wie viel Mühe sich die Schwulenberatung gibt, aus der großen Interessentenschar eine ausgewogene Mischung der Bewohner auszuwählen: von Mitte zwanzig bis Anfang 80, verschiedene Einkommensstufen, Schwule, Lesben, Trans, Inter, die ganze LGBTQI+-Vielfalt unter einem Dach vereint. Top! In den neunziger Jahren wäre das noch gar nicht denkbar gewesen, sagte Marcel de Groot von der Schwulenberatung auf der Führung.

Was war noch?

  • Juhuuu, ich war beim Friseur und habe endlich wieder kurze Haare!
  • Ich habe Holunderblütensirup gekocht nach dieser Anleitung (und beim Kochen noch etwas frischen Orangensaft hinzugefügt).
  • Beim Holunderpflücken einen Raubvogel entdeckt – mitten in der Stadt!
  • Ein erstes Mal in diesem Sommer abendliches Schwimmen im Freibad um die Ecke und Mittagspause in meinem Lieblingsfreibad.
  • Auch Mobilität: Ich durfte in dieser Woche wieder für Jelbi fotografieren …
  • … und habe auf dem Rückweg einen alten Tanzfreund und Architektur-/Fotokollegen wiedergetroffen und lange geplaudert, ein Computerproblem gelöst, einige tolle Campinggadgets bei Tchibo entdeckt und kleine Bücher für die Reise. Dieses faltbare Solar-LED-Lämpchen begeistert mich sehr, auch für die Terrasse.
  • Jetzt stolze Besitzerin eines günstigen Turmventilators. – Der Sommer kann kommen! (alle Links aus Überzeugung, ohne Affiliate)
  • Und ich war völlig geflashed vom Idee-Shop! OMG, was die alles haben für Journaling & Co.: Aufkleber, Schablonen, Stempel, Stifte, Washi-Tape, Sketch-Note-Anleitungen, … Da ich ja mehr aufs Schreiben fokussiert bin, war ich dann doch überrascht wie viel kreatives Zubehör es dafür gibt, wie groß also die Szene ist! – Spoiler: Du kannst in meinem Journal natürlich auch zeichnen, kleben und stempeln. 😉

Apropos Journal, meine Journaling-Anregung für Dich für die kommende Woche lautet:

“Was sind meine schönsten Sommertraditionen und was bedeuten sie für mich?”

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine schöne Woche!
Auf bald

Schwertfisch in Tegel & Pizza in Kreuzberg

Schwertfisch in Tegel & Pizza in Kreuzberg

Schwertfisch in Tegel

Am Samstag stand ein Familiengeburtstag an. Wir waren sehr lecker essen in einem guten italienischen Restaurant. Der gegrillte Schwertfisch auf Avocado mit Gemüse war ein Traum! Mein erster Schwertfisch. Ich wusste gar nicht, dass der so ein herzhaftes, festes Fleisch hat, ganz ähnlich wie Thunfisch. Und das mit den karamelisierten Zitronenzesten muss ich mir unbedingt merken. Lecker!

Ich muss dazu sagen: Natürlich bewegen mich die Themen rund um Tierwohl und Klima und ich probiere sehr gerne Alternativen und koche meist vegetarisch. Mein Kompromiss: Zu besonderen Anlässen und bei Einladungen esse ich immer noch gerne Fleisch und Fisch, nur eben nicht täglich und auch nicht jede Woche. Oder wenn ich ein echtes körperliches Verlangen danach habe. In dem Fall hatte ich seit Tagen Appetit auf Fisch. Mein Körper scheint etwas gesucht zu haben – und in dem Schwertfisch dann auch gefunden.

Endlich anbaden!

Danach gab es noch Kaffee und Kuchen im Garten. Den Rückweg habe ich wieder für eine Radtour am Tegeler See genutzt und einen abendlichen Zwischenstopp an meiner Lieblingsbadestelle gemacht. Die Sonne war so herrlich, das Licht schön warm, sehr angenehm! Nach anfänglichem Zögern, war ich dann zum Anbaden kurz im Wasser. So spät im Jahr wie selten.

Pizza in Kreuzberg

Letztes Jahr sind zwei Freunde von mir beim Absturz ihres Motordrachens ums Leben gekommen. Der eine hätte nun Geburtstag gehabt. Seine Freundin hatte die schöne Idee, das trotzdem in großer Runde zu feiern. Wir hatten einen schönen Nachmittag im Garten und eine leckere Pizzarunde im Wrangelkiez. Dort war ich ewig nicht. Ich glaube, da muss ich mich mal wieder in Ruhe umschauen.

