Wie ich wurde, was ich bin

Wie ich wurde, was ich bin

Hui. Zum Neustart in mein Blog-Abenteuer mache ich diesmal mit bei Judith Peters’ Challenge #BoomBoomBlog2022. Und die hat es in sich. Denn – und das sagt Judith von Anfang an – das von ihr vorgegebene Thema: “Wie ich wurde, was ich bin,” beinhaltet ja auch die Frage: “WAS bin ich eigentlich?” – Was mein Werdegang mit dem Lebensfreude-Journal zu tun hat, ist nicht gleich auf Anhieb zu erkennen. Eine epische Annäherung.

Fangen wir doch mal ganz von vorne an:

Kinderfotos

Das bin ich als Kleinkind und stolz bei der Einschulung

 

Geboren und aufgewachsen bin ich im West-Berlin der 70er/80er Jahre, ein richtiges Mauerkind also. Und tatsächlich habe ich die meiste Zeit meines Lebens in Schöneberg, Tegel und Wedding verbracht zumindest, was meinen Wohnort anbelangt. Das hat mich sicherlich geprägt. Der Mauerfall kam für mich gerade zur rechten Zeit: Kurz nach dem Abitur, also genau in dem Alter, in dem sich die eigenen Bewegungsradien erweitern, war ich dankbar über die neu hinzugewonnene Stadt und das Umland. Tragischerweise bin ich allerdings ein paar Tage nach dem 9. November erstmal für fast ein Jahr als Au-Pair nach Brüssel und Paris gegangen und erst pünktlich zur Wiedervereinigung zurückgekommen. Das spannendste Jahr in der Berliner Geschichte habe ich also verpasst. Für mich war es trotzdem auch ein spannendes Jahr und ich kann jetzt immer noch recht fließend Französisch sprechen. 😉 Die Briefe und Tagebücher aus dieser Zeit habe ich übrigens immer noch.

 

als Au-Pair in Brüssel und Paris

89/90 als Au-Pair in Brüssel und Paris
Die Leidenschaft für Fotografie entfacht

Besonders prägend für mich war meine Teenie-Zeit in der Jugendgruppe unserer Kirchengemeinde mit wirklich tollen Sozialarbeiter:innen. Dort habe ich auch die Fotografie für mich entdeckt: Bereits als Kind hatte ich eine kleine Pocket-Kamera. Mit 12 Jahren habe ich dann bei einer Verlosung meine erste Spiegelreflexkamera gewonnen, eine AE1-Programm. Ich würde sagen, Canon hat damit ein gutes Geschäft gemacht, denn sie haben eine treue Kundin in mir gewonnen! Ein Fotokurs (natürlich mit Schwarz-Weiß-Entwicklung) in der Jugendgruppe hat meine Fotoleidenschaft so richtig entfacht. Und bis heute gibt es kaum Bilder von mir ohne Kamera in der Hand. 😉

Me-and-my-camera

Meine große Liebe immer dabei: me and my camera
Im Tunnelblick des logischen Denkens: Mathematik versaut die Sprache!

Während ich mich heute mehr als kreative Chaotin empfinde, war ich in der Schule eher still und ehrgeizig, vielseitig begabt und genauso gut in Sprachen und im Schreiben wie in Mathematik, mit Interesse an Geschichte, Kunst etc. Das waren dann vielleicht die Anfänge der Scanner-Persönlichkeit. 😉 Aus recht kruden Gedankengängen habe ich mich nach dem Au-Pair-Jahr aber erstmal für ein Mathematik-Studium entschieden (statt irgendwas mit Grafik oder Kommunikation). Dass mir das zu einseitig war, zumal in der Kombination mit Informatik, fiel mir recht bald auf. Ich hatte das Gefühl, nur noch in “Wenn-Dann-Sätzen” zu denken und habe erschrocken festgestellt, dass ich immer weniger Adjektive in meinem aktiven Wortschatz hatte und mit dem logischen Denken auch meine Sprache verarmt ist. Spooky! Da ich an der Freien Universität außerdem die Tutoren am spannendsten fand, die Philosophie oder Musik im Nebenfach studierten und von sich sagten: “Ich studiere das zwar, aber als Mathematiker arbeiten möchte ich nicht,” habe ich der Mathematik schließlich nach dem Vordiplom den Rücken gekehrt.

 

Elke vor und nach dem Au-Pair-Jahr

Ende Schulzeit/Anfang Studium
Architektur bringt wieder Vielfalt ins Denken!

Der Hausbau meiner Eltern Anfang der 80er, der tolle Geruch der Baustelle nach feuchtem Mörtel und erhitztem Stahl, der Architekt mit seinem ChowChow,… das waren einschneidende Erlebnisse in meiner Kindheit. Zudem konnte ich mich stundenlang mit Basteln beschäftigen (unter anderem ein Wochenkalender für meine Schwester) und habe selten, aber gerne gezeichnet. Ein kurzer Wortwechsel in der Familie hat mich dann zusätzlich bestärkt: “Wenn ich alt bin, studiere ich aus Interesse nochmal Architektur.” “Warum machst Du das dann nicht gleich?!??!!” So kam es, dass ich mich schließlich an der TU Berlin für Architektur eingeschrieben habe, ein Fach, von dem ein späterer Professor von mir behauptet hat, es sei ein “Studium Generale” und damit könne man “alles machen”.

Tatsächlich habe ich es auch genau so empfunden: Der Entwurf stand im Mittelpunkt des Studiums. Aber dabei müssen so viele unterschiedliche Faktoren berücksichtigt werden, gestalterisch, technisch, soziologisch, wirtschaftlich und rechtlich, es gab Architekturtheorie und Architekturgeschichte, Zeichenkurse und Druckgrafik, ich habe handwerkliche Kurse zum Schweißen belegt, zum Holzbau und zum Schmieden. Kurzum: Das Architekturstudium hat anders als die Mathematik endlich wieder verschiedene Denkrichtungen gefördert und meine vielseitigen Interessen befriedigt. Auch wenn ich oft nur scherzhaft sage: “Ich habe Basteln studiert.” 😉

Kunst im Architekturstudium

So tolle Sachen durfte ich im Architekturstudium machen!
Wie gestalte ich die Welt, in der ich leben möchte?

Besonders begeistert haben mich im Studium die Ideen der 20er-Jahre. Der unbedingte Wunsch der damaligen Architekten, die Lebensbedingungen der Menschen durch Architektur zu verbessern, inspiriert mich bis heute. Die Fragen von damals sind heute noch genauso aktuell wie vor hundert Jahren:

Wie kann ich die Welt zu einem besseren, gerechteren Ort machen? Wie kann ich bezahlbaren Wohnraum für das Existenzminimum schaffen und damit allen Menschen ein gutes, gesundes Leben ermöglichen? Wie kann ich Arbeitsabläufe effizienter gestalten?

Architekturbücher

Unser Wohnen und auch unsere Schulen und Arbeitsräume, die Orte, an denen wir uns täglich aufhalten, sind so existenziell mit der Lebensqualität verbunden und Architektur und Stadtgestaltung haben einen solchen Einfluss auf soziologische und psychologische Prozesse, auf unser Zusammenleben und Wohlbefinden. Dazu kommen heute noch Gedanken zur Nachhaltigkeit, Ökologie und dem Klimawandel. Die Architektur gestaltet maßgeblich unseren Lebensraum im Guten wie im Schlechten. Und der Gedanke, der jedem Entwurf zugrunde liegt: “Wie soll die Welt aussehen, in der ich leben möchte?”, ist zugleich auch die große gesellschaftliche Frage und die Frage, die wir uns alle auch für uns persönlich immer wieder neu stellen müssen. (Zum Beispiel beim Journaling. 😉 ) Oder konkreter übersetzt aufs Journaling:

“Wie möchte ich mein Leben gestalten? Mein Jahr, meinen Sommer, meine Woche, meinen Tag?”

Aus der Architektur übernehme ich also den Gestaltungswillen und die Gestaltungsfreude, das Vertrauen, dass ich etwas bewegen und umsetzen kann, dass aus einer ersten Idee ein Plan wird und aus dem Plan Realität. Wohl wissend, dass wir im Leben natürlich nicht alles vorausplanen können oder auch wollen, wir auswählen und verwerfen müssen und der besondere Zauber oft ja gerade in den spontanen Momenten liegt. Aber so ganz ohne Idee und Planung bewegt sich eben auch nichts und das Leben rauscht an uns vorbei…

Erst kürzlich habe ich übrigens den Klassiker “Der Weg des Künstlers” von Julia Cameron beim Aufräumen in meinem Keller wiederentdeckt. Ich habe mich tatsächlich mit Morgenseiten, also dem frei fließenden Journalschreiben, meiner Diplomaufgabe genähert!

Wie ein Tag auf dem Eis mein Leben verändert hat und mich das Tanzen vorm Burn-Out rettet

Architektur ist ein tolles, kreatives Studium, das aber leider den Hang zur Selbstausbeutung stärkt. Schon im Grundstudium haben uns die Professoren gefragt, wie viele Nächte wir durchgemacht haben für die Abgabe, und haben mit ihren eigenen Geschichten geprahlt. Ich erinnere mich an die tollsten Sonnenaufgänge am Ernst-Reuter-Platz und Momente, in denen ich fast beim Zeichnen eingeschlafen bin.

