Zauber der Natur

Zauber der Natur

Eiszauber

Der graue Donnerstag hat mich bereits morgens beim Blick aus dem Fenster erahnen lassen, welch verzauberte Eislandschaft mich draußen erwartet. Nach einer kleinen Orga-Aufgabe habe ich mich vormittags aufs Rad geschwungen, um nach Tegel zu fahren. Eigentlich wollte ich lieber die Bahn nehmen. Da ich noch etwas bei Aldi besorgen sollte, fiel die Wahl dann doch aufs Rad. Was für ein Glück!! Was hätte ich sonst verpasst! Schon im nahen Schillerpark hat mich die weiß glitzernde Eislandschaft verzaubert. Am Flughafensee dann umso mehr. Und da ich alleine unterwegs war, hatte ich auch etwas Zeit zum Fotografieren und Genießen. – Für mich mal wieder die perfekte Kombi: “Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.” Und nebenbei habe ich auch noch entdeckt, dass der Aldi gar nicht so schlecht ist. Abends musste ich das Rad dann allerdings stehen lassen, weil es zu glatt wurde.

Neuordnung

In dieser Woche hatte ich in meinem Bürojob noch Urlaub und habe die Zeit vor allem genutzt, um zuhause einige Ecken neu zu organisieren, die immer wieder rümpelig sind. Geholfen hat mir dabei das herrlich kalte Sonnenwetter als Motivationsschub. Tatsächlich kann ich bei Sonnenschein besser aufräumen. Bin ich nun fertig und alles blitzt und glänzt? Leider bei Weitem nicht. Mindestens die Hälfte der Aufgaben von meiner Liste sind noch nicht geschafft, die Kiste mit aussortierten Sachen steht blöd im Weg und will weiter befüllt werden und es ist immer noch viel zu viel Zeug. Aber das war ein guter Auftakt für mein Jahresmotto: “aufräumen und neu ausrichten” und ich hoffe sehr, dass ich nun motiviert damit weitermache. Diverse Ikea-Taschen voller Papier sind in den Müll gewandert, das Partygeschirr in den Keller, einige Küchenschränke sind neu sortiert. Die Kammer habe ich schon zwischen den Jahren in Angriff genommen. Insofern darf ich stolz sein! Auch wenn es sich grad noch nicht so anfühlt …

Besonders überrascht hat mich, wie viele Erinnerungen in der alten Kassettensammlung stecken! Keine Ahnung, ob die überhaupt noch funktionieren. Aber allein schon die Hüllen: “Das ist doch die Schrift von …! 😍” – “Die Kassette hat mir xy aufgenommen. 💝” – “Die hatte ich in Brüssel dabei und habe sie rauf und runter gehört!” Wahnsinn!! – Die Kassetten mussten raus, um die Schubkästen besser zu nutzen. Nun stehen sie herum und warten, dass ich weiter aussortiere. Fotos machen von den Hüllen und nur die behalten, die mich noch emotional berühren und voll schöner Erinnerungen stecken, ist der Plan.

Außerdem freue ich mich über die schöne Truhe, die jetzt aus der Küche ins Schlafzimmer gewandert ist. Die kann ich ratzfatz im Sommer vors Dachfenster schieben und habe damit einen gemütlichen Sitzplatz gezaubert. Bisher habe ich es mir dort meist auf dem Boden gemütlich gemacht. Das geht jetzt auch anders.

Am Samstag war ich extra zu Ikea gefahren, um für die Ecke ein kleines Kallax-Regal zu besorgen. Mit Bus und Bahn und einem halb kaputten Transportrolli. (Das habe ich leider erst zu spät bemerkt und dann bei Ikea rasch noch mit etwas Schnur gefixt.) Aber zuhause hat mir das dann gar nicht gefallen. Viel zu ungemütlich. Insofern freue ich mich jetzt doppelt über die Idee, die Truhe ins Schlafzimmer zu holen und den Kallax vorerst in der Küche zu nutzen.

Kultur: Munchs Lebenslandschaft

Am Sonntag war ich dann mit einem lieben Freund aus Nürnberg im Museum Barberini in Potsdam verabredet, um den zweiten Teil der Munch-Ausstellungen zu sehen. Ich war begeistert! Die Präsentation im Barberini ist wirklich toll!! Auf den farbigen Wänden kommen die Bilder besonders gut zur Geltung und sie haben sehr geschickt ähnliche Motive nebeneinandergestellt. Munch hat oft verschiedene Varianten des gleichen Motivs geschaffen, teils als Druck und als Gemälde. Es ist spannend zu sehen, wie der spiegelbildliche (Schwarz-Weiß-)Druck die Wirkung verändert. Oder auch, dass der berühmte Schrei im Druck NICHT spiegelverkehrt ist (da war ihm die Richtung anscheinend besonders wichtig) und in der Druckgrafik “Das Geschrei” heißt. Dazu schrieb er auf deutsch: “Ich fühlte das grosse Geschrei durch die Natur”. Jetzt erst verstehe ich, dass es ein besonders flammender Sonnenuntergang am Fjord war, den er dort im Bild als “Geschrei der Natur” interpretiert hat.

Auch spannend war der Hinweis im Begleittext des Bildes “Gewitterlandschaft” von 1902/03:

“In Munchs Zeit wurden Extremwetterereignisse zunehmend mit Klimaveränderungen in Verbindung gebracht.”

What!?!! Damals schon??? – Ich nehme mir vor, da mal genauer nachzuforschen. Zum Glück habe ich den wirklich tollen Katalog geschenkt bekommen. Vielleicht steht da mehr darüber drin.

Für den Besuch der Ausstellung haben wir diesmal übrigens auf den Audioguide verzichtet und uns ganz klassisch auf Bild und Text konzentriert. Die Audios können wir immer noch entspannt über die Barberini-App nachhören.

Protest

Ich finde es wichtig, auch kurz mit zu dokumentieren, was mich in der Welt bewegt. Auch wenn das keine guten Nachrichten sind. Diese Woche war eine pralle Protestwoche: Drei Tage Bahnstreik und die Bauernproteste legen den Straßenverkehr lahm. Heute, am Montag, höre ich die Bauern selbst bei mir immer wieder in der Ferne.

