VELOVELO

Schöne Momente der Woche von Fr bis Do, 5.-11.5.2023

Fahrrad und Grün – das waren meine Schwerpunkte in dieser Woche: Auf der Messe VELO Berlin und mit einer großen Radtour durch den Berliner Norden.

Weddingmarkt, VELO Berlin und Swing

Mein Sonntag begann mit einem Marktbummel. Einmal im Monat findet auf dem Leopoldplatz der Weddingmarkt statt – ein absolut lohnenswerter Kunst- und Designmarkt, den ich sehr liebe: “Gezeigt wird die Vielfalt des lebendigen Stadtteils. Kunsthandwerker, Designer und Künstler zeigen ihre Arbeiten. Keramik, Siebdrucke, Glaskunst, Illustrationen, Malerei, handgemachter Schmuck, Fotografien, selbstgemachte Mode und ausgefalle Kunstobjekte. Alles ‘Made in Berlin’.” Zu meiner Freude habe ich dort am Stand von Kräuter Mian den lecker zitronigen Timut-Pfeffer entdeckt, kurz am Stand unseres Lokalblogs Weddingweiser vorbeigeschaut und mich zum Kaffee verabredet mit dem Kulturverlag Kadmos.

 

Von dort ging es weiter zur VELO Berlin, einem “Fahrradfestival für alle” in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof. Lohnt sich alleine schon wegen der tollen Location mit Blick aufs Tempelhofer Feld, den Radarturm und einen alten Rosinenbomber.

 

Auf der VELO habe ich zwei ganz wunderbare Vorträge gehört: “Hallo Glück, dich gibt’s ja doch! 11000km Bikepacking mit Kind” von Jasmin Böhm und “Rette, rette, Fahrradkette: Zwei Schwestern, zwei Räder, die Welt” von Anna & Ida Lutzenberger, die auf ihrer Tour Spenden für Seawatch gesammelt haben. Ich liebe solche Reiseberichte und Roadmovies von Weltreisen und Touren in nahe und ferne Länder!

Außerdem habe ich dort eine tolle Handyhalterung aus Aluminium gefunden (hält bombenfest und ist endlich mal nicht aus Plastik, daher mache ich mal unbezahlt Werbung) und eine lustige Sonnenbrille, die ich vor meine Brille setzen kann. Damit sehe ich aus wie “Puck, die Stubenfliege” – aber das macht nichts. Ich brauche sie eh nur ganz selten. Zum Abschluss habe ich noch etwas gute Laune getankt mit dem Song “Chicoana” von LASCA FOX, einer Ein-Mann-Band auf dem Lastenrad.

 

Auf dem Weg zum Strandbartanz, an den herrlichen roten Häusern vorbei und durch einen strahlend grün leuchtenden Park, traf ich unverhofft auf eine Gruppe, die am Paul-Löbe-Haus Westcoast-Swing getanzt und damit dem Tango dort Konkurrenz gemacht hat. Wie geil! Das kann ich noch nicht, aber es sieht auf Instagram immer so schön smooth und faszinierend aus. Daher war ich superglücklich, dass ich mittanzen durfte. Drei oder vier ganz wunderbare Tänze haben sie mir geschenkt, sehr improvisativ. So schön! Da die Gruppe dann wieder zu ihrem Workshop gefahren ist, habe ich an der Monbijou-Strandbar weitergetanzt, auch Swing, aber der traditionellere Lindy Hop.

 

 

Radtour ins Grüne

Irgendwann vor Jahren habe ich mir mal vorgenommen, dieses herrliche frische Frühlingsgrün auf keinen Fall zu verpassen und mir Anfang Mai mindestens eine Radtour durch den Wald einzuplanen. Da ich am Montag bürofrei hatte und das Wetter perfekt dafür war, habe ich meine Lieblingstouren im Berliner Norden zu einer großen Runde mit Wald, Wasser und Apfelblüte kombiniert: Durch den Rehbergepark mit bombastischem Grün und am Schifffahrtskanal und den Kleingärten entlang, ging es zunächst zum Tegeler See. Von dort weiter durchs Tegeler Fließ, ein romatischer Bachlauf, und wieder zum Mauerweg in Lübars und Blankenfelde, wo ich schon zu Ostern war. Die alten Apfelbäume dort haben leider noch nicht geblüht, aber die Äpfel im botanischen Volkspark Blankenfelde. Zu meiner Freude habe ich von da noch einen schöneren Heimweg entdeckt, der auch hauptsächlich durchs Grüne führt.