Eines Sonntags auf dem zugefrorenen Tegeler See überkam mich die Erkenntnis: Die meisten Menschen haben das jede Woche. Freizeit, Spaß, Ausflüge. Zwei Tage Wochenende. Jede Woche, nicht nur “nach der Abgabe”. Da war doch dieser Kommilitone, der immer so begeistert vom Tanzen erzählt… Von dem habe ich mir Tipps geben lassen und mich zum Tanzkurs angemeldet. Seitdem ist das Tanzen ein fester Anker in meinem Leben und mein wichtigster Ausgleich. Und ich plane mir regelmäßig Pausen draußen und schöne Ausflüge ein. Ganz bewusst.

 

Schlittschuhlaufen auf dem Weißensee + “Wir tanzen Tango”
InDesign my love!

Während des Studiums habe ich auch festgestellt, dass mir die Dokumentation und Darstellung mehr Spaß machen und besser liegen als der Entwurf selber, das Zeichnen und Pläne hübsch machen, ein Booklet erstellen etc. Ich habe damals meine Liebe für InDesign (bzw. die Vorläufer davon) und Photoshop entdeckt, für das Layout auf Papier und die Bildbearbeitung. Ich durfte als Fotografin an einem Bauforschungsprojekt zur Maxentius-Basilika in Rom teilnehmen, bin mit meiner Spiegelreflexkamera und Beschriftungskärtchen in halsbrecherischer Höhe auf dem Gerüst herumgeturnt und habe im Anschluss wochenlang Dias sortiert und beschriftet. Und ich habe als Studentin angefangen, im Deutschen Architektur Zentrum DAZ zu arbeiten, einem Ausstellungs- und Veranstaltungszentrum, und habe damit den Grundstein gelegt für meinen späteren Werdegang in der Öffentlichkeitsarbeit.

Von der Architektur zum Media Management

Da nach meinem Diplom der Arbeitsmarkt für Architekten gerade auf seinem Tiefpunkt angelangt war, bin ich zunächst im DAZ geblieben und habe mir dann eine kurze Phase mit wechselnden Jobs im Bereich Ausstellungsorganisation und Katalogredaktion gegönnt. Als Konferenzassistentin für hochpreisige Seminare und Konferenzen zu Themen rund um Marketing und PR, die Macht der Marke, Mediamanagement und Werbewirkung habe ich unter anderem gelernt, wie man die Aufmerksamkeit des Publikums fesselt. Und im zweisemestrigen Masterstudium AMM Architektur Media Magement an der FH Bochum habe ich dann anschließend noch die theoretischen Grundlagen für Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit speziell in der Architektur gelernt.

An der da!-Ausstellung der Architektenkammer Berlin habe ich mehrfach mitgearbeitet.
2005: Der Tod eines lieben Freundes wirft mich komplett aus der Bahn

Zur Erholung nach dem AMM-Studium habe ich mir mit einem lieben Freund einen Urlaub in der Türkei gegönnt. Die Reise endete tragisch: Am vorletzten Tag, direkt vor meinen Augen, fiel er mitten im Gespräch im Gehen neben mir tot um. Plötzlicher Herztod. Das ist, als würde ein Baum umfallen. Mit dem Gesicht nach vorne. Glücklicherweise waren ein paar Urlauber und Einheimische in der Nähe, haben Erste Hilfe geleistet und den Notarzt gerufen. Aber die Hilfe kam leider zu spät. Ich kannte ihn lange genug, um die Telefonnummer seiner Mutter auswendig zu kennen. Und es war gerade genug Zeit, um alles Nötige vor Ort zu regeln Krankenhaus, Polizei, Koffer packen,… und dann abzureisen.

Die Trauer danach hat mich umgehauen. Ich habe komplett unterschätzt, dass ich einen Schock erlitten habe und mir nicht erst viel später hätte Hilfe holen sollen. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt über den (fehlenden) Umgang mit Verlust und Trauer in unserer Gesellschaft und den starken Fokus auf Fröhlichkeit und kurzweiliges Vergnügen. Und dass man sich wie ein Alien fühlt, wenn man gerade in einem ganz anderen Gefühlsmodus schwingt. Und natürlich wird einem in solchen Phasen die Endlichkeit unseres Lebens immer wieder neu bewusst. Wie wichtig es ist, das Leben zu genießen. Jetzt, nicht irgendwann. Und Zeit mit lieben Menschen zu verbringen. Was mir natürlich auch nicht immer gelingt.

Grabstein

Seit 2008: Die tollsten Pausen in Mitte

Mein kurzer Ausflug in die Selbstständigkeit danach (mit einem eigenen Marktforschungsprojekt und als Freelancerin für PR) endete 2008 mit einer Festanstellung als PR-Verantwortliche in einem tollen Berliner Architekturbüro. Eigentlich dachte ich, ich würde nur zwei, drei Jahre dort bleiben und mich dann wieder selbstständig machen. Doch nun bin ich immer noch dort, wenngleich inzwischen nur noch 50%. Das Abenteuer Selbstständigkeit lockt mich nach wie vor, aber dieses Büro ist wie eine große Familie und ich fühle mich dort sehr zuhause. Die Architektur ist super, das Team auch! Ich bin unter anderem verantwortlich für die Website und das Bildarchiv, für Texte und die Abstimmung von Veröffentlichungen. Die Arbeit im Großraumbüro mit Telefon und Empfang stellt besondere Anforderungen an Konzentration und Fokus. Daraus hat sich in den letzten Jahren ein starkes Interesse für die entsprechenden Tipps und Kniffe rund um Organisation & Zeitmangement für kreative Chaoten entwickelt.

Etwas, das ich im Angestelltenleben von Anfang an sehr genossen habe, sind die Pausen, Wochenenden und bezahlten Urlaube. Tatsächlich habe ich dort die Freiheit, sehr lange Pause zu machen, und die Lage in Mitte mit dem Monbijoupark in der Nähe erlaubt es mir, von der Arbeit direkt in den Park, ins Freibad oder auf die Tanzfläche zu wechseln. Ich habe gelernt, das regelrecht zu zelebrieren und mir die Mittagspause als Genusszeit und Me-Time fest einzuplanen. Interessanterweise fällt mir das in meiner freien, kreativen Arbeiten viel schwerer. Ich kenne also beide Seiten.

 

WasserratteDas ist natürlich nicht in der Mittagspause, sondern im Urlaub: Elke als Wasserratte
Spiritualität und die chinesischen 5 Elemente

Ein besonders heftiger Liebeskummer hat mir vor etwa zehn Jahren eine ausgedehnte Phase der spirituellen Suche beschert. Neugierig, offen und experimentierfreudig habe ich vieles ausprobiert, von Yoga über Mantren-Singen bis hin zu Tantra. Und mir den Kummer von der Seele geschrieben. Die Suche nach den großen Erklärungen des Lebens hat mich unter anderem zu den chinesischen 5 Elementen geführt, deren Modell der Resonanzen ich sehr nachvollziehbar und aus dem Leben gegriffen finde. In Pao Sierman habe ich hier einen tollen Lehrer gefunden und viel gelernt über die Zyklen der Natur. Auch bereits in dieser Phase entdeckt habe ich Veit Lindau, dessen Art und Haltung ich sehr schätze. Von Nicole Anna Stadler von den Minervas habe ich noch weitere Impulse zum zyklischen Leben und Arbeiten bekommen. Unter anderem in meinem Fokus auf die Jahreszeiten fließt das zyklische Denken mit ein, das ich eher als naturgegeben ansehe, ohne dem eine große spirituelle Dimension geben zu wollen.

2020: “Freude Zeit Leben” erblickt das Licht der Welt

Das erste Corona-Jahr war für uns alle sicher ein einschneidendes Erlebnis. Mir hat es wieder bewusst gemacht, dass meine Anstellung zwar bequem, aber auch eine Komfortfalle ist. Und dass ich es mir später vorwerfen würde, wenn ich es selbstständig nicht wenigstens versucht hätte. Wie genau ich auf die Idee mit dem Journal gekommen bin, bietet genug Stoff für einen weiteren Blogbeitrag. So viel sei aber verraten: Die Idee für ein Journal mit viel Platz für Selbstreflexion, Organisation und Notizen schwelte schon lange in mir. 2020 war dann für mich der passende Zeitpunkt, um das zu realisieren. Ich wollte etwas kreieren, um in dieser von Ohnmacht geprägten Zeit wieder ins Tun zu kommen. Das Leben in die eigene Hand zu nehmen und selbst zu gestalten. Um einen Ort für meine Gedanken zu haben aber nicht mehr nur meine Sorgen zu notieren, sondern den Blick bewusst auch immer wieder auf die schönen Momente zu lenken. Gerade jetzt. Zum Ausgleich. Und mich regelmäßig daran zu erinnern, mir mehr davon einzuplanen. So ist das Thema Lebensfreude dazugekommen.

Nichts ist kraftvoller als eine Idee, deren Zeit gekommen ist.

Victor Hugo

Wo stehe ich heute und wie geht es weiter?