Am Mittwoch hat Correctiv ein rechtsextremistisches Geheimtreffen in Potsdam enthüllt, an dem auch Mitglieder der AfD teilgenommen haben:

“Geheimplan gegen Deutschland
Von diesem Treffen sollte niemand erfahren: Hochrangige AfD-Politiker, Neonazis und finanzstarke Unternehmer kamen im November in einem Hotel bei Potsdam zusammen. Sie planten nichts Geringeres als die Vertreibung von Millionen von Menschen aus Deutschland”

Es wird heiß diskuiert über die Möglichkeit (und Risiken) eines AfD-Verbotsverfahrens. Hier geht’s zur Volksverpetzer-Petition “Prüft ein AfD-Verbot”.

Nach dem Ausstellungsbesuch in Potsdam sind wir direkt in die dortige Demo “gefallen”, die – wie praktisch – beim Barberini vor der Tür stattfand. Wir wollten eh zur Demo und haben uns dann dort angeschlossen statt in Berlin. Scholz haben wir verpasst, der ist direkt an uns vorbeigelaufen. (Ich habe ich ihn leider nicht gesehen, ich bin zu klein.) – Aber was noch kann man eigentlich tun, um zu verhindern, dass die AfD an die Macht kommt? Die Medien schreiben: “Es ist an der Zeit, dass die schweigende Masse sich dagegen erhebt.” Ja, richtig – aber wie??

Was war noch in den Nachrichten?

  • Franz Beckenbauer ist am Sonntag, 7.1. verstorben
  • Vulkanausbruch auf Island
  • Huthi-Attacken auf den Frachtverkehr
  • Kann sich die Republikanische Gegenkandidatin gegen Trump durchsetzen?

Medientipps

In der Zeit habe ich einen spannenden Beitrag von Hartmut Rosa gelesen über “Soziale Energie”:

“Jeder kennt das: Eben noch total erschöpft, wird man plötzlich im Miteinander gestärkt. Diese Kraft zu verstehen, ist überlebenswichtig für uns alle.

Tatsächlich habe ich das schon oft beim Tanzen beobachtet: Ich gehe müde dort hin und komme energetisiert und glücklich nach Hause, obwohl ich ja viel Energie dort “hineingesteckt” habe (in Form von Muskelkraft). Und selbst ohne Tanzen, wenn ich einfach nur am Tresen arbeite im Walzerlinksgestrickt, geht es mir so. Da ich mich schon tiefer mit der chinesischen Philosophie der 5 Elemente befasst habe, kann ich mit dem Konzept der Resonanzen sehr viel anfangen. Rosa schreibt:

“Soziale Energie ist keine individuelle Ressource, sondern eine kollektive Kraft. … sie existiert nur in der Bewegung, sie ist zirkulierende Energie. … Wenn wir uns nach der Verausgabung … energiereicher fühlen als vorher, so haben wir uns … in einer ruhenden Bewegung für einen zirkulierenden Energiestrom geöffnet.”

Er argumentiert weiter, dass das westliche Input-Output-Denken über Energie in Burnout und Populismus mündet und plädiert für eine andere Sichtweise:

“Meine kurz gefasste, provokative These lautet: Anstrengung führt zu Energiegewinn, wenn ihr subjektiver Fokus auf der Tätigkeit selbst liegt, und sie führt zu Erschöpfung, wenn er auf der Input-Output-Beziehung ruht.”

Spannend daran ist, dass er das durchaus politisch und kapitalismuskritisch versteht: “In meinem Buch Resonanz habe ich die Soziologie gelingender Weltverhältnisse formuliert. …” Das schau ich mir mal an!

Weitere Tipps:

 

Kleine Freuden

  • Gut gelaunt im Walzerlinksgestrickt hinter der Bar und zum ersten Mal als Assitenz im Swing-Kurs.
  • Ich habe trotz eines schlechten Tages mitgemacht beim #12von12.
  • Nach dem Barberini noch den ganzen Tag mit dem Besuch unterwegs, unter anderem in der Paris Bar.
  • Erstaunt gelernt, dass es bei Glätte mit dem Rad fast einfacher ist als zu Fuß.
#12von12 im Januar

#12von12 im Januar

Eigentlich wollte ich nicht mitmachen beim #12von12. So ein grauer Tag und von Anfang an der Wurm drin. Daher habe ich auch gar nicht viel fotografiert. Erst abends hat es mich gepackt, als ich bei Kerstin Salvador gelesen habe: “Manchmal ist es auch schön, die Banalitäten im Alltag zu betrachten und festzuhalten.” – Also gut. Dann zwischen den Glückswochenberichten mit dem Fokus auf das Schöne mal ein #12von12 der normalen Elke-Struggles.

Am jeweils 12. des Monats teilen viele Bloger:innen im #12von12 ihren Tag in 12 Bildern. Hier sind meine Bilder des Tages – in dem Fall alles schnelle Handy-Schnappschüsse, die meinen Ansprüchen an Bildqualität ja eigentlich nicht entsprechen. 😅

#1

In meinem Bürojob habe ich immer noch Urlaub, um zuhause mal gründlich auszumisten und einige Dinge umzusortieren, damit ich es das Jahr über einfacher habe. – Ich weiß nicht, wie es bei Dir ist: Wenn ich ausmiste, dann sieht es zwischendurch immer erstmal noch schlimmer aus. Überall Kisten und Taschen mit Dingen, die aus der Wohnung sollen, in den Keller, zur Kleiderstiftung, … Und ich frage mich dann schon, was ich da eigentlich mache die ganze Zeit??

Heute jedenfalls habe ich erstmal verschlafen. Als ich gerade unter der Dusche war, rief der Handwerker an, der meine Heizung prüfen sollte: Ob er er auch früher kommen könne? – “äh, ja, es ist furchtbar unordentlich und ich muss mich noch anziehen. Also frühestens in 20 Minuten.” – Er wird sich etwas gewundert haben, da war es immerhin schon 10h, aber okay … Damit er an die Heizkörper rankommt, muss ich allerdings alles, was davor steht, erstmal beiseite räumen. Und damit: noch mehr Chaos!!! – Immerhin war der Termin nicht umsonst: Er hat tatsächlich einen Fehler gefunden.

