Landliebe

Schöne Momente der Woche von Fr bis Do, 31.3.-6.4.2023

In dieser Woche war ich zu Besuch bei meiner Tante im Dorf meiner Kindheitsferien. Das ist immer wie eine Reise in eine andere Welt. Und danach brauche ich dann auch immer ein paar Tage, um wieder so richtig bei mir und in meinem Leben anzukommen.

Was ich natürlich liebe vor Ort, ist die Nähe zur Natur. Raus aus der Tür – zack, schon im Grünen! Garten, Felder, Tiere, Wald, … Wobei dafür dann gar nicht sooo viel Freiraum bleibt im Tagesablauf einer 92-Jährigen. Daher verknüpfe ich dann auch gerne mal Aufgaben wie “Altglas wegbringen” oder Einkaufen mit einer kleinen Fahrradtour. Oder suche mir eine entspannte Gartenaufgabe. Toll sind auch die Kontakte im Dorf – und die Hilfsbereitschaft! Ein kleiner Spaziergang, schon wieder jemanden getroffen und geplaudert.

Es ist wirklich beeindruckend, wie meine Tante in ihrem Alter immer noch mit uns kocht und bäckt. Wir haben Königsberger Klopse gemacht und leckeres Gulasch mit Pfifferlingen und Kümmel. Wow!

Und ja, ich habe dieses Mal auch wieder sehr darüber nachgedacht, worauf es eigentlich ankommt. Wir verfallen da immer wieder auch in Aktionismus: Was können wir noch für sie tun? Wo können wir helfen? Was muss gekauft und bestellt werden? – Aber ist es nicht eigentlich viel wertvoller, einfach entspannt Zeit mit ihr zu verbringen, ohne sie ständig mit etwas Neuem zu quälen?

Natur erleben auf dem Dorf

Hier gibt es den Strauch, von dem ich bei meiner Ankunft so fasziniert war, nochmal in seiner vollen Pracht. Und wie die Blüten duften! Herrlich!! Meine Tante vermutet Schlehe, aber ich glaube, es ist etwas anderes.

 

Die größte Freude meiner Tante ist es, die Vögel und Eichhörnchen zu füttern und zu beobachten:

 

Was für ein Frechdachs! Das würde ich auch gerne können!!! 😉

 

Im Dorf gibt es ein Wildgehege. Schau mal, das zweite Bild: Was für eine elegante Drehung!

 

Nachtfrost und Duschglück

Am Montag hatte es Nachtfrost gegeben und herrlichen Sonnenschein am Morgen. Da meine Tante mich gebeten hatte, sie gleich früh zu duschen, bin ich schon vorher kurz spazieren gegangen. Wie herrlich!

Das Duschen war dann der berührendste Moment der Woche! Ihr helfen zu können, sie zu halten. Das Vertrauen, sie nackt zu sehen in ihrer Zerbrechlichkeit. Die Schönheit dieses Körpers mit all den wunderschönen Falten, gelebtes Leben. Und vor allem das Blitzen in ihren Augen und ihre große Dankbarkeit, wie pudelwohl sie sich fühlt, so frisch geduscht. Das sind so schöne intime Momente, die ich im Herzen behalte!

 

Noch mehr Bilder vom Dorf

 

Die Zierjohannisbeere fängt an zu blühen, Heidekraut und noch mehr rosa-weiße Blüten:

 

Das müsste Kornelkirsche sein. Ist mir vorher nie aufgefallen. Ich finde, die Blüten haben Ähnlichkeit mit Ahornblüten.

 

Entlang des Weges:

 

Ostern steht vor der Tür.

 

Rückfahrt mit Umwegen

Am Dienstag ging es dann zurück nach Berlin. Ich liebe es ja, mit der Bahn zu fahren! Obwohl ich inzwischen wirklich eher erstaunt bin, wenn mal alles klappt und ich pünktlich ankomme, wie auf der Hinfahrt. 😉

Die Rückfahrt war so gar nicht pünktlich, hat mir aber sogar Entspannung geschenkt: Der erste Zug war schon verspätet. Da der Anschluss in Hannover dann aber sogar fast eine ganze Stunde zu spät war (Personal unpünktlich aus der vorangegangenen Fahrt), hatte ich keine Eile beim Umsteigen und konnte am Bahnhof Hannover noch die herrlichen Kirschblüten entdecken.