Auf dem Weg dort hin, bin ich am Kunstmarkt vorbeigekommen und konnte mir an meinem Lieblingsstand noch ein längeres Lederkettchen besorgen. Das alte ist mir manchmal zu eng am Hals. Direkt gegenüber war der Stand von Caren von Engelbrotmode, bei der ich schon oft gekauft habe. Wir hatten einen netten Plausch und sie hat mich an den Weddingmarkt erinnert, der ja am kommenden Sonntag, 4.6., schon wieder stattfindet. Hui, schon wieder ein Monat rum!

Der Weg am Wasser entlang durch die Stadt ist einer meiner Lieblingswege und auch für Berlin-Tourist:innen sehr empfehlenswert. Daher teile ich ihn hier mal mit ein paar schnellen, noch unbearbeiteten Schnappschüssen.

Schaffensfreude, Schaffensfrust

In dieser Woche war die Challenge #Blogyourpurpose von Judith Peters und es sind viele neue Blogartikel entstanden zur der Frage: “Was will ich bewirken?” Falls Du neugierig bist: Alle Beiträge sind unter Judiths Text verlinkt. Meiner ist leider noch nicht mal angefangen, kommt aber noch. 😉 Das Thema finde ich spannend!

Dafür war ich seeeehr stolz, dass ich nach dem Wochenrückblick gleich noch einen zweiten Artikel zu meiner Frühjahrs-Sommer-Reflexion veröffentlicht habe. Darin teile ich nicht nur meinen Rückblick, sondern auch die Fragen aus meinem Journal, falls Du auch ein bisschen Rückschau und Vorschau halten möchtest. Wenn Du Dir dafür mein Sommerheft bestellen willst, gebe ich Dir das Frühjahrsheft für die Rückschau auf Wunsch gerne kostenfrei dazu.

Im Büro war dann diese Woche eher der Wurm drin. Keine Ahnung, woran das lag. Aber Du kennst es sicherlich auch, wenn zu viele Dinge gleichzeitig zu tun sind, dass man dann leicht einen wichtigen Hinweis oder Link übersehen kann. So ging es mir jedenfalls am Donnerstag: Stundenlang ohne Pause in die falsche Richtung gearbeitet – nur, um kurz vor der Abgabe zu realisieren, dass das so nicht geht. Dabei hatten wir tags zuvor extra telefonisch nachgefragt und ein Okay bekommen. – Was mich gefreut hat: Der Auslober hat uns angerufen, um zu helfen. Von sich aus. Und ermöglicht uns eine Nachreichung. Warum kann Business nicht immer so sein? Menschlich und unterstützend, so dass Fehler ganz einfach ausgebügelt werden können.

Mich erinnert das jedenfalls an die Geschichte von dem Mann, der mit stumpfer Säge angestrengt einen Baum fällen möchte. Und auf die Frage, ob er nicht zuerst die Säge schärfen möchte, mit “keine Zeit” antwortet. Ich nehme mir also vor, auch in stressigen Phasen immer wieder neu durchzuatmen und genau hinzuschauen und den Weg regelmäßig zu überprüfen, ehe ich lange in die falsche Richtung laufe. Klingt einfach. Und ist in unserer Multitasking-Gesellschaft doch oft gar nicht so leicht.

Inspirierender Austausch unter Frauen beim Netzwerktreffen Architekturkommunikation

Ich arbeite sehr lange schon in der Architekturkommunikation (inzwischen in Teilzeit, um auch eigene Projekte zu verwirklichen). Dazu hatten wir in dieser Woche ein sehr inspirierendes Netzwerktreffen im Bikini Berlin. Spontan ist die Mutter einer Teilnehmerin dazugestoßen, eine gestandene Innenarchitektin mit internationalen Aufträgen und Büros, unter anderem in Singapur, Malaysia und Indien. Was war das spannend, was sie erzählt hat!

Sehr begeistert hat mich auch, dass wir so ein wunderbares Gespräch auf Augenhöhe hatten, trotz unterschiedlicher Generationen und Positionen. In dem Fall Frauen unter Frauen. Wir kamen auch auf Themen wie Gender-Pay-Gap und Frauen in Führungspositionen. Von der hohen Frauenquote im Studium, 60% bei Architektur, landen erschreckend wenige in der Büroleitung. Bei diesem Treffen und noch an anderer Stelle wurde mir in dieser Woche das Buch “Unsichtbare Frauen” empfohlen: “Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert.”