#2

Was ich mit Struggles meine: Nun war also bereits alles freigeräumt, um mal die hinteren Ecken neu zu sortieren. Die Wohnung schrie förmlich: “Weitermachen!!” Und es half ja auch nix: Ich musste ja jetzt eh alles wieder an seinen Platz räumen. Aber eigentlich, eigentlich hätte ich heute lieber mal was am Schreibtisch gemacht. Zähneknirschend lasse ich das beiseite und füge mich der Realität. Und dann ist auch noch eine der neuen Ordnungskisten kaputt. Nicht mein Tag …

#3

Damit Du mal eine Vorstellung hast: Hier ein Bild von abends mit den zwischengelagerten Dingen … Und das ist fast noch eine der besseren Ecken! In der Küche kam ich für ein paar Stunden schon nicht mehr durch zum Kühlschrank, weil ich ja die Heizung freigeräumt hatte, wo sonst der Tisch davor steht.

#4

Zwischendurch habe ich dann trotzdem was am Rechner gemacht. Nicht unbedingt die wichtigen Aufgaben. Aber immerhin heute sogar drei Posts auf Instagram!

#5

Mir ist Mode ja eher egal, ich möchte es einfach und unkompliziert haben. Wenn die Lieblingsjeans fast durchgeradelt ist, also am liebsten das gleiche Modell einfach neu bestellen und gut. Das ist leider nicht so einfach … Die Modeindustrie glaubt ja, wir wollen immer was anderes. Also Lieblingsjeans nachbestellt, aber leider gibt es sie nur noch mit eingewaschenen Streifen. Grmpf! Wer findet sowas eigentlich gut? Sieht voll künstlich aus! Ganz einfach dunkelblau wäre mir lieber.

Spannend fand ich übrigens die neue Taktik des DHL-Boten: Er hat im Haus alle zusammengeklingelt und runtergebeten. “Ich habe zu viele Pakete, bitte kommen Sie runter.” Im Hof war das dann ein lustiges Nachbarschaftstreffen. Eigentlich ganz schön!

#6/7/8

Gegen Abend muss ich dann nochmal raus zur Bibliothek und freue mich über die frische, klare Luft! Hui, es ist glatt!!! Sieht aber schön aus. – Interessanterweise ist es mit dem Fahrrad einfacher als zu Fuß!

#9/10

Bunte Lichter im Wedding – so heißt der Bezirk, in dem ich wohne.

#11

Hier ist jetzt der Punkt, an dem ich beschließe, doch mitzumachen beim #12von12. Beim Aufräumen suche ich nach Fotomotiven und denke: “Wie schön doch der Aufblasflamingo zum Kalenderbild passt. Und die Bilder links zum Tag.”

#12

Momentan mein abendliches Lieblingsszenario: Mit dem Rechner am Sofa vorm Fernseher. Nicht gerade gut für den Rücken. 😉 Und oft genug schlafe ich darüber ein. Im Hintergrund läuft Aspekte zum Thema: “Analoge Medien neu entdeckt”. Mal wieder sehr empfehlenswert!

 

Das war mein #12von12 im Januar.
Und wie war Dein Tag so?

Winterliche Grüße

Neues Jahr, neues Glück

Neues Jahr, neues Glück

Die Zeit zwischen den Jahren und den Jahresstart nutze ich traditionell, um das alte Jahr abzuschließen und das neue vorzubereiten. Das ist bei mir oft ganz klassisch aufräumen, ausmisten, Grund reinbringen. Alte Aufgaben, Liegengebliebenes abarbeiten. Neue Rechnungen vorbereiten. Das passt in diesem Jahr auch sehr gut zu meinem neuen Jahresmotto: “aufräumen und neu ausrichten”. Das alles sind eigentlich nicht gerade meine Lieblingsaufgaben, daher rutscht das übers Jahr oft hinten runter. Aber wenn ich Zeit habe und mich darauf einlassen kann, dann tut es gut. Und weil ich noch längst nicht fertig damit bin, gönne ich mir in der kommenden Woche eine Fortsetzung – auch, wenn mich das Urlaubstage kostet (ich bin ja nur in Teilzeit selbstständig und drei Tage pro Woche im Büro) und es sich ein wenig anfühlt wie “Schule schwänzen”, erst Mitte Januar wieder im Büro einzusteigen.

Erste Vorsätze

Während ich mit meiner großen Jahresreflexion immer noch so gar nicht richtig angefangen habe, gibt es schon ein paar erste Ideen, die ich bereits fleißig umsetze. Neben dem Neustart des Wochenrückblicks hier, habe ich mir nun vorgenommen, täglich (mindestens) ein Bild des Tages auf Instagram zu posten. Instagram und ich – das ist NICHT die große Liebe. Was mich als Fotofreak ja eher wundert. Der Designanspruch ans Grid blockiert mich, die fehlende Flexibilität, später noch was zu ändern. Vielleicht wird es einfacher als tägliche Gewohnheit. Hat zumindest den Vorteil, dass ich meine Fotos auch schon täglich durchschauen muss. Die kleinen Gewohnheiten sind’s …

Auf Instagram habe ich auch meinen Neujahrswunsch formuliert:

Diese Wunderkerzen erinnern mich ein wenig an eine Pusteblume. Und also wünsche ich mir was dabei: ein Jahr, in dem die Welt zur Ruhe kommt und sich darauf besinnt, dass es um das Miteinander geht, um Freude, Liebe, Lachen und das Schöne am Leben. Ein Jahr, in dem sich Konflikte auflösen und die Sprache wieder weicher wird. Ein Jahr, das wir gemeinsam ein Stück besser machen, so dass wir am Ende endlich wieder sagen können: Das war ein gutes Jahr! 🍀

In diesem Sinne: Auf ein frohes, friedliches neues Jahr 2024! (Möge es weitaus besser werden, als die Weltlage befürchten lässt.)