 

Durch eine Streckensperrung und Suizidandrohung fuhr der Zug dann ausnahmsweise über Magdeburg. Ich habe spannende Diskussionen meiner Sitznachbarn über Sozialismus und Kapitalismus mitverfolgen können und erstaunt erfahren, dass sie gerade mit großen Taschen per Bahn umziehen von Amsterdam nach Berlin.

Kurz nach dem Halt in Magdeburg sprach uns ein etwa 15-jähriges Mädchen an: Sie war in den falschen Zug eingestiegen, da der auf ihrem üblichen Gleis stand. Eigentlich wollte sie nur ein paar Orte weiterfahren Richtung Burg. Nun war sie ohne Handy (kaputt) und ohne Geld nach Berlin unterwegs. Und wer weiß heute schon noch Telefonnummern auswendig? Dank Internet und Facebook konnten wir einen Kontakt zu ihren Eltern herstellen. Ihre Mutter hat ihr ratzfatz Geld überwiesen. Und ich habe sie in Berlin auf ihrem Abfahrtsgleis extra nochmal gesucht, um ihr das auch mitzuteilen, so dass sie sich in letzter Minute noch ein Ticket aus dem Automaten ziehen konnte. Hui! Ich glaube, am Ende waren alle froh, dass sie wohlbehalten zuhause angekommen ist.

 

Zurück in Berlin: Ein erstes Treffen live und in Farbe im Chén Chè

Kennst Du das, wenn man jemanden aus einer anderen Stadt nur per Zoom kennt und sich dann zum ersten Mal persönlich trifft? Diese Freude hatte ich Mittwoch in einer verlängerten Mittagspause im Chén Chè mit der bezaubernden Lavinia Lazar aus München, die ich letztes Jahr bei Sigruns Kickstart-Kurs kennengelernt habe. Wir haben uns in echt sogar noch besser verstanden als online, gemeinsam vietnamesische Reistafel genossen, und am Ende gab es sogar noch Geschenke! Ein echtes Highlight!!

 

 

Mittagspause im Park, Ahornblüte und Tanzen

Passend zum Gründonnerstag ist die faszinierend grün-gelbe Ahornblüte in vollem Gange. Ich habe spontan Swing getanzt zur Straßenmusik und abends ziemlich wild mit Freunden auf der Schlagerparty. 😉

 

 

Noch mehr kleine Freuden

  • Passend zu Ostern: Hast Du schonmal so ein Muster auf einem Ei gesehen? Ich finde, das sieht aus wie ein Engel!
  • Meine Schachbrettblume blüht.
  • Ich habe mir Glückstulpen gekauft für 8,88 €.
  • Mir fällt zum ersten Mal auf, dass die kleine Scilla Ähnlichkeit mit Hyazinthen hat. Und Wikipedia verrät mir, dass sie tatsächlich auch Sternhyazinthe genannt wird und beides zu den Spargelgewächsen zählt. Volltreffer! 😉 Das mit dem Spargel hätte ich allerdings nicht gedacht.

 

In diesem Sinne wünsche ich Dir
ein schönes Osterwochenende!

Ganz herzlich

Mit meinem Journal möchte ich dazu anregen, die schönen Momente und Erfolge der Woche zu notieren und sie damit stärker bewusst zu machen und im Gedächtnis zu verankern – UND jede Woche mehr solcher kleinen Glücksmomente aktiv einzuplanen. Ganz bewusst als Ausgleich zu dem, was uns nervt, stresst und Sorgen bereitet. Denn auch das gehört ja zum Leben dazu. Und oft genug vergessen wir darüber die vielen kleinen Glücksmomente.

Hier teile ich einige meiner schönen Momente der Woche. Kleine und große. Vielleicht findest Du darin ja die eine oder andere Inspiration.

🍀

Auf die Reihe “Glücksmomente der Woche” bin ich aufmerksam geworden über den wunderbaren Blog flowers-and-candies.de von Maike Kranaster. Die Reihe wurde von fraeulein-ordnung.de initiiert. “Was hat Dich in dieser Woche glücklich gemacht?” Diese Frage stellt sie jede Woche in ihrem Blog.

Wer Lust hat, kann gerne beim Wochenglück-Rückblick mitmachen und sich bei ihr bis Sonntagabend verlinken. So können wir gemeinsam unser Glück, die schönen Momente und fröhlichen Stunden festhalten.

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