Inzwischen gibt es mein Lebensfreude-Journal “Freude Zeit Leben” bereits im zweiten Jahr. Ich habe noch einige Exemplare übrig für 2022, die Du gerne bei mir per Mail bestellen kannst. Ich selbst hatte in den letzten Monaten eine bewegte Zeit mit vielen Auf und Abs und habe das Journal dabei sehr zu schätzen gelernt, gerade auch an den Tiefpunkten. Auch 2023 will ich daher bewusst “schöne Erinnerungen schaffen” und meine verschiedenen Betätigungsfelder Selbstreflexion/Journaling, Gestaltung, Fotografie und Text noch enger zusammenbringen. Momentan arbeite ich an Konzepten für einen Kurs und zum Co-Journaling. Und hier im Blog will ich Geschichten aus dem Leben erzählen von Menschen und ihrem persönlichen Weg, mehr Freudezeiten in den Alltag zu bringen. Wenn Du magst, auch Deine Geschichte. Melde Dich gerne bei mir!

Ganz herzlich

 

 

Dankbarkeit trainieren

Dankbarkeit trainieren

Hier kommt Dein kleines Stück vom Glück!

 Wie sich Dankbarkeit auf Dein Wohlbefinden auswirkt

ein Gastbeitrag von Kathrin Kaschura

Vorweg die gute Nachricht: Unseren Blick für Glücksmomente und Dankbarkeit können wir trainieren. Dankbarkeit – darunter verstehe ich, positive Aspekte wie Momente des Glücks in unserem Leben zu bemerken und zu schätzen. Lohnt es sich, Dankbarkeit zu lernen und anzuwenden? Welche Wirkung hat es, wenn wir bewusster mit Dankbarkeit und Glück umgehen?

 

Glück und Dankbarkeit: Wo bist Du mit Deiner Aufmerksamkeit?

Jeder Mensch entscheidet für sich, was Glück für ihn bedeutet. Wir können unserem Glücksempfinden aber leicht auf die Sprünge helfen. Denn der wichtigste Punkt für das Glück ist unsere Dankbarkeit. Wenn wir uns bewusst machen, wofür wir in unserem Leben dankbar sind, dann richten wir automatisch unsere Aufmerksamkeit auf das, was uns Kraft und Energie schenkt. Im Alltag sehen wir jedoch meist nicht hin, was uns dankbar oder glücklich macht.

Um das zu verdeutlichen, möchte ich kurz die Geschichte von der alten, weisen Frau mit den Glücksbohnen nacherzählen, die in vielen unterschiedlichen Varianten existiert. Die Verfasserin ist meines Wissens leider unbekannt.

 

Eine Jackentasche voller Glücksmomente

Es war einmal eine sehr alte, weise Frau. Sie verließ ihr Haus nicht, ohne vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken. Der einzige Zweck, warum sie die Bohnen mitnahm, war, dass sie die schönen Momente in ihrem Leben besser erinnern wollte. Und immer, wenn sie während des Tages etwas Schönes erlebte, was ihr Freude bereitete und sie für einen Moment glücklich machte, nahm sie eine Bohne aus der rechten Jackentasche und ließ sie in die linke gleiten.

Bald schärfte sich ihr Blick für das Glück. Von Tag zu Tag entdeckte sie mehr Gründe dafür, die Hülsenfrüchte von der linken in die rechte Tasche wandern zu lassen. Die frische Morgenluft, der Duft von frisch gebackenem Brot, der Gesang der Amsel auf dem Dachfirst, ein Moment der Stille, das Lachen von Menschen, das nette Gespräch mit ihrer Nachbarin – bei jeder dieser Freuden ließ sie eine Bohne in die rechte Tasche gleiten. Manchmal wechselten gleich mehrere Bohnen auf einmal die Jackentasche.

Abends saß die weise Frau, bevor sie zu Bett ging, an ihrem Kamin und nahm die Bohnen aus der linken Jackentasche in ihre Hand. Ihr war klar: In jeder einzelnen steckte ein Glücksmoment. Sie genoss diese Minuten und führte sich vor Augen, was sie an diesem Tag Gutes erlebt hatte. Selbst wenn sie nur eine einzige Bohne in der linken Jackentasche fand, wusste sie: Auch diese stand für einen Augenblick des Glücks. Auch dieser Tag war ein glücklicher Tag und es hatte sich gelohnt, dafür zu leben.

Schenke Dir selbst ein Buch voller Glücksmomente und Dankbarkeit

Das mit den Bohnen ist eine ganz einfache Möglichkeit, Deine Dankbarkeit und Deine Glücksmomente mehr in den Fokus zu nehmen. Eine andere Möglichkeit ist Dein Lebensfreude-Journal oder ein anderes Positiv-Tagebuch. Im Grunde kannst Du dafür jedes Notizbuch verwenden.

1. Passendes Buch dafür finden: Dafür eignet sich jedes schöne Notizbuch, ein Kalender oder Bullet Journal. Oder auch Dein Freude Zeit Leben Journal. Dort ist schon extra Platz dafür vorgesehen.

2. Wenn Du Spaß daran hast, kannst Du das Buch oder die einzelnen Seiten noch so gestalten wie Du es möchtest. Da ist Deine Kreativität gefragt. Das muss aber auch gar nicht sein. Auf den Inhalt kommt es an!

3. Und dann machst Du es im Grunde wie mit den Bohnen, die von einer Tasche in die andere wandern: Du schreibst jeden Tag oder jede Woche das, wofür Du dankbar bist und was Dich glücklich macht, in Dein Journal. Einen Gedanken pro Notiz.

4. Das Aufschreiben hat den Vorteil, dass Du Dir die Notizen wieder anschauen kannst, wenn Du eine Aufmunterung brauchst. Du kannst auch ein paar Glücksmomente-Seiten wahllos in dem Buch aufschlagen, wenn Du Deinen Fokus auf etwas Positives in Deinem Leben richten möchtest.

Leg Dir am besten gleich Dein eigenes Buch voller Glücksmomente und Dankbarkeit an und fokussiere mehr auf die positiven Aspekte in Deinem Leben: Welche Begegnung oder welcher Moment hat Dir heute gut getan? Wofür bist Du dankbar?

Leben dankbare Menschen gesünder?

Die Wirkung von Dankbarkeit und Glück wird in verschiedenen Fachrichtungen wissenschaftlich untersucht. Denn Dankbarkeit, so die Hypothese, könne einen positiven Einfluss auf unsere Gesundheit haben. Ich möchte Dich motivieren, Deine Aufmerksamkeit auf die positiven Aspekte des Lebens zu richten und auf das, wofür Du dankbar sein kannst. Das möchte ich nicht mit den schwammigen Aussagen „es werden Glückshormone ausgeschüttet“, „Stress wird abgebaut“, „Du erlangst mehr Zufriedenheit“ tun. Vielmehr wenden wir uns kurz ein paar ausgewählten und hoffentlich motivierenden Forschungsergebnissen zu.

Im Bereich der Verhaltenskardiologie werden Zusammenhänge zwischen positiven psychologischen Attributen wie Spiritualität und Dankbarkeit und kardiologischen Erkrankungen untersucht. Paul J. Mills, spezialisiert auf Psychoneuroimmunologie und Psychosomatik, zeigte im Jahr 2015 in einer Studie, dass Dankbarkeit die Herzgesundheit unterstützt. An seiner Studie beteiligten sich 186 Frauen und Männer. Alle litten unter Herzschwäche, bei der sie noch keine körperlichen Symptome spürten. Einige von ihnen führten ein Dankbarkeitstagebuch, wodurch sich ihre körperliche Verfassung verbesserte und eine Verschlechterung der Erkrankung verhindert wurde. Mills führte positive gesundheitliche Effekte auf die Dankbarkeitsinterventionen zurück. Er sieht darin sogar einen Behandlungsansatz zur Verbesserung des Wohlbefindens von Herzpatienten, potenziell mit einem großen klinisch-therapeutischen Wert: „Efforts to increase gratitude may be a treatment for improving well-being in HF patients’ lives and be of potential clinical value.“ (Mills, 2015, S. 5)

In der Korrelationsanalyse wurde Dankbarkeit mit folgendem gesundheitlichen Wohlbefinden assoziiert: besserer Schlaf, weniger depressive Verstimmung, weniger Müdigkeit. Patienten, die mehr Dankbarkeit zeigten, hatten auch geringere Entzündungsraten als die Kontrollgruppe.

 

Durch Dankbarkeit wirst Du auch optimistischer!

In ihrem sehr lesenswerten Spiegel-Artikel von 2016 fasst Stefanie Maeck einige Studienergebnisse zusammen und konstatiert: “Jene, die das Dankbarkeitstagebuch geführt hatten, wiesen bei den psychologischen Befragungen messbar mehr Optimismus auf als die Probanden der anderen beiden Gruppen. Sie fühlten sich vital und verspürten mehr Lebensfreude. Körperliche Symptome wie Bauch- oder Kopfschmerzen, Schwindel oder Muskelverspannungen hatten sich reduziert, sie gingen seltener zum Arzt, schliefen länger und besser. Auch ihre Fitness war besser geworden, und sie trieben messbar mehr Sport als die Vergleichsgruppen.” Einen wichtigen Einfluss hat dabei vor allem die soziale Seite der Dankbarkeit: “Die Probanden waren dankbar für Dinge, die sie von anderen empfangen hatten. Sie empfanden Dank für externe Umstände und Menschen, die ihr Leben positiv beeinflussten. Und tatsächlich: Bei einer genaueren Befragung der Teilnehmer stellte sich heraus, dass sich die sozialen Bindungen durch die Dankbarkeitsintervention weiter verstärkt hatten, die Dankbaren verbuchten darüber hinaus größere Fortschritte im Bereich Motivation und beim Erreichen wichtiger Ziele.”