Auch erste Urlaubsplanungen gibt es schon. Im großen Aufräumen habe ich eine neue “engpassorientierte” Strategie und endlich (!) ein Tabula-Rasa-Gefühl: “Was nervt mich am meisten? Wo wird es schnell wieder unordentlich? Warum? Und was braucht es, damit es besser klappt?” – Das neu Ausrichten betrifft vor allem (aber nicht nur) mein selbstständiges Angebot. Was mich ausmacht, ist die Kombination von Fotografie, Text und Gestaltung mit einem Fokus auf das Schöne und die Freude und Spaß an der Technik im Hintergrund. Das ist aber so noch gar nicht formuliert. Hättest Du’s gewusst? Daran will und muss ich in diesem Jahr arbeiten!

 

Ein fröhliches Arbeitstreffen im Café

Und so ging, zum Glück, das Jahr auch gleich los mit einem Gestaltungsauftrag so ganz nach meinem Geschmack. Während ich bis Neujahr noch komplett im Energietief war und an Büro nicht zu denken, hat mir das erste “Arbeitstreffen” im Café gleich am 2. Januar ganz neuen Schwung gegeben: Eine liebe Bekannte hat mich gebeten, mit ihr gemeinsam ihre Website zu entwickeln und zu gestalten. Wahnsinn, wie viel Spaß es macht, über ihre Positionierung zu brainstormen und uns über Beispielseiten auszutauschen. Ich freue mich schon auf die Zusammenarbeit. Kategorie Lieblingskundin!

Swing im Walzer

Und auch eine andere große Leidenschaft findet neuerdings eine neue Ebene: Seit fast 30 Jahren tanze ich begeistert. Ich liebe alles, was Paartanz ist, besonders gerne die schnelleren Tänze Foxtrott, Swing und Walzer. So kommt es, dass ich nebenbei in meiner Lieblingstanzschule Walzerlinksgestrickt jobbe, weil mir der Ort schon gute Laune macht. Ein toller Ausgleich zu den Rechnerjobs! Bisher war ich vor allem hinterm Tresen, beim Tag der offen Tür am Sonntag durfte ich zum ersten Mal auch beim Swing-Teaser assistieren. Was kann es besseres geben als einen Arbeitsplatz, an dem es pur um die Freude geht, wo alle Spaß haben zu toller Musik und das Tanzen und das Miteinander im Mittelpunkt stehen?

Munch und Freunde

In Berlin und Potsdam gibt es zur Zeit zwei Munch-Ausstellungen. Am Donnerstag war ich mit einem sehr guten Freund in der Berlinischen Galerie. Ich mag ja nicht alle Gemälde von Munch, manches ist mir auch zu “unfertig hingerotzt”, wofür er ja bereits zu seiner Zeit kritisiert wurde. Andere Gemälde und Drucke dagegen sind sehr detailliert und virtuos. Vor allem die Porträts haben mich beeindruckt, aber auch manche Landschaften. Spannend fand ich das breite Spektrum seiner künstlerischen Ausdrucksweise. In jedem Fall habe ich sehr viel über Munch gelernt, auch dank der kostenfreien Audioguide-Begleitung. Mir war zum Beispiel nicht klar, wie viele Jahre Munch in Berlin gelebt und gearbeitet hat. Nun bin ich sehr gespannt, welchen Aspekt die Ausstellung im Barberini Potsdam beleuchten wird.

Vor allem aber war der Ausstellungsbesuch auch ein toller Anlass, mich mal wieder mit einem meiner besten Freunde zu treffen, den ich sehr lange nicht gesehen hatte. Im Café Einstein hinterher haben wir uns ausgiebig ausgetauscht. Direkt vor der Ausstellung habe ich noch einen anderen Freund besucht. Und auch Mittwoch konnte ich auf dem Weg von den Eltern kurz noch zwei kurze Treffen mit Freunden einbauen. Freundewoche!

Ein Hauch von Schnee

Am Freitag früh gab es in Berlin ein wenig Schnee. Winterzauber! Zwar leider, wie so oft, nur knapp zwei Zentimeter und auch nur für wenige Stunden, aber immerhin. Für eine Runde mit den Skiern hat es nicht gereicht. Aber der Spaziergang über den Friedhof und durch den Park war auch schön.

Was mich in der Welt bewegt

Es ist nicht alles gut, im Gegenteil. Momentan hat man ja eher das Gefühl, eine große Krise jagt die andere. Was bewegt mich zur Zeit (zusätzlich zu Klima, Ukraine und Israel/Gaza) in der Welt?

  • Hochwasser in Deutschland, vor allem in Niedersachsen
  • Habeck und die Eskalation am Fähranleger
  • Trump wird hier und da von den Vorwahlen ausgeschlossen – kann das klappen?

Außerdem nehme ich traurig Abschied von meinem geliebten Karstadt in der Müllerstraße, das nun leider geschlossen wird. In den letzten Monaten ist das durch den Ausverkauf mehr und mehr zum unschönen Raschladen verkommen. Ich fand das würdelos und frustrierend! So mochte ich gar nicht mehr schauen und einkaufen. Nun ist es fast schon leergeräumt. Ein paar schöne Dinge habe ich am Ende dort doch noch gefunden zur Erinnerung. – Karstadt, Du wirst mir fehlen! Hoffentlich wirkt sich das nicht allzu negativ auf den Kiez aus, wenn der große Anker geschlossen ist.

Kleine Freuden

  • mein neues Teelicht-Raclette, das ich zu Silvester eingeweiht habe – herrlich unkompliziert mit Kerzenlicht als Wärmequelle
  • Neujahrskonzert der Wiener Symphoniker im ZDF
  • wie toll ich in dieser Woche wichtige Termine kombinieren konnte mit Treffen mit Freunden und wie gut ich vor allem am Donnerstag meine Termine kombinieren konnte
  • mich um meine Gesundheit gekümmert
  • hier und da Ordnung gemacht
  • viel Sofazeit, unter anderem mit dem bewegenden Film “Lion – Der lange Weg nach Hause” und Freude über Hirschausens Selbstbeschreibungen als kreativer Chaot – Ich bin nicht allein! 😉
#12von12 im Juni

#12von12 im Juni

Hui, vor der Sommerpause mache ich rasch nochmal mit beim #12von12, um zwischen den Glückswochenberichten ein bisschen Alltag zu zeigen. Auch wenn ich damit von meinem tollen letzten Rückblick zum Thema Mobilität ablenke.