Tags drauf war ich dann auch noch bei einer Diskussion zum Thema Bahnhofsgestaltung, von der ich lieber in der kommenden Woche berichte.

Medientipps

Eher seichte Kost, aber filmisch lustig gemacht: Die ARD-Serie “Mapa” über einen alleinerziehenden Vater. In hübschen Kurzfolgen leicht wegzusuchten mit schrägen Rückblicken und alternativen Erzählsträngen.

Eine Woche vorher entdeckt, aber noch nicht erwähnt: Die Reihe “Mein Körper” in der ARD. Gesehen habe ich die Folge “Mein Körper. Meine Worte.” Ich fand die wissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Einblicke zur Sprache spannend darin.

Überhaupt finde ich es immer spannend, wissenschaftliche Forschung zu Lebensthemen anschaulich vermittelt zu bekommen. Daher liebe ich auch den Autor Bas Kast, von dem ich aktuell zwei Bücher angefangen habe: Das schon zehn Jahre alte “Ich weiß nicht, was ich wollen soll” und aktuell “Kompass für die Seele”. Beide befassen sich im weitesten Sinne mit dem Glück. Spannend finde ich unter anderem, dass er nach dem “Ernährungskompass” darin auch die aktuellen Forschungen darlegt, wie unsere Ernährung unser Glücksempfinden beeinflusst. Spoiler: Junkfood ist nicht gut für die Seele! Omega-3-Fettsäuren dagegen schon. Womit ich jetzt ganz wunderbar den Bogen zum Schwertfisch oben geschlagen habe. 😉

Kleine Freuden & Vorfreude

Was war noch diese Woche? Worauf freue ich mich in den nächsten Tagen?

  • Traumhaftes Sommerwetter!! Knallblauer Himmel, nicht zu warm, nicht zu kalt, Sonne satt. ☀️
  • Mittagspausen im Park
  • Ein fulminanter Sonnenuntergang!
  • Monbijoutanzen am Dienstagabend mit Fischreiher vorm Bodemuseum
  • Der Holunder blüht! In den nächsten Tagen will ich Sirup kochen.
  • Der reisende Tanzfreund ist auf den Shetlandinseln angekommen.
  • Ich freue mich über das herrliche Grün im Hof (Büro und Wohnen) und die schönen Blüten auf meiner Terrasse.
  • Und die Urlaubsbetreuung ist geregelt: Ich bekomme einen fleißigen Blumengießer zu Gast. 🙂
  • Eine Freundin empfiehlt mir Booty Therapy. Klingt spannend! Eine Kombination aus afrikanisch inspiriertem Tanz mit Hintern und Becken und Schreien. Das muss ich mir mal anschauen! 😎
  • Am Sonntag, 4.6., ist wieder ADFC-Sternfahrt! 🚴🚴‍♂️🚴‍♀️ Und danach wie erwähnt der Weddingmarkt.

Und wie war Deine Woche? Worauf freust Du Dich in den nächsten Tagen?
Ich wünsche Dir eine schöne Zeit! Genieß den Sommeranfang!

Sonnige Grüße

Malchower Felder & Pichelsberg-Havel

Malchower Felder & Pichelsberg-Havel

Malchower Felder

Wenn die Sonne lockt und es noch nicht zu heiß ist, dann möchte ich am liebsten raus. Natürlich lässt sich das nicht immer mit der Arbeit vereinbaren. Aber wenn es geht, dann versuche ich, an graueren Tagen oder auch abends fleißig zu sein, um bei schönem Wetter dann Freiraum für Ausflüge zu haben. Am grauen Freitag habe ich auf meiner Terrasse (Schau mal: Ich freue mich so über diese neue Blume!) einen Gastbeitrag über meine Tanzbegeisterung verfasst und nach langem Probieren das tolle Kartenplugin installiert, das Du unten bewundern kannst. Waymark heißt das.

Als dann am Samstag Nachmittag die Sonne rauskam, war es Zeit, der Einladung zu “Swing on the Bridge” zu folgen. Durch Corona hat sich in der Swing-Community die Idee der “Tanzteppiche” verbreitet, mit denen sich blitzschnell überall eine kleine Tanzfläche zaubern lässt. Für Foxtrott und Walzer keine Option, aber für Platztänze geht es ganz gut und ich habe mir dort den Grundschritt vom Shag zeigen lassen.

Danach hätte ich an der Strandbar weitertanzen können. Mir stand der Sinn aber eher nach einem Fahrradausflug. Ich wollte unbedingt blühende Rapsfelder sehen und mich an dem satten Gelb ergötzen! Dazu habe ich eine kleine Runde über die Malchower Felder gemacht und am Pankeweg zurück.