 

Über die Tour schreibe ich vielleicht noch einen weiteren Beitrag, der die Route genauer beschreibt. Hier zumindest schonmal die Karte, falls Du die Tour nachvollziehen möchtest. – Spannend fand ich auch, wie krass wir doch gesellschaftlich konditioniert sind: Ich habe den grauen Samstag fleißig am Rechner genutzt, sitze oft abends noch und auch manchmal am Wochenende. Aber wenn ich einfach so an einem Montag blau mache oder an meinen vier “freien” Tagen Freitag bis Montag private Schwerpunkte setze und eben nicht zwei Tage davon am Schreibtisch sitze, dann fühlt es sich “nicht richtig” an. Dabei war genau das ja ein Ziel meiner Teilselbstständigkeit: flexibel meine Zeit einzuteilen. Und ich nutze solche Touren ja auch ausgiebig zum Fotografieren, um Bildmaterial für die Kalender zu haben. – Falls Du auch diese Freiheit hast: Kennst Du das? Geht es Dir ähnlich? Verrückt, oder?!

 

 

Medien und mehr

König

Ja, da der Samstag so grau war und kaum nach draußen lockte, habe ich tatsächlich nebenbei die Krönung im Fernsehen verfolgt. Und fühlte mich erinnert an die Hochzeit von Charles und Diana, die wir damals ja auch alle geschaut haben. Schon faszinierend. Klar, das Konzept König ist nicht mehr zeitgemäß und die Kosten von der Allgemeinheit tragen zu lassen, finde ich auch höchst fragwürdig. Aber immerhin kommt damit jetzt ein “Öko” auf den Thron, der sich für Naturschutz und gegen Klimawandel einsetzt. Mal schauen, was er trotz der gebotenen Zurückhaltung bewirken kann.

Und auch mit der Serie “Der Doktor und das liebe Vieh” habe ich in Kindheitserinnerungen und britischer Atmosphäre geschwelgt. Die Neuverfilmung war anfangs gewöhnungsbedürftig, aber eigentlich fremdel ich nur mit Siegfried (mit Bart?! Echt jetzt?!), die anderen Charaktere waren rasch wiedererkennbar. Und die Vorahnungen des Krieges sind hier deutlicher spürbarer, als ich es aus dem Original in Erinnerung habe. Was uns wohl noch blühen wird? Staffel 2 habe ich knapp noch erwischt. Die erste Staffel habe ich mir zum Nachschauen schon aus der Bibliothek besorgt und freu mich drauf.

 

Sonst noch spannend diese Woche:

  • Das Buch “Sichtbar. Frauen in der Architektur” abgeholt, eine Einladung für eine Baustellenführung bekommen und die nette Fotografin Anke Illing kennengelernt.
  • Ich war bei der Bürgerveranstaltung zum Wettbewerb “Umbau Karstadt Leopoldplatz” dabei. Mein Favorit hat leider nicht gewonnen. Und ich bin gespannt, wie (negativ) es sich auf das Quartier auswirkt, wenn Karstadt – der wichtigste positive Anker dort – für die Umbauzeit schließt. Und wie sich das geplante “Warenhaus der Zukunft” dann wirklich entwickelt.
  • Und danach natürlich: mein Lieblingstanzen am Dienstag an der Strandbar. 🙂

 

Mit meinem Journal möchte ich dazu anregen, die schönen Momente und Erfolge der Woche zu notieren und sie damit stärker bewusst zu machen und im Gedächtnis zu verankern – UND jede Woche mehr solcher kleinen Glücksmomente aktiv einzuplanen. Ganz bewusst als Ausgleich zu dem, was uns nervt, stresst und Sorgen bereitet. Denn auch das gehört ja zum Leben dazu. Und oft genug vergessen wir darüber die vielen kleinen Glücksmomente.

Hier teile ich einige meiner schönen Momente der Woche. Kleine und große. Vielleicht findest Du darin ja die eine oder andere Inspiration.

🍀

Auf die Reihe “Glücksmomente der Woche” bin ich aufmerksam geworden über den wunderbaren Blog flowers-and-candies.de von Maike Kranaster. Die Reihe wurde von fraeulein-ordnung.de initiiert. “Was hat Dich in dieser Woche glücklich gemacht?” Diese Frage stellt sie jede Woche in ihrem Blog.

Wer Lust hat, kann gerne beim Wochenglück-Rückblick mitmachen und sich bei ihr bis Sonntagabend verlinken. So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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