Am jeweils 12. des Monats teilen viele Bloger:innen im #12von12 ihren Tag in 12 Bildern. Hier sind meine Bilder des Tages – in dem Fall alles schnelle Handy-Schnappschüsse, die meinen Ansprüchen an Bildqualität ja eigentlich nicht entsprechen. 😅

#1

Momentan ist einer meiner liebsten Arbeitsplätze auf dem Bett: das Nordfenster weit geöffnet, ein kleiner Luftzug, hell, aber nicht zu hell für die Bildbearbeitung, …

Ich habe montags bürofrei und arbeite an meinen selbstständigen Projekten. Entsprechend kann ich mir den Tag selbst einteilen. Leider ist noch viel zu tun vor der Reise und ich bin hin- und hergerissen zwischen meinen Aufgaben und dem Wunsch, den herrlichen Sommertag draußen zu genießen. Damit stehe ich mir heute ein wenig selbst im Weg. Ich schaffe dann doch noch einiges von der Liste, unter anderem Fotos bearbeiten für einen Auftrag der BVG/Jelbi und etwas Reiseorganisation. Dafür aber weniger Sommerprogramm als gehofft. Was nicht so schlimm wäre, hätte ich nicht das schöne Sommerwochenende völlig untypisch für mich auch größtenteils zuhause und am Rechner verbracht. 😅 Aber gut, der Sommer fängt ja erst an!

#2

Mittags Wassermelone mit Schafskäse – das ist mein absolutes Lieblingsessen im Sommer! Mein Tipp: Mit arabischem Siebengewürz wird es noch leckerer!

#3/4

Am späten Nachmittag endlich raus. Viel zu spät für das tolle Wetter. Ich muss noch ein paar Dinge erledigen, unter anderem ein bestelltes Buch abholen im Antiquariat. Dabei entdecke ich ein Café, das ich noch gar nicht kannte.

#5/6

Notes of Berlin im Wedding – so heißt der Bezirk, in dem ich wohne.

#7

Dann zur Stadtbibliothek, vor dem Urlaub noch alles verlängern. Und da ich schonmal da war, habe ich mir auch gleich noch ein paar Reiseführer mitgenommen. Ob die wohl wirklich ins Fahrradgepäck wandern?

#8

Auf dem Weg noch rasch ein Paket abgeholt. Was da drin ist, verrate ich unten. – Und schau mal, wie herrlich mein gelber Fahrradrucksack zur Packstation passt!

#9

Vormittags habe ich gelesen, dass es mein geliebtes Zeichen-Center nicht mehr gibt. Sogar schon seit November. Das musste ich gleich nachprüfen. Ist leider so. Geschäftsaufgabe, weil die Betreiber keinen Nachfolger gefunden haben. Dass ich es nicht vorher gemerkt habe, liegt daran, dass ich Ausflüge zu “gefährlichen” Läden möglichst vermeide. 😉

#10

Für einen Ausflug zum Badesee ist es jetzt doch zu spät. Dafür genieße ich die letzten Sonnenstrahlen noch im Park – was mir die Möglichkeit gibt, noch mit einem Freund zu chatten und mit der Familie zu telefonieren. Zufällig kommt auch noch mein Nachbar vorbei, mit dem ich eh noch ein paar Fragen klären wollte.

#11

Die Sonne blendet noch ganz schön.

#12

Zuhause angekommen bin ich sehr neugierig auf das Paket. Für den Campingurlaub habe ich mir etwas “Astronautennahrung” bestellt. Das muss man nur mit heißem Wasser aufgießen und etwas ziehen lassen. Letztes Jahr hatte ich Asia-Nudeln dabei. Jetzt dachte ich, ich schau mal, ob es auch etwas ausgewogener geht. HUEL enthält angeblich alle wichtigen Nährstoffe. Doof ist nur, dass es keine Probierpakete gibt und man auf gut Glück gleich große Tüten bestellen muss.

Thai Green Curry duftet ganz wunderbar!! Wirklich genau so, wie es heißt. Geschmacklich ist es dann eher eine Mischung aus Thai Curry und Erbensuppe, was an dem vielen Erbsmehl liegt. Korma ist auch auf Erbsmehlbasis und für meinen Geschmack damit zu dicht am Thai Curry. Da hätte ich lieber etwas anderes nehmen sollen. Cajun Pasta mag ich vom Geruch her gar nicht. Überraschenderweise finde ich es geschmacklich ganz okay. Weniger Erbse, dafür mit Nudeln, deren Konsistenz ich mag. Ich teste das in den nächsten Tagen weiter. Erster Eindruck: zur Not okay. Es füllt den Magen. Aber es macht kein zufrieden-wohliges Gefühl. Vielleicht kann ich es ja mit CousCous ergänzen und noch irgendwie aufpeppen?

Das war mein #12von12 im Juni.
Und wie war Dein Tag so?

Sonnige Grüße

Mobilität

Mobilität

Mit dem Cabrio die U-Bahn neu erleben

Am Freitag hatte ich eine ganz besondere Einladung: Ich durfte auf einem Netzwerktreffen von WIM Women in Mobility fotografieren und an der U-Bahn-Cabriotour teilnehmen. Was für ein Erlebnis! Rund zwei Stunden sind wir mit einem offenen Wagen durch die Berliner U-Bahn gefahren, haben dabei verschiedene Tunnelquerschnitte kennengelernt und in den tollen Erklärungen des Moderators viel über die Geschichte, Technik und Gestaltung der Berliner U-Bahn gelernt. Für mich ganz besonders und neu war, hierbei zu erleben, wie “alles mit allem verbunden” ist und dass man eine richtige Rundtour über verschiedene U-Bahn-Strecken machen kann. Diese Tour kann man bei der BVG buchen. Sehr empfehlenswert!