Nach langer Suche habe ich endlich ein Rapsfeld gefunden! Aber auch wirklich nur EIN EINZIGES! Toll finde ich allerdings immer wieder, dass es in Berlin innerhalb der Stadtgrenzen noch richtig ländliche Gebiete mit Feldern, Wiesen und Wassergräben gibt. Die Ecke um Malchow ist nicht sonderlich bekannt. Du siehst das in der Karte unten an der östlichen Wegstrecke. Letztes Jahr habe ich dort wahnsinnig schöne Mohnblüten in den Feldern entdeckt. Über und über hat es da geblüht. Jetzt war es noch nicht so weit, aber vielleicht ja in den nächsten Tagen?

 

So bin ich die Tour gefahren. Allerdings würde ich die Strecke nicht überall empfehlen. Kurz vor den Feldern kam ich durch ein Industriegebiet und hätte alternativ durch Kleingärten radeln können. Und am Pankeradweg gibt es momentan viele Baustellen. Das könnte man auch mit der S-Bahn abkürzen oder anders weiterradeln. In den Feldern allerdings ist es überall nett! Da kann man viele schöne Wege entdecken.

 

Kleine Tour am Wasser

Der Sonntag war mir in der Stadt schon fast zuuu warm und schwül. Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, einen Ausflug nach Kladow zu machen. Da ich aber vormittags noch etwas fertig machen wollte und abends mein Lieblingstanzen im Café Fatal auf dem Programm stand, reichte die Zeit nur für eine kleinere Tour. Ich habe mich trotzdem auf den Weg nach Pichelsberg gemacht. Die Bocksfeldsiedlung auf dem Weg (1927-1930 erbaut, Architekt: Carl Jakobs) ließ mein Architektinnenherz höher schlagen.

Am Wasser entlang war ich dann sehr angetan von den schicken neuen Uferwegen und einigen schönen Liegewiesen mit Blick auf die Havel. Zum Baden war es mir noch zu kalt, aber die Füße habe ich schon ins Wasser gesteckt. Herrlich! Und der frische Seewind machte es sehr angenehm.

Auf dem Rückweg zur S-Pichelsberg habe ich den schöneren Weg durch den Wald eingeschlagen und bin dabei noch an den schicken Bauhaus-Villen in der Straße Am Rupenhorn vorbeigekommen (erbaut 1929/30, Architekten: Hans und Wassili Luckhardt und Alfons Anker). Danach ging es direkt zum Tanzen im Café Fatal nach Kreuzberg. Bahn und Rad ist eine tolle Kombination!

Kleine Freuden

Was war noch in dieser Woche?

  • Mitzittern mit einem Freund, der erst in Brüssel mitbekommen hat, dass sein Pass für die Einreise nach Schottland abgelaufen war, und nun rasch einen vorläufigen Pass beantragen musste. Aachen hilft!
  • Eine nette Mittagsverabredung mit einer Freundin.
  • Das Bloggen wird langsam schneller.
  • Zwei Fragen für meine Tante gelöst.
  • Ich habe mir 1,5 Sommerkarten fürs Freibad gegönnt und darf nun 30 Eintritte abschwimmen. Juhuuu!!
  • Ein Fotoauftrag in Adlershof.
  • Das letzte Gruppenzoom mit der wunderbaren Lavinia Lazar.
  • Mein neues Zelt ist endlich angekommen und ich habe es direkt im Wohnzimmer getestet. Super! Damit sind die Urlaubsvorbereitungen wieder ein Stück vorangekommen. Ich freue mich!

 

Und damit wünsche ich Dir schöne Pfingstfeiertage und eine tolle Woche!

Sonnige Grüße

Das Glück des Gärtnerns

Das Glück des Gärtnerns

Diese Woche war weniger ereignisreich. Den Freitag mit dem Familienausflug ins Madi habe ich schon im #12von12 beschrieben.

Am Samstag war ich zu einer Baustellenführung in Dahlem eingeladen. Den Weg dort hin habe ich genutzt für eine kleine Fahrradtour durch den Grunewald, um das hell leuchtende Grün noch einmal zu genießen, ehe das Laub sommerlich dunkler wird. Auf dem Weg kam ich an schönen Villen und Gartenlokalen vorbei und habe Inspirationen gesammelt für weitere Unternehmungen.

Juhuuuu, es geht auch mit dem Fahrrad!