Das lässt sich leicht nachvollziehen. Greifen wir einmal den Aspekt des Feierns heraus: Indem Du über Positives redest oder schreibst und Deine Erfolge feierst, erkennst Du sie an. Du wirst Dir Deiner Begabungen, Talente und Stärken bewusst. Damit blickst Du zuversichtlicher in Deine Zukunft und bist besser gewappnet für fordernde Zeiten. Eine optimistische Geisteshaltung stärkt Dein Selbstbild und schafft Vertrauen, führt zu einer positiven Selbst- und Fremdeinschätzung und das macht Dein Leben stressfreier.

Na, das klingt doch vielversprechend! > Also ran ans Dankbarkeitstagebuch!! 😉

 

Herzliche Grüße aus der Sommergasse in Weinheim!

Kathrin Kaschura

Literatur

  • Stefanie Maeck (2016). Dankmuskel bitte anspannen. Spiegel Psychologie, 26.12.2016. [abgerufen am 20.07.2020]
  • Die Glücksbohnen – Geschichte zum Nachahmen. Netzfrauen. [abgerufen am 06.03.2021]
  • Mc Craty, R. et al. (2015). The effects of emotions on short-term power spectrum analysis of heart rate variability. In: The American Journal of Cardiology.2015, Vol. 76, Issue 14, p. 1089–1093.
  • Mills, Paul J. et al. (2015). The Role of Gratitude in Spiritual Well-Being in Asymptomatic Heart Failure Patients. Spirituality in Clinical Practice. In: American Psychological Association. 2015, Vol. 2, No. 1, p. 5–17. [abgerufen am 20.07.2020]
  • Wood, A. M., Maltby, J., Stewart, N., Linley, P. A., & Joseph, S. (2008). A social-cognitive model of trait and state levels of gratitude. In: Emotion, 8, p. 281– 290.

Vielen Dank für diesen Gastbeitrag an Kathrin Kaschura!

Und wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen und freundliche Weiterleitung! Vielen Dank!

Dankbarkeit & Zeitmanagement

Die Zeitplanerin Anita Weiß hat kürzlich ein schönes Podcast-Interview mit mir geführt. Darin erfährst Du unter anderem, was Dankbarkeit mit Zeitmanagement zu tun hat, wie Du Dir selber Dankbarkeitsmomente kreierst und was ein einfaches Danke! ❤️ im Journal für mich verändert hat.

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Sommerfeuer

Sommerfeuer

Den Sommer genießen

 – Kommunikation & Lebensfreude –

 

Puh, die ersten heißen Tage haben es eindeutig gezeigt: Wir sind jetzt schon mitten im Sommer, der nach der chinesischen 5-Elemente-Lehre dem Feuer entspricht – auch wenn der großen Hitze jetzt erstmal eine unbeständige Zeit mit viel Auf und Ab und Gewittern folgt.

Das Feuer

Unter den Jahreszeiten bezeichnet Feuer den Frühsommer mit der am Zenit stehenden Sonne, die Hitze, die Blütezeit der Pflanzen, die Zeit der blühenden Wiesen mit ihrem Flirren und dem betörenden Duften ihrer Blüten und dem Schwirren der Insekten. Unter maximaler Sonneneinstrahlung entwickeln sich die Pflanzen am schnellsten und verströmen sich mit ihren Düften und ihren Pollen.

 

Es ist eine Zeit, in der alles von allein geschieht, die Dinge wachsen von selber, wir werden träge – und so ist der Sommer keine Zeit zum Tun, sondern zum Sein – zum Sein mit anderen Menschen.

 

Das Rot ist wie bei uns dem Element Feuer zugeordnet. Der Mittag als Tageszeit und der Süden als Himmelsrichtung entsprechen dem Feuer.

 

Quelle: Pao Siermann, Die 5 Elemente

Eine Zeit zum SEIN und vor allem zum Sein mit anderen Menschen – das passt doch wieder wie die Faust aufs Auge zur aktuellen Stimmung! 😉

Zeit für Erholung & Kommunikation

Der Sommer mit seinen langen Tagen und dem vielen Tageslicht ist eine Zeit hoher Energie, aber auch – wie oben beschrieben – einer gewissen Trägheit aufgrund der Hitze. Eine Zeit also zwischen La Dolce Vita und Dolce Far Niente, die dazu einlädt, Urlaub zu machen und das Leben zu genießen. Nicole Anna Stadler vergleicht das in ihrem Kurs “zyklisch leben und zyklisch arbeiten”, mit der kleinen Atempause zwischen dem Einatmen (Frühjahr) und dem Ausatmen (Herbst) – wie übrigens auch die Mittagspause. So bildet der Sommer im Jahresrhythmus für uns das Gegenstück zu der langen Atempause im Winter.

Und zugleich, so empfiehlt sie, können wir diese Zeit, beruflich wie privat, besonders gut nutzen, um Kontakte zu knüpfen und auszubauen, Kooperationen anzubahnen und Netzwerke zu pflegen. Gut gelaunt und in Sommerstimmung fällt es uns besonders leicht, mit anderen ins Gespräch zu kommen, zumal sich draußen jetzt viele unkomplizierte Kontakte ergeben. Wir zeigen uns gerne und gefallen uns auf Fotos, teilen mit leichter Hand unsere Urlaubserlebnisse, wie auch schöne Erfolge.

Das Element Feuer im Menschen

Im Menschen sind die Organ-Funktionskreise Herz und Dünndarm und ihre Meridiane dem Feuer zugeordnet. Das Herz steht für die Klarheit des Bewusstseins und die Lebensfreude, die Begeisterungsfähigkeit, für die Liebe und für die Erotik. Die Emotion, die dem Feuer zugeordnet wird, ist die Freude.

 

In den Klassikern steht, das Herz sei wie ein Fürst, von dem klare Einsicht und richtungweisender Einfluss ausgehen. Ihm obliege es, die Harmonie aller Organe zu sichern. So gilt es auch als die Instanz in uns, die ein Bewusstsein für das Ganze hat und den Überblick über unsere Beziehungen; die Instanz, die uns „mit dem Herzen verbunden“ sein lässt, die Stimme unseres Herzens.

Quelle: Pao Siermann, Die 5 Elemente

Saisonale Schwankungen der Gehirnaktivitäten

Spannend fand ich in dem Zusammenhang auch einen Beitrag in Spektum der Wissenschaft: “… nicht nur unsere Stimmung reagiert auf den Wechsel der Jahreszeiten – sondern auch unser Gehirn. Bei Aufgaben, die unsere ausdauernde Aufmerksamkeit erfordern oder unser Arbeitsgedächtnis beanspruchen, schwankt die Gehirnaktivität saisonal sehr stark, wie Wissenschaftler um Gilles Vandewalle von der Universität Lüttich nun berichten: Bei Aufmerksamkeitsaufgaben erreicht sie ihr Maximum zur Sommersonnenwende und bei Gedächtnisaufgaben zur Tag-und-Nacht-Gleiche im Herbst.”

Die Autoren führen weiter aus: “Die Studienteilnehmer bewältigten beide Aufgaben das ganze Jahr über gleich bleibend gut. Doch die Aktivität der untersuchten Hirnareale variierte je nach Jahreszeit stark. Über einen Zeitraum von zwölf Monaten betrachtet, ergaben die kontinuierlichen Veränderungen der Gehirntätigkeit eine Sinuskurve mit einem Maximum und einem Minimum. Die Phasen der stärksten und geringsten Aktivität waren zwischen Aufmerksamkeits- und Gedächtnisaufgaben um etwa drei Monate gegeneinander verschoben.” Erklärt wird das mit dem Ausstoß von Serotonin und Dopamin, die in Abhängigkeit vom verfügbaren Sonnenlicht oder der Veränderung der Tageslänge in vergleichbaren Kurven saisonalen Schwankungen unterliegen. “Jahreszeitliche Rhythmen finden sich an vielen Stellen in der Natur. … Beim Menschen verzeichnen Studien saisonale Schwankungen unter anderem bei Blutdruck, Cholesterin und sogar auf zellulärer Ebene.”

Und wann beginnt der Sommer?

Wie schon im Beitrag zum Frühjahr ausgeführt, gibt es hierfür verschiedene Ansätze: Der “metereologische” Sommerbeginn, der im Wesentlichen zur Vereinfachung der Statistik festgelegt wurde, ist auf der Nordhalbkugel der 1. Juni. Der Sommer umfasst damit die drei Monate Juni, Juli und August. – Daran habe ich mich auch für mein Journal orientiert.

Das scheint für unsere Breiten metereologisch auch tatsächlich ganz gut zu passen: “In Mitteleuropa liegt der potenzielle Höhepunkt des Sommers mit den höchsten Temperaturen ungefähr drei bis sechs Wochen nach der Sommersonnenwende, also etwa zwischen Mitte und Ende Juli, bei eher kontinentalem Klima etwas früher, bei eher maritimem Klima etwas später.” Wikipedia

Astronomisch ist der Sommerbeginn bei uns auf das Datum der Sommersonnenwende festgelegt, welches unter anderem durch die Schaltjahre variiert und am 20., 21. oder 22. Juni liegt. In diesem Jahr war der astronomische Sommerbeginn demnach am 21. Juni.