Verkehr(t) planen – Diskussion in der Urania

Gefreut hat mich auch, dass das so gut zu der Veranstaltung des Vorabends gepasst hat: Da war ich in der Urania zu einer Diskussion “Verkehr(t) planen – Verkehrswende und Bauwende nur gemeinsam!” – Leider bot die Veranstaltung weniger spannende Zukunftsvisionen als erwartet. Dafür habe ich einiges über Planungsfehler gelernt, zum Beispiel wie wir uns mit Lärmschutzwänden den Bezug zum Stadtraum verbauen und dass der S-Bahnhof Köpenick nach seinem Umbau kein Glanzstück der Gestaltung zu werden verspricht. Und dass es tolle Beispiele gibt in Kopenhagen, Utrecht oder auch Hamburg.

Mir sind ein paar Aussagen von Hille Bekic besonders aufgefallen, eine Freundin von mir, die als Vizepräsidentin der Architektenkammer Berlin auf dem Podium saß. Sie hat das Bauen an den Nagel gehängt und ist aktuell eine der Geschäftsführerinnen der Velokonzept GmbH, die unter anderem die VELO Berlin organisiert. Davon hatte ich ja hier berichtet. Sie sagte (frei zitiert): “Ich habe irgendwann festgestellt: Aus Klimaschutzgründen sollte man jetzt eigentlich nicht mehr bauen. Nun kann ich als Architektin und als Vorstand der Architektenkammer ja schlecht sagen: ‘Hört auf zu bauen.’ Aber für mich selber habe ich das sehr wohl gesagt und habe den Schritt dann raus in die Stadt gemacht: ‘Mobilität ist eigentlich das, worum wir uns jetzt kümmern können.’ – Und ich nenne mal als Beispiel für die Bauwende, dass man auch weniger bauen kann, also zumindest nicht neu bauen, sondern im jeweiligen Bestand bleiben und da umnutzen, umbauen. Und so planen, dass die Wege kürzer werden in der Stadt.”

Sie gibt den Tipp, in der Verwaltung mitzuhelfen, um die Verkehrswende schneller voranzubringen: “Ich glaube, in der Verwaltung ist noch Platz für Menschen, die da arbeiten wollen … Und die Verwaltung sollte vielleicht auch mal darüber nachdenken, wenn man quer einsteigt, dass man dann nicht mit seinem Gehalt unten anfangen muss, sondern dass man seine Berufserfahrungen mitbringen kann, die man in der Privatwirtschaft gesammelt hat, auch in der Gehaltsstufe.” Genau das gleiche habe ich in dieser Woche auch von einer anderen Freundin gehört, die genau davon betroffen ist.
Antje Kapek, Sprecherin für Verkehrspolitik Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, verwies dann auf das intrinsische Motiv: die Freude am Fahren, am Radfahren – und wie das durch schöne, sichere Fahrradwege gefördert werden kann. Damit kommen wir direkt zum nächsten Highlight der Woche:

ADFC-Sternfahrt – “Fahrn, fahrn, fahrn auf der Autobahn!”

Nach einigen Jahren Corona-Pause bin ich in diesem Jahr endlich wieder mitgeradelt bei der ADFC-Sternfahrt auf meiner Lieblingsstrecke ab Werder. Die Werder-Tour lohnt sich natürlich auch sonst – nur kann man dann nicht anschließend noch mit dem Fahrrad über die Stadtautobahn rauschen. 😉 Werder ist ein wirklich sehenswertes kleines Städtchen bei Potsdam mit viel Wasser und es lohnt sich auf jeden Fall dort auch ein Ausflug in die Altstadt. Dafür war natürlich auf der Fahrraddemo keine Zeit. Allerdings sind wir auch auf der Demo mit der süßen kleinen Fähre nach Caputh übergesetzt. Das liebe ich ja immer sehr.

Dazu gab es dann auch noch die tolle ADFC-Playlist mit fröhlichen Fahrradsongs, ganz unten auf der Seite zur Sternfahrt. 🙂 Die ADFC-Sternfahrt findet schon seit vielen Jahren immer am ersten Sonntag im Juni statt. Das ist DIE große Fahrraddemo in Berlin mit Startpunkten überall in der Stadt und auch außerhalb. Die verschiedenen Routen treffen sich dann alle – wie passen! – am Großen Stern. Zwei Routen führen auch über die Autobahn. Wir sind über die AVUS geradelt mit Blick auf den Funkturm bis zum ICC. Die andere Strecke am Südring führt durch einen Autobahntunnel. Das ist auch immer ein ganz besonderes Erlebnis, wenn alle im Tunnel anfangen, laut zu johlen und zu klingeln und das Echo genießen. Und die herrliche Kühle im Tunnel. Ich sage nur: Fahrspaß!

Haus der Kulturen der Welt

Nach der langen Tour waren wir gehörig platt, haben erstmal im Tiergarten gechillt und sind dann zum Haus der Kulturen der Welt geradelt. Im Café dort unter dem Zeltschatten haben wir den herrlichen Ausblick auf die Spree und das Kanzleramt genossen und dann innen die frisch eröffnete Ausstellung entdeckt. Oben auf dem Dach gibt es hin und wieder Konzerte und leckeres afrikanisches Essen. Das alles kommt mit auf die Liste der Sommervorhaben!

Architektour

Über den BDA Bund Deutscher Architekt:innen konnte ich vor der U-Bahn-Tour noch eine Baustellenführung mitmachen: Das Haus Lebensort Vielfalt am Südkreuz ist ein Neubau der Schwulenberatung Berlin mit 69 Mietwohnungen, Gemeinschaftsräumen, Pflegewohngemeinschaften, Kindertagesstätte, Büro und Gastronomie. Die Architekten Roedig Schop sind Tanzfreunde von mir, und ich habe mich sehr gefreut, sie wiederzusehen. Ich fand spannend, wie viel Mühe sich die Schwulenberatung gibt, aus der großen Interessentenschar eine ausgewogene Mischung der Bewohner auszuwählen: von Mitte zwanzig bis Anfang 80, verschiedene Einkommensstufen, Schwule, Lesben, Trans, Inter, die ganze LGBTQI+-Vielfalt unter einem Dach vereint. Top! In den neunziger Jahren wäre das noch gar nicht denkbar gewesen, sagte Marcel de Groot von der Schwulenberatung auf der Führung.