Mit großer Freude habe ich am Freitag realisiert, dass die Gartenmärkte ja auch sonntags geöffnet haben. Gut vorbereitet mit zwei Fahrradtaschen und ausnahmsweise ohne Korb habe ich mich also am Sonntag auf den Weg gemacht zu einem großen Gartenmarkt. Auf dem Weg dort hin gab es Livemusik im Park. Der Rosengarten mit der Freiluftbühne im Bürgerpark Pankow ist ziemlich untypisch für Berlin und erinnert eher an einen Kurpark.

In diesem Gartenmarkt war ich das erste Mal und war begeistert. Wirklich ein großes Angebot. Lediglich die Schubkarren statt Einkaufwagen fand ich anstrengend und die lange Schlange an der Kasse.

Mit voll gepacktem Fahrrad bin ich dann wieder an der Panke entlang nach Hause geradelt und habe bis spät in die Nacht auf meiner Terrasse gepflanzt und gegärtnert und die Pflanzen aus dem Winterquartier im Treppenhaus endlich raus gebracht. Mit den Händen in der Erde wühlen, entspannt mich sehr und gibt mir ein gutes Gefühl von Selbstwirksamkeit.

Medientipp: Gärten in Berlin

Passend dazu habe ich im rbb zufällig die Doku “Die 30 schönsten Berliner Gartenparadiese” entdeckt. Einige dieser Gärten kannte ich noch gar nicht, an anderen fahre ich fast täglich vorbei, wusste aber wenig über die Hintergründe. So habe ich einige schöne Ausflugsideen mitnehmen können.

In der Reihe “Die 30 schönsten …” gibt es diverse weitere Folgen, die ich noch nicht gesehen habe, zum Beispiel Orte, Hinterhöfe, Ausflüge, …

Danach gab es noch eine Reisedoku über Andalusien, die Erinnerungen an eines meiner schönsten Reiseerlebnisse geweckt hat.

Noch mehr Transporte & kleine Freuden

  • Am Donnerstag habe ich einem Freund beim Kühlschranktransport geholfen.
  • Schon lustig, was Berliner:innen sonst noch so ohne Auto transportieren. 😉
  • Dazu gab es ein leckeres Eis (Grieß-Erdbeer ist der Hit!) und ein gemeinsames Essen.
  • Beim Vortrag im Ex-Rotaprint habe ich überraschend eine ehemalige Kollegin getroffen und mich demnächst mal mit ihr auf einen Kaffee verabredet.
  • Meine Reisevorbereitungen kommen weiter voran: Ich habe mich für ein neues Zelt entschieden.
  • Und beim Türken habe ich kurz vor Feierabend 2kg Aprikosen günstig bekommen und daraus leckeren Sirup und Kompott gezaubert.

VELOVELO

VELOVELO

Weddingmarkt, VELO Berlin und Swing

Mein Sonntag begann mit einem Marktbummel. Einmal im Monat findet auf dem Leopoldplatz der Weddingmarkt statt – ein absolut lohnenswerter Kunst- und Designmarkt, den ich sehr liebe: “Gezeigt wird die Vielfalt des lebendigen Stadtteils. Kunsthandwerker, Designer und Künstler zeigen ihre Arbeiten. Keramik, Siebdrucke, Glaskunst, Illustrationen, Malerei, handgemachter Schmuck, Fotografien, selbstgemachte Mode und ausgefalle Kunstobjekte. Alles ‘Made in Berlin’.” Zu meiner Freude habe ich dort am Stand von Kräuter Mian den lecker zitronigen Timut-Pfeffer entdeckt, kurz am Stand unseres Lokalblogs Weddingweiser vorbeigeschaut und mich zum Kaffee verabredet mit dem Kulturverlag Kadmos.

 

Von dort ging es weiter zur VELO Berlin, einem “Fahrradfestival für alle” in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Lohnt sich alleine schon wegen der tollen Location mit Blick aufs Tempelhofer Feld, den Radarturm und einen alten Rosinenbomber.

 

Auf der VELO habe ich zwei ganz wunderbare Vorträge gehört: “Hallo Glück, dich gibt’s ja doch! 11000km Bikepacking mit Kind” von Jasmin Böhm und “Rette, rette, Fahrradkette: Zwei Schwestern, zwei Räder, die Welt” von Anna & Ida Lutzenberger, die auf ihrer Tour Spenden für Seawatch gesammelt haben. Ich liebe solche Reiseberichte und Roadmovies von Weltreisen und Touren in nahe und ferne Länder!