Mit dem Mittsommerfest wird die Sommersonnenwende vor allem im skandinavischen Raum groß gefeiert als generationsübergreifendes Dorffest mit Blumenkränzen im Haar und Kreistänzen um die Mittsommerstange. Bei uns gibt es eher regionale Traditionen rund um die Johannisnacht am 23./24. Juni wie z.B. das Johannisfeuer. Oder in einigen Städten in neuerer Zeit die Fête de la Musique.

 

Midsommar in Schweden

Midsommar ist in Schweden beinahe so wichtig wie Weihnachten. Die Menschen kommen zusammen, tragen weiße Kleidung und Blumen im Haar, tanzen, essen und feiern den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Im Volksglauben ist die Mittsommernacht voller Magie. Elfen tanzen, Trolle verstecken sich hinter Bäumen und auch die Natur entfaltet ihre magische Wirkung. Mädchen und junge Frauen sammeln in Stille 7 verschiedene Blumen, legen sie unter ihr Kopfkissen um nachts von Ihrem zukünftigen Liebsten zu träumen und so manch Mittsommerkranz wird bis Weihnachten aufgehoben und für Stärke und Gesundheit ins Badewasser gegeben.

 

Quelle: Birgit Fazis, emmabee.de

Der Sommer nach dem chinesischen Kalender

Während bei uns also der längste Tag des Jahres, zumindest astronomisch gesehen, den SommerANFANG markiert und im Laufe des Sommers die Tage wieder kürzer werden, verfolgt der chinesische Kalender einen anderen Ansatz: Die Sommersonnenwende wird dort als der Höhepunkt des Sommers verstanden und liegt exakt in der Mitte. Die drei Somermonate entsprechen damit “genau der Zeit, in der die Sonne am höchsten am Himmel steht, also die potenziell größte Strahlkraft auf die jeweilige Erdhalbkugel hat.” Wikipedia

Je nach Rechenweg beginnt der Sommer nach dem chinesischen Kalender damit bereits Anfang oder Mitte Mai und wird Angang/Mitte August vom Herbst abgelöst.

Für die 5-Elemente-Spezialisten unter Euch: Nach dem von Pao Siermann bevorzugten Rechenweg läge die Sommersonnenwende in der Mitte des Feuers, das damit bereits um den 15. Mai herum beginnt und etwa bis zum 27. Juli andauert. Die 18 Tage bis zum Beginn des Metalls um den 15. August herum werden dann wieder der Erde zugerechnet, die jeweils die Zwischenzeiten einnimmt.

Einteilung des Sommers nach der Natur

Im Beitrag zum Frühling hatte ich ja bereits den phänologischen Ansatz anhand der Blüh- und Ernteperioden erklärt auf die dazu passende Grafik des swr hingewiesen: Die 10 Jahreszeiten. Gemäß dieser Grafik beginnt der Frühsommer bei uns tatsächlich schon Mitte/Ende Mai. Der Spätsommer ist hier bis Ende August verzeichnet.

  • Frühsommer: Wenn der Klatschmohn in den Getreidefeldern blüht, hat der Frühsommer begonnen. Auch die Blüten der Holunderbüsche mit ihren dicken weißen Dolden sind ein deutliches Zeichen dafür.
  • Hochsommer: Die Blüten des Lindenbaums läuten die heißeste Zeit des Jahres ein und in den Gärten sind die Johannisbeeren erntereif. Auf den Feldern beginnt jetzt die Getreideernte. Mähdrescher schneiden Gerste, Weizen, Roggen und Hafer.
  • Spätsommer: Die ersten Blüten des Heidekrauts zeigen den Beginn des Spätsommers an. Die Apfelernte beginnt und wenig später gibt es die ersten Zwetschgen.

Quelle: swr, Die 10 Jahreszeiten

Du siehst also: Die Übergänge sind fließend – welche Überraschung! – und die alte Frage: “Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?” ist nicht so leicht zu beantworten. 😉

Und was verbindest Du mit dem Sommer? – Schreib mir gerne in die Kommentare!

Was hast Du Dir vorgenommen für diesen Sommer? Wie willst Du die Energie des Sommers für Dich nutzen? Auf welche Sommeraktivitäten freust Du Dich in diesem Jahr besonders?

Ich freue mich jetzt jedenfalls erstmal auf meinen Urlaub
und wünsche Dir einen entspannten, kommunikativen Sommer!

Ganz herzlich

Und wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen und freundliche Weiterleitung! Vielen Dank!

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Viel Freude damit!

Freudewellenreiten

Freudewellenreiten

Freudewellenreiten

 – Freude, Zyklen und Zeit –

 ein Gastbeitrag von Hermann Häfele, Roter Faden Coaching

Schwingungen & Freude

Na, auch manchmal ein bisschen genervt von dem ganzen emotionalen Auf und Ab? Ist ja manchmal wie verhext – Themen von der To-Do-Liste abgearbeitet, diverse Probleme gelöst und doch will sich in der Hektik des Alltags die Freude nur bedingt einstellen. Und, ganz fies, kaum wird es scheinbar etwas übersichtlicher, sind schon ganz uneingeladen neue „Baustellen“ entstanden; wo bleibt denn da die Freude die ganze Zeit?!

 

Wenn mal wenigstens ein bisschen Raum ist drum herum, fragen wir uns womöglich: „Wer bin ich?“, „Was ist Leben?“, „Was soll das Ganze hier?“ oder “Was ist der Sinn des Lebens?“ – und das sind überaus legitime Fragen, die vermutlich so alt sind wie die Menschheit. Auf der Basis diverser Antworten auf sie sind zahlreiche Religionen und Philosophien entstanden.

Der amerikanische Psychiater und Mystiker David R. Hawkins stellte die Theorie auf, dass unsere emotionalen Zustände energetischen Schwingungen entsprechen. Er kalibrierte diese – wenngleich auf etwas umstrittene Art und Weise – mit Hilfe von kinesiologischer Methoden: Dennoch sind seine Ergebnisse spannend und durchaus einleuchtend. Dabei unterscheidet er auf seiner Skala des Bewusstseins 17 Ebenen von Emotionen, von Scham und Schuld mit geringem Basiswert unten auf der Skala bis hin zu „Erleuchtung“ mit höchstem Schwingungswert oben. Und, ganz schön beeindruckend, die Ebene der Freude, befindet sich ebenfalls sehr weit oben, bereits an dritter Stelle(!). Ist hier ein „positives Denken“ gemeint … also so nach dem Motto, je positiver wir denken, desto mehr erschließt sich uns die Freude? Es geht wohl um etwas anderes.

 

Zyklen & Zeit

Atmen, Zyklen und Rhythmen sind unmittelbar mit dem Leben verbunden. Es gibt zahllose Zyklen im Universum und in unserem Leben: den Zyklus von Tag und Nacht, die Jahreszeiten aus dem Kreisen der Erde um die Sonne sowie den Mondzyklus und bei uns Menschen den weiblichen Zyklus. Der Mond wiederum ist dafür verantwortlich, dass nur leichte Bewegungen des Wassers in der Ebbe von oft gewaltigen Wellen in der Flut abgelöst werden. Die Liste ließe sich noch fortsetzen.

Atmen kommt aus dem Sanskrit und das dortige Ursprungswort heißt Atman, was soviel wie Geist, bzw. ewige Essenz des Geistes heißt und somit wird es auch häufig als Seele bezeichnet.

>> Leben ist also etwas, das atmet. Auf welche Weise auch immer.

Das Verlangen nach Sicherheit”,

so sagt der britische Religionsphilosoph Alan Watts (1915-1973),

„ist nichts anderes als ein Wettbewerb im Atem-Anhalten, in dem jeder Teilnehmer angespannt wie ein Trommelfell und rot wie eine Rübe ist.“

Wir streben nach dieser Sicherheit, indem wir uns auf zahllose Weisen verhärten und einkapseln. Also keine so gute Idee, wenn wir das Atmen unterdrücken.

Von der inzwischen sprichwörtlichen These „Ich denke, also bin ich“ des frz. Philosophen René Descartes (1596-1650) hat fast jeder schon mal gehört. Doch diese führt letztlich zu einer Abspaltung und – wenn man so will – zu beidem: Sowohl zu einem unfreiwilligen Kleinmachen des Menschen, das er mit Hilfe der Verbindung zu anderen Menschen auszugleichen trachtet – sozusagen von Einkapselung zu Einkapselung; als auch zu einer größenwahnsinnigen Selbstüberhöhung des Menschen, der vom Kopf her glaubt, wirklich alles nach Gutdünken lenken und steuern zu können. Seitdem vollbringt der Mensch zwar sowohl grausame als auch großartige Taten, doch was bleibt, ist eine tiefsitzende permanente Sehnsucht.