Was war noch?

  • Juhuuu, ich war beim Friseur und habe endlich wieder kurze Haare!
  • Ich habe Holunderblütensirup gekocht nach dieser Anleitung (und beim Kochen noch etwas frischen Orangensaft hinzugefügt).
  • Beim Holunderpflücken einen Raubvogel entdeckt – mitten in der Stadt!
  • Ein erstes Mal in diesem Sommer abendliches Schwimmen im Freibad um die Ecke und Mittagspause in meinem Lieblingsfreibad.
  • Auch Mobilität: Ich durfte in dieser Woche wieder für Jelbi fotografieren …
  • … und habe auf dem Rückweg einen alten Tanzfreund und Architektur-/Fotokollegen wiedergetroffen und lange geplaudert, ein Computerproblem gelöst, einige tolle Campinggadgets bei Tchibo entdeckt und kleine Bücher für die Reise. Dieses faltbare Solar-LED-Lämpchen begeistert mich sehr, auch für die Terrasse.
  • Jetzt stolze Besitzerin eines günstigen Turmventilators. – Der Sommer kann kommen! (alle Links aus Überzeugung, ohne Affiliate)
  • Und ich war völlig geflashed vom Idee-Shop! OMG, was die alles haben für Journaling & Co.: Aufkleber, Schablonen, Stempel, Stifte, Washi-Tape, Sketch-Note-Anleitungen, … Da ich ja mehr aufs Schreiben fokussiert bin, war ich dann doch überrascht wie viel kreatives Zubehör es dafür gibt, wie groß also die Szene ist! – Spoiler: Du kannst in meinem Journal natürlich auch zeichnen, kleben und stempeln. 😉

Apropos Journal, meine Journaling-Anregung für Dich für die kommende Woche lautet:

“Was sind meine schönsten Sommertraditionen und was bedeuten sie für mich?”

In diesem Sinne wünsche ich Dir eine schöne Woche!
Auf bald

Schwertfisch in Tegel & Pizza in Kreuzberg

Schwertfisch in Tegel & Pizza in Kreuzberg

Schwertfisch in Tegel

Am Samstag stand ein Familiengeburtstag an. Wir waren sehr lecker essen in einem guten italienischen Restaurant. Der gegrillte Schwertfisch auf Avocado mit Gemüse war ein Traum! Mein erster Schwertfisch. Ich wusste gar nicht, dass der so ein herzhaftes, festes Fleisch hat, ganz ähnlich wie Thunfisch. Und das mit den karamelisierten Zitronenzesten muss ich mir unbedingt merken. Lecker!

Ich muss dazu sagen: Natürlich bewegen mich die Themen rund um Tierwohl und Klima und ich probiere sehr gerne Alternativen und koche meist vegetarisch. Mein Kompromiss: Zu besonderen Anlässen und bei Einladungen esse ich immer noch gerne Fleisch und Fisch, nur eben nicht täglich und auch nicht jede Woche. Oder wenn ich ein echtes körperliches Verlangen danach habe. In dem Fall hatte ich seit Tagen Appetit auf Fisch. Mein Körper scheint etwas gesucht zu haben – und in dem Schwertfisch dann auch gefunden.

Endlich anbaden!

Danach gab es noch Kaffee und Kuchen im Garten. Den Rückweg habe ich wieder für eine Radtour am Tegeler See genutzt und einen abendlichen Zwischenstopp an meiner Lieblingsbadestelle gemacht. Die Sonne war so herrlich, das Licht schön warm, sehr angenehm! Nach anfänglichem Zögern, war ich dann zum Anbaden kurz im Wasser. So spät im Jahr wie selten.

Pizza in Kreuzberg

Letztes Jahr sind zwei Freunde von mir beim Absturz ihres Motordrachens ums Leben gekommen. Der eine hätte nun Geburtstag gehabt. Seine Freundin hatte die schöne Idee, das trotzdem in großer Runde zu feiern. Wir hatten einen schönen Nachmittag im Garten und eine leckere Pizzarunde im Wrangelkiez. Dort war ich ewig nicht. Ich glaube, da muss ich mich mal wieder in Ruhe umschauen.

Auf dem Weg dort hin, bin ich am Kunstmarkt vorbeigekommen und konnte mir an meinem Lieblingsstand noch ein längeres Lederkettchen besorgen. Das alte ist mir manchmal zu eng am Hals. Direkt gegenüber war der Stand von Caren von Engelbrotmode, bei der ich schon oft gekauft habe. Wir hatten einen netten Plausch und sie hat mich an den Weddingmarkt erinnert, der ja am kommenden Sonntag, 4.6., schon wieder stattfindet. Hui, schon wieder ein Monat rum!

Der Weg am Wasser entlang durch die Stadt ist einer meiner Lieblingswege und auch für Berlin-Tourist:innen sehr empfehlenswert. Daher teile ich ihn hier mal mit ein paar schnellen, noch unbearbeiteten Schnappschüssen.

Schaffensfreude, Schaffensfrust

In dieser Woche war die Challenge #Blogyourpurpose von Judith Peters und es sind viele neue Blogartikel entstanden zur der Frage: “Was will ich bewirken?” Falls Du neugierig bist: Alle Beiträge sind unter Judiths Text verlinkt. Meiner ist leider noch nicht mal angefangen, kommt aber noch. 😉 Das Thema finde ich spannend!

Dafür war ich seeeehr stolz, dass ich nach dem Wochenrückblick gleich noch einen zweiten Artikel zu meiner Frühjahrs-Sommer-Reflexion veröffentlicht habe. Darin teile ich nicht nur meinen Rückblick, sondern auch die Fragen aus meinem Journal, falls Du auch ein bisschen Rückschau und Vorschau halten möchtest. Wenn Du Dir dafür mein Sommerheft bestellen willst, gebe ich Dir das Frühjahrsheft für die Rückschau auf Wunsch gerne kostenfrei dazu.