Außerdem habe ich dort eine tolle Handyhalterung aus Aluminium gefunden (hält bombenfest und ist endlich mal nicht aus Plastik, daher mache ich mal unbezahlt Werbung) und eine lustige Sonnenbrille, die ich vor meine Brille setzen kann. Damit sehe ich aus wie “Puck, die Stubenfliege” – aber das macht nichts. Ich brauche sie eh nur ganz selten. Zum Abschluss habe ich noch etwas gute Laune getankt mit dem Song “Chicoana” von LASCA FOX, einer Ein-Mann-Band auf dem Lastenrad.

 

Auf dem Weg zum Strandbartanz, an den herrlichen roten Häusern vorbei und durch einen strahlend grün leuchtenden Park, traf ich unverhofft auf eine Gruppe, die am Paul-Löbe-Haus Westcoast-Swing getanzt und damit dem Tango dort Konkurrenz gemacht hat. Wie geil! Das kann ich noch nicht, aber es sieht auf Instagram immer so schön smooth und faszinierend aus. Daher war ich superglücklich, dass ich mittanzen durfte. Drei oder vier ganz wunderbare Tänze haben sie mir geschenkt, sehr improvisativ. So schön! Da die Gruppe dann wieder zu ihrem Workshop gefahren ist, habe ich an der Monbijou-Strandbar weitergetanzt, auch Swing, aber der traditionellere Lindy Hop.

 

 

Radtour ins Grüne

Irgendwann vor Jahren habe ich mir mal vorgenommen, dieses herrliche frische Frühlingsgrün auf keinen Fall zu verpassen und mir Anfang Mai mindestens eine Radtour durch den Wald einzuplanen. Da ich am Montag bürofrei hatte und das Wetter perfekt dafür war, habe ich meine Lieblingstouren im Berliner Norden zu einer großen Runde mit Wald, Wasser und Apfelblüte kombiniert: Durch den Rehbergepark mit bombastischem Grün und am Schifffahrtskanal und den Kleingärten entlang, ging es zunächst zum Tegeler See. Von dort weiter durchs Tegeler Fließ, ein romatischer Bachlauf, und wieder zum Mauerweg in Lübars und Blankenfelde, wo ich schon zu Ostern war. Die alten Apfelbäume dort haben leider noch nicht geblüht, aber die Äpfel im botanischen Volkspark Blankenfelde. Zu meiner Freude habe ich von da noch einen schöneren Heimweg entdeckt, der auch hauptsächlich durchs Grüne führt.

 

Über die Tour schreibe ich vielleicht noch einen weiteren Beitrag, der die Route genauer beschreibt. Hier zumindest schonmal die Karte, falls Du die Tour nachvollziehen möchtest. – Spannend fand ich auch, wie krass wir doch gesellschaftlich konditioniert sind: Ich habe den grauen Samstag fleißig am Rechner genutzt, sitze oft abends noch und auch manchmal am Wochenende. Aber wenn ich einfach so an einem Montag blau mache oder an meinen vier “freien” Tagen Freitag bis Montag private Schwerpunkte setze und eben nicht zwei Tage davon am Schreibtisch sitze, dann fühlt es sich “nicht richtig” an. Dabei war genau das ja ein Ziel meiner Teilselbstständigkeit: flexibel meine Zeit einzuteilen. Und ich nutze solche Touren ja auch ausgiebig zum Fotografieren, um Bildmaterial für die Kalender zu haben. – Falls Du auch diese Freiheit hast: Kennst Du das? Geht es Dir ähnlich? Verrückt, oder?!

 

 

Medien und mehr

König

Ja, da der Samstag so grau war und kaum nach draußen lockte, habe ich tatsächlich nebenbei die Krönung im Fernsehen verfolgt. Und fühlte mich erinnert an die Hochzeit von Charles und Diana, die wir damals ja auch alle geschaut haben. Schon faszinierend. Klar, das Konzept König ist nicht mehr zeitgemäß und die Kosten von der Allgemeinheit tragen zu lassen, finde ich auch höchst fragwürdig. Aber immerhin kommt damit jetzt ein “Öko” auf den Thron, der sich für Naturschutz und gegen Klimawandel einsetzt. Mal schauen, was er trotz der gebotenen Zurückhaltung bewirken kann.

Und auch mit der Serie “Der Doktor und das liebe Vieh” habe ich in Kindheitserinnerungen und britischer Atmosphäre geschwelgt. Die Neuverfilmung war anfangs gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich fremdel ich nur mit Siegfried (mit Bart?! Echt jetzt?!), die anderen Charaktere waren rasch wiedererkennbar. Und die Vorahnungen des Krieges sind hier deutlicher spürbarer, als ich es aus dem Original in Erinnerung habe. Was uns wohl noch blühen wird? Staffel 2 habe ich knapp noch erwischt. Die erste Staffel habe ich mir zum Nachschauen schon aus der Bibliothek besorgt und freu mich drauf.