Der Rote Faden zwischen alledem

Alan Watts‘ Bild vom Anhalten des Atems lässt sich erweitern. Oft hangeln wir uns von Warteposition („wenn das und das endlich erledigt ist“) zu Warteposition („wenn ich das geschafft habe, dann …“) und weder Freude noch Erleichterung machen sich breit. Zumindest nicht die, die unser Kopf erwartet hat. Es ist also eine ganz andere Qualität von Freude gemeint:

Die Ebene der Freude ist für Hawkins von einem Gefühl heiterer Gelassenheit begleitet. Paradoxerweise schließt das mit ein, dass sich Traurigkeit, Ängste, Wut oder andere Gefühle im eigenen System zeigen – ein wirkliches Erreichen der Ebene der Freude und damit natürlich der Lebensfreude bewirkt nur, dass wir nicht länger an diesen Gefühlen hängenbleiben.

Es geht also um die Freude daran, wirklich alles bedingungslos willkommen zu heißen im Leben. Jene Freude, die entstehen kann, wenn uns – und zwar ganz ohne Größenwahn – bewusst wird, dass wir selbst viel größer sind als unsere Ängste, Schuldgefühle, unsere Sucht nach Sicherheit oder das Verlangen nach irgendetwas, an dem wir uns dann „festhalten“ können. So wie wir konstruiert sind, bleibt unser Geist oder „Geist-Verstand“ einfach blitzschnell an allem hängen.

Ergibt es dann überhaupt (noch) Sinn, ein Journal mit dem Titel „Freude Zeit Leben“ zu führen?

Ja, selbstverständlich. Wenn wir es neben den freundlichen Gedächtnisstützen für unsere täglichen Aktivitäten eben zu einer Art von Betrachtung nutzen, bei der der Kopf, der alte Widerborst, ein guter Dienstleister zur Reflektion sein kann und darf. Wenn wir den Kopf als Werkzeug nutzen, um unsere Zeit zu betrachten und um uns selbst „Ent-Faltung“ und „Ent-Wicklung“ zu ermöglichen.

Es wird dann eher zu einem Würdigungsjournal des eigenen Lebens und der Zyklen, in denen wir uns befinden. Und wir ermöglichen uns damit den so wichtigen Verarbeitungsraum für uns selbst und unsere Seele. Wir hören auf, in völliger Überschätzung von uns selbst, Wasser mit Packpapier in ein Paket packen, die Flut mit den Händen aufhalten oder den Wind am Wehen hindern zu wollen.

Das ist dann eine ganz neue, viel tiefer sitzende Freude. Wenn wir uns also an den Schwingungen, an den Zyklen und am ewigen Auf und Ab freuen, kann eine Lebensfreude erwachsen, die nicht aus dem Kopf kommt, sondern uns vollständig erfüllt. Im besten Falle ein Surfen von einem Moment zum nächsten. Die o.g. permanente Sehnsucht erfüllt sich nicht, sondern sie löst sich einfach auf.

Und die dänische Rockgruppe Vollbeat bringt unsere blockierten Energien endgültig (wieder) zum Fließen, wenn sie feststellt: „We die to live.“ 🙂

Vielen Dank für diesen Gastbeitrag an Hermann Häfele!

Und wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen und freundliche Weiterleitung! Vielen Dank!

Hermann Häfele

unterstützt und begleitet Menschen und Unternehmen, den Roten Faden zu finden – für die eigene (auch berufliche) Positionierung, bei Krisenüberwindung und bei der eigenen Bewusstseinsentfaltung bzw. Weiterentwicklung.


> hh@roter-faden-coaching.de

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Wie Du mit Journaling Dein Glücksempfinden stärkst

Wie Du mit Journaling Dein Glücksempfinden stärkst

Wie Du mit Journaling Dein Glücksempfinden stärkst

 & durch Selbsterkenntnis mehr Freude erlebst

 

Wer kennt sie nicht, die berühmten Tagebücher der Anne Frank? Und wer hat nicht selbst mindestens als Teenie oder auch später noch Tagebuch geschrieben? – Die Technik des Tagebuch-Schreibens ist uralt und gerade auch in Umbruchphasen und Krisenzeiten immer wieder eine gute Methode, um die Gedanken zu sortieren und den Kopf frei zu bekommen. Oder auch, um Zeitgeschichtliches für sich selbst und andere festzuhalten. Oder einfach, um die eigenen Erlebnisse und Erinnerungen zu notieren oder auch zu teilen, als Urlaubsblog zum Beispiel. – In den letzten Jahren beobachte ich dazu jedoch auch noch einen unglaublichen Boom im Bereich “Journaling”: So gibt es einen riesigen Hype um das Thema “Bullet Journal” mit einer großen Fangemeinde von Menschen, die sich sehr kreativ und individuell jede Seite ihres Kalenders selber malen, diverse Übersichten und Tracker hinzufügen und sich gegenseitig im Netz insprieren. Wahre Kunstwerke entstehen da! Das ist wirklich toll!! Wer nicht selbst bereits so ein Kunstwerk gestaltet hat, dem sei ein ehrfürchtiger Blick in die Online-Bildersuche empfohlen. Auch Dankbarkeitsjournale, Erfolgsjournale und diverse Tools, um Ziele zu erreichen, finden sich auf diesem schier unendlichen Markt. Und jetzt auch noch mein Lebensfreude-Journal. – Ist das jetzt alles wieder nur oberflächliches Chichi, ein Zeichen unseres Selbstoptimierungs-Wahns und unserer Erfolgs- & Happiness-Gesellschaft? Oder kann ich mit Journaling tatsächlich eine tiefer gehende Entwicklung und eine innere Öffnung hin zu mehr Lebensfreude bewirken?

Wie man das Glücksempfinden beeinflussen kann

Der Psychologe Richard Wiseman leitet sein Kapitel zum Thema Glücksempfinden in dem schon etwas älteren Bestseller “Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern” mit den folgenden Worten ein:

Glücksempfinden

Warum positives Denken oft scheitert und inwiefern der wahre Weg zum Glück von einem Bleistift abhängt, vom Führen des perfekten Tagebuchs, von kleinen Akten der Freundlichkeit und der Entwicklung der Dankbarkeitshaltung.

 

Quelle: Richard Wiseman, “Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern”

Er bezieht sich dabei auf umfassende Studien zum Thema Glücksempfinden und beschreibt dessen positive Wirkung: “Glücksempfinden macht Menschen kontaktfreudiger und altruistischer, es führt dazu, dass sie sich selbst und andere mehr mögen, es verbessert ihre Fähigkeit, Konflikte zu beheben und stärkt ihr Immunsystem. Insgesamt hat das zur Folge, dass Menschen zufriedenstellendere und erfolgreichere Beziehungen haben, erfüllendere Berufe finden und länger und gesünder leben.” Kein Wunder also, konstatiert er, dass wir alle so nach dem Glück streben. Aber wie kommt man zu einem gesteigerten Glücksempfinden?

Die gute Nachricht ist, dass “40% Ihres Glücksempfindens sich von Ihrem Alltagsverhalten herleiten und von der Art und Weise, wie Sie über sich selbst und andere denken.” 50% sind genetisch determiniert und 10% hängen von den allgemeinen Umständen ab. Das ist eine gute Nachricht, denn dann haben wir immerhin einen recht großen Spielraum, den wir selbst beeinflussen können. Aber wie? – Mit positivem Denken scheint das jedenfalls nicht zu gelingen: “Tatsächlich deutet die Forschung darauf hin, dass eine Unterdrückung negativer Gedanken weit eher dazu führt, das Elend zu vergrößern, anstatt es zu verringern.”

Ähnlich äußert sich Anna Maas im Interview zu Ihrem Buch “Die Happiness-Lüge – Wenn positives Denken toxisch wird”:

Wann kippt eine positive Einstellung ins Toxische?

Self-Care ist wichtig! Wenn wir uns nicht um uns selbst kümmern, haben wir auch keine Kraft, unsere Probleme anzugehen. Gute Laune ist wunderbar – aber eben kein Muss!

 

Es wird toxisch, wenn es keinen Raum mehr für unangenehme oder überhaupt für andere Gefühle gibt. Besonders, wenn man gerade in einer schweren Situation steckt, empfindet man diesen Druck zum Positiv-Sein oft so, als würden die eigenen Sorgen und Ängste nicht Ernst genommen. Das erhöht den Druck. Und das kann in eine Negativspirale führen, psychisch krank machen, weil man für die eigenen schlechten Gefühle auch noch ein schlechtes Gewissen haben soll, weil man es nicht schafft, positiv zu denken. Wenn man sagt, du bist deines Glückes Schmied, du musst an deinem Mindset arbeiten, heißt das eben auch: Du bist auch Schuld, wenn du es nicht schaffst.

 

Quelle: Anna Maas auf jetzt.de

Oh, je! Habe ich also in Wahrheit gar kein hilfreiches Tool entwickelt, sondern wieder nur ein weiteres Produkt, das die Happiness-Lüge bedient und den Druck erhöht, wenn mich echte Sorgen und Ängste plagen oder ich in tiefen Gefühlen von Trauer und Depression gefangen bin? Ich erinnere mich selbst noch sehr gut daran, wie ich mich gefühlt habe, als ein guter Freund von mir gestorben ist und ich tief in der Trauer war. Dass ich mich im Restaurant und beim Tanzen einfach nur fehl am Platz gefühlt habe, weil ich gespürt habe, wie sehr unsere Gesellschaft nur auf Vergnügen ausgerichtet ist, wie sehr wir verlernt haben, mit Trauer und “negativen Gefühlen” umzugehen und die früheren hilfreichen Rituale dazu kaum noch kennen.