Im Büro war dann diese Woche eher der Wurm drin. Keine Ahnung, woran das lag. Aber Du kennst es sicherlich auch, wenn zu viele Dinge gleichzeitig zu tun sind, dass man dann leicht einen wichtigen Hinweis oder Link übersehen kann. So ging es mir jedenfalls am Donnerstag: Stundenlang ohne Pause in die falsche Richtung gearbeitet – nur, um kurz vor der Abgabe zu realisieren, dass das so nicht geht. Dabei hatten wir tags zuvor extra telefonisch nachgefragt und ein Okay bekommen. – Was mich gefreut hat: Der Auslober hat uns angerufen, um zu helfen. Von sich aus. Und ermöglicht uns eine Nachreichung. Warum kann Business nicht immer so sein? Menschlich und unterstützend, so dass Fehler ganz einfach ausgebügelt werden können.

Mich erinnert das jedenfalls an die Geschichte von dem Mann, der mit stumpfer Säge angestrengt einen Baum fällen möchte. Und auf die Frage, ob er nicht zuerst die Säge schärfen möchte, mit “keine Zeit” antwortet. Ich nehme mir also vor, auch in stressigen Phasen immer wieder neu durchzuatmen und genau hinzuschauen und den Weg regelmäßig zu überprüfen, ehe ich lange in die falsche Richtung laufe. Klingt einfach. Und ist in unserer Multitasking-Gesellschaft doch oft gar nicht so leicht.

Inspirierender Austausch unter Frauen beim Netzwerktreffen Architekturkommunikation

Ich arbeite sehr lange schon in der Architekturkommunikation (inzwischen in Teilzeit, um auch eigene Projekte zu verwirklichen). Dazu hatten wir in dieser Woche ein sehr inspirierendes Netzwerktreffen im Bikini Berlin. Spontan ist die Mutter einer Teilnehmerin dazugestoßen, eine gestandene Innenarchitektin mit internationalen Aufträgen und Büros, unter anderem in Singapur, Malaysia und Indien. Was war das spannend, was sie erzählt hat!

Sehr begeistert hat mich auch, dass wir so ein wunderbares Gespräch auf Augenhöhe hatten, trotz unterschiedlicher Generationen und Positionen. In dem Fall Frauen unter Frauen. Wir kamen auch auf Themen wie Gender-Pay-Gap und Frauen in Führungspositionen. Von der hohen Frauenquote im Studium, 60% bei Architektur, landen erschreckend wenige in der Büroleitung. Bei diesem Treffen und noch an anderer Stelle wurde mir in dieser Woche das Buch “Unsichtbare Frauen” empfohlen: “Wie eine von Daten beherrschte Welt die Hälfte der Bevölkerung ignoriert.”

Tags drauf war ich dann auch noch bei einer Diskussion zum Thema Bahnhofsgestaltung, von der ich lieber in der kommenden Woche berichte.

Medientipps

Eher seichte Kost, aber filmisch lustig gemacht: Die ARD-Serie “Mapa” über einen alleinerziehenden Vater. In hübschen Kurzfolgen leicht wegzusuchten mit schrägen Rückblicken und alternativen Erzählsträngen.

Eine Woche vorher entdeckt, aber noch nicht erwähnt: Die Reihe “Mein Körper” in der ARD. Gesehen habe ich die Folge “Mein Körper. Meine Worte.” Ich fand die wissenschaftlichen und kulturgeschichtlichen Einblicke zur Sprache spannend darin.

Überhaupt finde ich es immer spannend, wissenschaftliche Forschung zu Lebensthemen anschaulich vermittelt zu bekommen. Daher liebe ich auch den Autor Bas Kast, von dem ich aktuell zwei Bücher angefangen habe: Das schon zehn Jahre alte “Ich weiß nicht, was ich wollen soll” und aktuell “Kompass für die Seele”. Beide befassen sich im weitesten Sinne mit dem Glück. Spannend finde ich unter anderem, dass er nach dem “Ernährungskompass” darin auch die aktuellen Forschungen darlegt, wie unsere Ernährung unser Glücksempfinden beeinflusst. Spoiler: Junkfood ist nicht gut für die Seele! Omega-3-Fettsäuren dagegen schon. Womit ich jetzt ganz wunderbar den Bogen zum Schwertfisch oben geschlagen habe. 😉

Kleine Freuden & Vorfreude

Was war noch diese Woche? Worauf freue ich mich in den nächsten Tagen?

  • Traumhaftes Sommerwetter!! Knallblauer Himmel, nicht zu warm, nicht zu kalt, Sonne satt. ☀️
  • Mittagspausen im Park
  • Ein fulminanter Sonnenuntergang!
  • Monbijoutanzen am Dienstagabend mit Fischreiher vorm Bodemuseum
  • Der Holunder blüht! In den nächsten Tagen will ich Sirup kochen.
  • Der reisende Tanzfreund ist auf den Shetlandinseln angekommen.
  • Ich freue mich über das herrliche Grün im Hof (Büro und Wohnen) und die schönen Blüten auf meiner Terrasse.
  • Und die Urlaubsbetreuung ist geregelt: Ich bekomme einen fleißigen Blumengießer zu Gast. 🙂
  • Eine Freundin empfiehlt mir Booty Therapy. Klingt spannend! Eine Kombination aus afrikanisch inspiriertem Tanz mit Hintern und Becken und Schreien. Das muss ich mir mal anschauen! 😎
  • Am Sonntag, 4.6., ist wieder ADFC-Sternfahrt! 🚴🚴‍♂️🚴‍♀️ Und danach wie erwähnt der Weddingmarkt.

Und wie war Deine Woche? Worauf freust Du Dich in den nächsten Tagen?
Ich wünsche Dir eine schöne Zeit! Genieß den Sommeranfang!

Sonnige Grüße