 

Sonst noch spannend diese Woche:

  • Das Buch “Sichtbar. Frauen in der Architektur” abgeholt, eine Einladung für eine Baustellenführung bekommen und die nette Fotografin Anke Illing kennengelernt.
  • Ich war bei der Bürgerveranstaltung zum Wettbewerb “Umbau Karstadt Leopoldplatz” dabei. Mein Favorit hat leider nicht gewonnen. Und ich bin gespannt, wie (negativ) es sich auf das Quartier auswirkt, wenn Karstadt – der wichtigste positive Anker dort – für die Umbauzeit schließt. Und wie sich das geplante “Warenhaus der Zukunft” dann wirklich entwickelt.
  • Und danach natürlich: mein Lieblingstanzen am Dienstag an der Strandbar. 🙂

 

Es grünt so grün …

Es grünt so grün …

Wedding

Eine kleine Begegnung bei uns im Hof hat mich am grauen Samstag sehr erfreut. Ich war gerade dabei, diese Blüten zu fotografieren, da kamen zwei Mädchen vorbei, etwa neun Jahre alt, und sagten: “Wirklich, so schöne Blüten! Aber was mich immer stört, ist der viele Müll dazwischen.” Schmelz! Wie wunderbar, dass sie das sehen: die Schönheit und den Müll.

Nun muss ich dazu sagen, dass ich sehr oft denke: Fotografie ist die Kunst des richtigen Ausblendens. Den Bildausschnitt so zu wählen, dass das Schöne im Mittelpunkt steht und all der Müll drumrum ausgeblendet ist. Oder eben genau umgekehrt, wenn mein Ziel ist, den Blick auf die Misstände zu richten. Und da ist dann genau auch die Schnittstelle zu meinem Schreiben und meinem Denken: Worauf richte ich den Fokus? Und wie beeinflusst mich das, was macht das mit mir? Und worauf WILL ich meinen Fokus richten? Stimmt das überein?

Zugleich denke ich an Judith Peters, die in ihrem Blog und in diesem Facebook-Post immer wieder vom Müllsammeln berichtet: “Fast jeden Morgen, nachdem ich meine Tochter zur Schule begleite, zücke ich eine Tüte und sammle Müll. … Macht das überhaupt Sinn, Müll zu sammeln, wenn doch am nächsten Tag wieder so viel herumliegt? Ich finde: Ja.” – Ich überlege, mir auch einen Greifer zu besorgen. Zur Zeit denke ich tatsächlich besonders viel darüber nach: Was ist mein Beitrag, diese Welt ein bisschen schöner zu machen? Und was kann ich mit meinem Lebensfreude-Journal und meinem Tun dazu beitragen? Und was ist die Schnittstelle zwischen dem, was ich hier mache, und meinem früheren Architekturstudium, wo es ja im Kern auch genau darum geht, mittels Kreativität und Planung die Welt ein bisschen besser und schöner zu machen? Wie kann ich das verbinden, auch wenn ich selbst nicht mehr in der Architekturplanung arbeite?

Wie auch immer. Schau mal, wie wunderbar diese unscheinbare Blüte aus der Nähe aussieht: Das glänzt doch fast wie Goldstaub!

 

 

Gartengeburtstag und Tanz in den Mai

Jetzt aber wieder zurück zu meinen schönen Momenten der Woche: Am Sonntag war ich bei herrlichem Wetter selbst zum Geburtstag eingeladen bei meiner langjährigen Geburtstagsfeierpartnerin. Wir konnten ganz wunderbar draußen in der Sonne sitzen und am Ende hatte ich trotz LSF 50 einen kleinen Sonnenbrand. 😉 Was für ein Genuss im Frühjahr, wenn es noch nicht zu heiß ist, die Sonnenstrahlen auf der Haut zu spüren und das viele Licht auf aufzunehmen, die frische Luft, das Grün und die Blüten !

 

Barbara und Amandine haben uns sogar noch mit zwei französischen Chansons beglückt: “La Mer …” Soooo schööön!! Ihr könnt die beiden übrigens auch buchen. 😉 Barbara Klaus ist professionelle Akkordeonistin und spielt Solo, im Tangoduo TANGO ELEMENT PROJECT mit Tina Klement an der klassischen Gitarre und eben im Chansonduo SALTIM’BAND mit der Sängerin und Schauspielerin Amandine Thiriet.