Doch das ist dann genau auch schon die Lehre aus dem Dilemma: Es geht eben nicht darum, vermeintlich “negative” Gefühle einfach wegzudrücken, sondern das ganze Leben mit all seinen Gefühlen, mit all seinen Hochs und Tiefs zu leben und wertzuschätzen! Es geht darum, alle Gefühle willkommen zu heißen und einen gesunden Umgang mit ihnen zu entwickeln. Wie bei Yin und Yang das Licht und die Freude im Kontrast zur Dunkelheit erst recht wahrzunehmen und zu schätzen. Und mit uns selbst und anderen ins Mitgefühl zu gehen.

Das Glück entsteht auch aus dem Unglück

Alles, was wir fühlen, also auch das, was uns erst einmal unangenehm erscheint, kann nützlich sein. Durch unsere Gefühle können wir Veränderungen bei uns selbst und in der Gesellschaft anschieben, unsere eigene Persönlichkeit kennenlernen, besser kommunizieren und unsere Freundschaften intensivieren. Kurz: Wer ALLE Emotionen zulässt, ist auf lange Sicht zufriedener.

Lässt man negative Gefühle bei sich selbst und anderen zu, verlieren sie ihre Macht. Darüber hinaus ermöglicht emotionale Offenheit zwischenmenschliche Nähe, nährt unsere Beziehungen und tut der Seele gut.

 

Quelle: Anna Maas, “Die Happiness-Lüge”

(Selbst-)Mitgefühl und gewaltfreie Kommunikation

Anna Maas empfiehlt, statt guter Tipps und Ratschläge im Gespräch mit anderen wirklich ins Mitgefühl zu gehen. Ein mitfühlendes: “Ich verstehe Dich. Mir geht es auch oft so. Du bist nicht allein,” hilft oft schon mehr als alles andere und führt zu einem innerlichen Aufatmen: “Meine Gefühle, Ängste und Sorgen sind okay. Ich bin okay.” Sie rät dazu, die Prinzipien der gewaltfreien Kommunikation anzuwenden – auch, und das ist das Besondere (!), im inneren Gespräch mit sich selbst:

  1. Beobachte und beschreibe wertfrei die Situation.
  2. Erforsche und benenne die (dahinterstehenden) Gefühle und Emotionen.
  3. Benenne das Bedürfnis, das aus dem Gefühl entsteht.
  4. Formuliere eine Bitte, die aus Deinem Bedürfnis entsteht.

Das kannst Du natürlich genauso auch aufs Journaling anwenden!

Der »Und das bedeutet«-Trick

Wenn Du im Umgang mit Ängsten und Sorgen einen Schritt weiter gehen möchtest in Richtung Lösung, dann probiere einmal den folgenden Trick. Ralf Senftleben empfiehlt in seinem Buch “Die Kunst, in schwierigen Zeiten nicht durchzudrehen” eine besondere Art des Tagebuchs: Lenke dabei den Blick zunächst in die Tiefe und dann wieder in einen konstruktiven Modus. Stelle Dir dafür – gerne auch täglich – nacheinander die folgenden Fragen:

  1. »Was belastet mich gerade? Was macht mir Sorgen? Was macht mir Angst? Was beschäftigt mich?«
  2. »Und das bedeutet?« – Was sind meine dahinterliegenden Ängste und Sorgen? Welche (negativen) Konsequenzen befürchte ich? Zum Beispiel Jobverlust, finanzielle Sorgen, Bewerbungsstress, …
  3. Und schließlich: »Wo liegt die Chance in dieser Sache? Was könnte Gutes daraus entstehen? Wie kann mich diese Sache stärker machen? Warum werde ich vielleicht in drei Jahren froh darüber sein, dass das alles hier so passiert?«

“Du versuchst also die guten Aspekte deiner Situation zu finden, denn eine positive Perspektive erzeugt psychische Widerstandskraft (Resilienz) in dir, die dich viel besser mit schwierigen Situationen umgehen lässt. Es ist daher sinnvoll, diesen positiven, hoffnungsvollen und konstruktiven Blick auf die Welt grundsätzlich in dir zu fördern.”

Das Tagebuch der guten Dinge

Es ist eben auch ein Unterschied, ob ich negative Gefühle unterdrücke und verurteile oder mir bewusst vor allem die positiven Aspekte notiere, um meinen gedanklichen Fokus darauf zu lenken. Mir ging es oft genug so, dass ich nur zum Tagebuch gegriffen habe, wenn ich meinen Ärger loswerden wollte und die rotierenden Gedankenspiralen aufschreiben musste. Warum das nicht einmal umdrehen? – Die Autorin Gilda Sahebi folgt einem ähnlichen Ansatz wie Ralf Senftleben und schreibt dazu in der taz:

„Ich führe seit einem Jahr ein besonderes Tagebuch. Ich schreibe alles hinein, was mich an diesem Tag beschäftigt hat, was ich erlebt, gesehen, gefühlt habe. Meine Einträge erfüllen eine Bedingung: Sie müssen positiv sein. Das heißt nicht, dass ich nur die guten Dinge aufschreibe und die schlechten weglasse; ich erkläre mir, Abend für Abend, was Gutes aus dem folgt, was ich als schlecht erlebt habe. Und ich halte jede positive Erfahrung fest, so klein sie auch sein mag.

Ich tue das, weil ich mich schon länger mit dem Gehirn beschäftige und weiß, dass das Gehirn einer Art Wahrnehmungsstörung unterliegt: dem Negativitätseffekt. Das Gehirn hält an allem fest, das schlecht ist, das Angst macht. Aber es vergisst jene Dinge, die gut sind. … Wir entscheiden, was bleibt!

Nutzen der Selbstbeobachtung

Grundsätzlich geht es beim Journaling um Selbstbeobachtung und Selbsterkenntnis. Man muss dabei nicht so weit gehen wie Morris Villarroel in Madrid, der als Vertreter der Quantified-Self-Bewegung nahezu jeden Moment seines Lebens notiert und auswertet. Dann kann es schnell wieder ins Toxische kippen oder man vergisst, vor lauter Tracking das Leben selbst zu genießen. Aber die Erkenntnisse, die er in einem Artikel in der Zeit verrät, zeigen den Nutzen dieser Selbsterkundung – den man sicher auch mit etwas weniger Tracking genießen kann. Er selbst sagt: “Mir geht es am Ende mehr um Beobachtung und Reflexion als um Selbstoptimierung.” Das heißt, nicht sich selbst verändern und optimieren – sondern die eigenen Reaktionen und Bedürfnisse so wahrnehmen, dass man möglichst die Umstände und die Planung daran anpassen kann. So hat er festgestellt, dass er durch das Aufschreiben mehr Empathie für sich und seine Mitmenschen entwickelt, weniger nachtragend ist und die Wirkung der kleinen Dinge bemerkt, wie das Lächeln der Kassiererin. Er weiß, was ihn glücklich macht, und macht das entsprechend häufig. Und er hat erkannt, dass sensible Beziehungsgespräche am Abend, wenn beide müde sind, schneller zum Streit führen, so dass er inzwischen eine andere Uhrzeit dafür wählt. Solcherlei Erkenntnisse gehören zu den positiven Erträgen der Selbstbeobachtung.

Zurück zu Richard Wiseman und der Steigerung des Glücksempfindens

Der oben erwähnte Richard Wiseman, der sich in seinem Buch auf diverse Studienergebnisse stützt, sagt, das “expressive Schreiben” sei für die Verarbeitung negativer Erlebnisse weit besser geeignet als ein Gespräch mit Freunden, das hierfür nahezu wirkungslos sei.

Aus psychologischer Perspektive sind Denken und Schreiben sehr verschieden. Das Denken kann oft etwas unstrukturiert, desorganisiert oder gar chaotisch sein. Dagegen unterstützt das Schreiben die Schaffung eines Handlungsfadens und einer Struktur, was Menschen dabei hilft, dem Geschehenen einen Sinn zu verleihen und auf eine Lösung hinzuarbeiten. Kurz: Sprechen kann das Gefühl der Verwirrung vergrößern, während Schreiben einen systematischeren, lösungsbasierten Ansatz darstellt.

 

Quelle: Richard Wiseman, “Wie Sie in 60 Sekunden Ihr Leben verändern”

Diese Erkenntnis wendet er auch für die Steigerung des Glücksempfindens an. Aus verschiedenen Studien hat er eine eigene Empfehlung für ein Tagebuch entwickelt, das die hilfreichsten Schreibtechniken dafür im Laufe der Woche abwechselt:

  • Montag: Danke sagen – Liste drei Dinge auf, für die Du in der vergangenen Woche dankbar warst
  • Dienstag: Bombige Zeiten – Denke an eines der schönsten Ereignisse in Deinem Leben. Wähle nur ein Erlebnis aus und stelle es Dir möglichst genau und lebendig vor. Notiere Dir eine kurze Beschreibung dieser Erfahrung und beschreibe Deine Gefühle dabei.
  • Mittwoch: Phantastische Zukunft – Schreibe einige Momente über Dein Leben in der Zukunft. Stelle Dir vor, dass alles wirklich gut geklappt hat und sich Dein Leben anfühlt wie in Deinen Träumen. Kann sein, dass Dir das nicht hilft, Deine Ziele zu erreichen, aber Du wirst Dich damit wohlfühlen.
  • Donnerstag: Liebe*r … – Denke an einen wichtigen Menschen in Deinem Leben und schreibe ihr oder ihm einen kurzen Brief, in dem Du beschreibst, welche Bedeutung er/sie für Dich hat.
  • Freitag: Rückschau halten – Denke an die vergangene Woche und schreibe drei Dinge auf, die wirklich gut gelungen sind. Das können triviale oder größere Dinge sein. Notiere dazu, warum Du denkst, dass die Sache so gut ausging.
Freude Zeit Leben

Da Wiseman nur Montag bis Freitag in seinem Tagebuch berücksichtigt hat, würde ich ja sagen, am Samstag/Sonntag könntest Du noch eine Rückschau machen, was die schönsten Momente der Woche waren und was daran Dir gut getan hat. 😉

Allgemein sind alle diese Ideen natürlich nur als Anregung gedacht und Du musst selbst für Dich herausfinden, was Dir in der aktuellen Situation am besten hilft und am meisten Spaß macht. Ich denke, es geht oft darum, das eine zu tun, ohne das andere zu lassen: Nutze also, wenn Du das Bedürfnis hast, die freien Seiten des Journals – oder natürlich auch jedes andere Tagebuch –, um Deine Gedanken und Gefühle tiefer zu ergründen oder eine der genannten Techniken auszuprobieren. Und notiere parallel dazu gerne Deine Momente der Lebensfreude, um den Blick eben auch auf die Freude zu richten. Nicht nur, nicht als MUSS, aber zugunsten einer größeren Bewusstheit für die Dinge, die Dir persönlich gut tun.

Dir noch viel Freude beim Journaling & ein tiefes Gefühlserleben!

Und wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen und freundliche Weiterleitung! Vielen Dank!

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Mondkalender

Mondkalender

Fly me to the moon …

– Mondkalender … & was Du damit machen kannst –

 

Hui, mir schwirrt der Kopf. – Vor ein paar Tagen hatte ich die spontane Idee: “Was passiert eigentlich, wenn ich mein Tracking-Tool auf die Mondphasen umstricke anstelle der Kalendermonate?” Und daraus hat sich plötzlich ein riesiges Feld weiterer Fragen eröffnet: “Warum haben Menschen eigentlich Kalender entwickelt? Welche Kalendersysteme gab und gibt es? Warum haben wir keinen Mondkalender mehr? Wie ist das überhaupt mit dem Mond und den Mondzyklen? Wie ist der Mond entstanden und welchen Einfluss hat er auf die Erde? Und stimmt es, dass die Mondphasen auch auf mich wirken? Was also bringt mir ein Tracking nach Mondphasen?”

All dem möchte ich mich mit meiner kleinen Serie zum Mondkalender widmen. Und wenn Dich das jetzt neugierig macht, kannst Du Dir hier gleich meinen Mondkalender für 2021 herunterladen:

 

Lunar libration with phase Oct 2007

Bildnachweis:
Tomruen, Public domain, via Wikimedia Commons

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Wie viele Tage hat ein Mondzyklus?

Zunächst einmal war meine Verwunderung groß: Das Umstellen auf die Mondphasen war nämlich grafisch gar nicht so einfach und regelmäßig wie gedacht. Auf den ersten Blick sieht es so aus, als würde die Länge der Zyklen stark variieren. Tatsächlich umfasst ein Mondzyklus etwa 29,5 Tage. Auf die Kalendertage gerechnet ergeben sich daraus wechselnde Längen von 29 bis 30 Tagen.

Mondkalender versus Sonnenkalender

Die ersten Kalendersysteme waren zunächst reine Mondkalender, sogenannte Lunarkalender, da der Mond gut sichtbar und einfach zu beobachten ist. Ein reiner Mondkalender hat allerdings keinerlei Bezug zum Sonnenjahr mit den für Saat und Ernte relevanten Jahreszeiten. Mit zunehmender Kenntnis über die Sonnenphasen zur Berechnung der Tag-und-Nacht-Gleichen und Sonnenwenden, wurden daher gebundene Mondkalender entwickelt, Lunisolarkalender. Mit Hilfe von zusätzlichen Schaltmonaten schaffen sie einen Ausgleich zwischen dem 12-monatigen Mondkalender und dem Sonnenjahr, das etwas länger ist. Ein Sonnenjahr umfasst etwa 12,4 Mondzyklen.

Die Länge des Sonnenjahrs war bereits im Altertum sehr gut bekannt. Die Solar-Lunar-Konzeption kommt dadurch zustande, dass sich die Landwirte am Sonnenjahr orientieren mussten, während es für die Termine im Alltag praktisch war, sich z. B. „drei Tage nach Neumond“ zu verabreden.

Quelle: Wikipedia

Einführung des Solarkalenders

Der heute bei uns gebräuchliche gregorianische Kalender dagegen ist ein reiner Solarkalender und basiert auf dem julianischen Kalender, der 45 v. Chr. im Römischen Reich von Julius Caesar eingeführt wurde. Die Kalenderreform war notwendig geworden, da sich durch die unregelmäßigen Schalttage im Römischen Kalender inzwischen eine zu große Abweichung zum Sonnenjahr aufgestaut hatte. >> Dazu und zu den anderen Kalendern mehr in den nächsten Beiträgen meiner kleinen Serie. Die spannende Frage ist ja erstmal: “Was hat das mit mir zu tun und wie kann ich das für mich nutzen?”

Was hat denn jetzt der Mondkalender mit mir zu tun?

Erst vor wenigen Tagen schien bei uns der Super-Vollmond strahlend hell ins Zimmer. Wen wundert es da, dass dem Mond ein Einfluss auf unseren Schlaf zugeschrieben wird? Und tatsächlich haben Forscher genau das gerade bestätigt: Laut einer aktuellen Studie schlafen wir in den Tagen vor Vollmond später ein und insgesamt kürzer. Das Verblüffende: Dieser Effekt zeigte sich nicht nur bei den ohne elektrisches Licht auf dem Land lebenden indigenen Teilnehmern der Studie – dort dann mit immerhin 20-25 Minuten -, sondern in abgeschwächter Form auch bei Studenten in Seattle! Traditionell wurden die hellen Mondnächte verstärkt für soziale Aktivitäten, die Jagd und das Fischen genutzt – was sich evolutionär verfestigt haben könnte. Zugleich könnte das helle Mondlicht auch einen Einfluss auf unseren Melatoninspiegel haben und damit neben der Schlafdauer auch auf die Schlafqualität, wie eine andere Studie von 2013 nahelegt.

Genau genommen gibt es drei verschiedene Zyklen mit leicht abweichender Länge, die die Helligkeit und die Schwerkraft-Wirkung des Mondes beeinflussen: Neben dem Wechsel zwischen Neu- und Vollmond ist uns der Mond durch die elliptische Umlaufbahn mal näher und mal ferner und steht mal nördlicher, mal südlicher. Sowohl das helle Mondlicht als auch die Gravitationskräfte kommen als Erklärung für den Einfluss des Mondes auf uns Menschen in Frage. – Die wichtigsten Mondereignisse wie den Supermond, der der Erde besonders nahe ist, oder die Halbschatten-Mondfinsternis findest Du übrigens auch übersichtlich im Mondkalender.

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Wie nutze ich das für mich und wozu dient das Mond-Tracking-Tool?

Viele der ihm zugeschriebenen Einflüsse sind noch nicht wissenschaftlich bewiesen. Dennoch kann es interessant sein, sich einfach mal selbst zu beobachten und das in Bezug zu den Mondphasen zu setzen. Um damit zu verstehen, ob ich selbst zyklisch auftretende Phänomene erlebe, die sich im Mondkalender schneller zeigen – und das in meine Planung einzubeziehen. Zum Beispiel wird oft ein Zusammenhang zwischen den Mondphasen und dem weiblichen Zyklus beschrieben. Es ist daher naheliegend, das Tool als Zykluskalender zu nutzen und auch die Begleiterscheinungen wie Schmerzen und Stimmungsschwankungen einzutragen. Davon unabhängig hast Du vielleicht das Gefühl, dass Deine Schlafdauer und Schlafqualität sich zyklisch verändert. Oder Deine Energie, Deine Stimmung. Dass Du an manchen Tagen Bäume ausreißen und besonders konzentriert arbeiten kannst und an anderen Tagen nur Watte im Kopf hast. Dass Deine Migräne oder andere Schmerzen zyklisch auftreten. Bei mir zum Beispiel schwankt auch das Körpergewicht und der Appetit.

Wenn Du darin eine Regelmäßigkeit erkennen kannst und damit weißt, was Dich erwartet, kannst Du Dir wichtige Termine oder Lieblingsaktivitäten auf die “guten” Tage legen und für die Energietiefs entsprechend andere, passende Aufgaben einplanen.

Viel Spaß beim Tracking entlang der Mondphasen!

Und wie immer freue ich mich über Kommentare, Anregungen und freundliche Weiterleitung! Vielen Dank!