 

Und was für ein herrlicher roter Ahorn!

 

Auf dem Weg zurück zur S-Bahn habe noch die herrlichen Villen und Bäume in Lichterfelde genossen:

 

Danach habe ich zum ersten Mal in diesem Jahr draußen an der Strandbar Swing in den Mai getanzt:

 

Apfelblüte und mehr

In der letzten Woche habe ich sie schon entdeckt: die wunderbare Zierapfelblüte! Auf dem Weg zum Garten von Freundinnen am Montag, 1. Mai, habe ich ein ganz besonders beeindruckendes Exemplar im Tiergarten gesehen, über und über voll mit Blüten. Aber auch die Spalierobst-Äpfel im Garten blühen schon. Und überhaupt war ich schier beeindruckt von der Blütenfülle und dem vielen Obst, das sie ernten werden. Und jetzt ist wieder die schönste Zeit mit den hellgrün leuchtenden Blättern.

 

Und schau mal, wie herrlich der junge Farn sich kringelt!

 

Dieser über und über blühende Baum auf meinem Arbeitsweg hat es mir auch angetan. Die Tür zum Hof ist normalerweise verschlossen. Die lustigen Blüten rechts gehören übrigens nicht zu dem Baum. Hast Du die schonmal gesehen?

 

Sisi, Du und ich

Schon im Berlinale-Programm ist mir der Film “Sisi & ich” aufgefallen. Besonders gefreut habe ich mich daher, dass ich von einer Berlinale-Freundin einen Kinobesuch geschenkt bekommen habe. Es war sofort klar, was wir sehen wollen: “Sisi, Du und ich”! Und was soll ich sagen? Wir waren ab der ersten Szene begeistert! Diese Detailverliebtheit! Und der Soundtrack! Diese Crazyness! Zugleich hat der Film natürlich durchaus einen kritischen Ansatz als Gegenentwurf zu den Sissi-Filmen unserer Kindheit. So sehr spürbar ist die Verzweiflung dieser im Grunde eingesperrten Königin, die zwar alles bestimmen darf – aber trotz aller ihr zugestandenen Freiheit in letzter Konsequenz eben nicht über ihr Leben und ihren Körper. Wir fühlten uns natürlich auch sofort erinnert an Lady Di, deren Schicksal ja durchaus Parallelen aufweist, wie wir in der aktuellen Charles-Doku grad erst wieder gesehen haben.

 

Medientipp: Achtsamkeit und Gesellschaft

Eine Freundin hat mir in dieser Woche den Podcast Achtsam vom Dlf empfohlen. Wie ich schon hier und da geäußert habe, horche ich immer besonders auf, wenn es um kritische Stimmen zum Thema Achtsamkeit geht. Ich denke, jede Bewegung ruft auch immer eine Gegenbewegung hervor, die die toxische Wirkung der entarteten Übertreibung kritisiert. Diese Woche habe ich zum Beispiel gelesen, dass Achtsamkeit die Gesallschaftskritik untergräbt. Daher hat mich in dem Podcast die Folge “Wie berechtigt die Kritik an Achtsamkeit ist” besonders interessiert. Denn schließlich, siehe oben, bin ich ja auch auf der Suche nach dem gesellschaftlichen Nutzen meines Lebensfreude-Journals.

Besonders gefreut hat mich daher, dass die Autorinnen nicht nur auf die Kritikpunkte eingehen, sondern auch beschreiben, wie Achtsamkeit tatsächlich Positives bewirken kann und zwar nicht nur für die Einzelnen, sondern eben auch gesellschaftlich. So gibt es zum Beispiel die “Inner Development Goals”, die die UNO zusammengestellt hat: Was muss sich im Inneren ändern, damit die Nachhaltigkeitsziele (“Sustainable Development Goals”) der UNO erreicht werden können?

 

Noch mehr Freude

  • überall Butterblumen
  • Der Rhododendron blüht auch schon.
  • der erste Spargel
  • in der Mittagspause mit dem Hund des Kollegen gespielt
  • in einer anderen Mittagspause ein Swingtanzpaar freundlich beim Üben an der Strandbar beobachtet
  • und der absolute Hit: ein spontaner Mittagstreff mit einer Zoom-Bekanntschaft aus der Nähe von München, die gerade in Berlin war!
  • Swingtanz zu Livemusik von Fuchs von Zimmer in Clärchens’ Spiegelsaal
  • und da ganz wunderbar mit Sänger Max Tango Argentino auf den Swing getanzt